Monthly Archives: Oktober 2025

Auch an Niederlagen wachsen!

Männer 1 – Verbandsliga

SHB – SG Hofen/Hüttlingen 31:35

Im kleinen Derby gegen die SG Hofen/Hüttlingen musste der Verbandsligaaufsteiger die dritte Niederlage im sechsten Spiel hinnehmen, bleibt mit 5:7 Punkten aber weiterhin absolut im Soll. Nach einem ereignisreichen Verbandsligaspiel vor einer tollen Kulisse hatte die Mannschaft vom Trainergespann Sebastian Schmid und Michael Kling am Ende leider mit 31:35 das Nachsehen und rutscht in der Tabelle auf Rang 9 ab.

„Ich war zuversichtlich, dass wir hier aufgrund der Leistungen zuletzt auch was holen können“, sagte SHB-Trainer Schmid nach dem Spiel, und lange sah es auch gut aus für seine Mannschaft in der Wasseralfinger Talsporthalle, was Zählbares mitzunehmen. Nach dem 42:25-Kantersieg zuletzt gegen die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf fuhr man mit viel Selbstvertrauen zu einem Gegner, der dem Aufsteiger in der Vergangenheit vor allem zu Hause immer gelegen ist. Der Beginn vor über 400 Zuschauern war beim 5:3 nach 5 Minuten vielversprechend. Bis zum 6:4 durch Tim Kraft sah alles noch rund aus, ehe die Heimmannschaft mit einem 5:0-Lauf auf 9:6 davon zog. Eine Auszeit musste nach 11 Minuten schon früh genommen werden, um den Fluss der spielstarken Hausherren zu unterbinden. „Ein Grund war, dass wir in den ersten 8 Minuten schon 3 Zeitstrafen kassiert hatten und in der Abwehr etwas gehemmt und verunsichert zu Werke gingen“, ärgerte sich Schmid nach dem Spiel. Nach der Auszeit schafften aber Rene Kraft und Daniel Mezencev dennoch den Anschluss zum 8:9 nach 13 Minuten. Hofen/Hüttlingen spielte geduldig und effizient, während die Gäste einige Chancen liegen ließen, beim 16:19-Halbzeitstand aber dennoch in Reichweite blieben.

Schlecht kamen die Blau-Weißen der SHB dann aus der Kabine. Unter dem Jubel der gewohnt enthusiastischen SG-Fans zogen die vom ehemaligen Steinheimer Spieler Gerd Mühlberger trainierten Hausherren auf 22:17 davon, was SHB-Coach Schmid wieder früh zur Auszeit zwang. Etliche Zeitstrafen gegen beide Teams führten zu vielen Spielminuten ohne volle Kaderstärken, und so fielen viele Tore. Als der formstarke Luca Hauser den 24:25-Anschlusstreffer nach 45 Minuten Spielzeit markierte, keimte Hoffnung bei der SHB auf. Leider folgte prompt die Zeitstrafe gegen Hauser, und Hofen/Hüttlingen zog wieder auf 3 Tore (29:26) davon. Luis Soderer und Pascal Mailänder schafften erneut den Anschluss, aber nun nahmen die Gastgeber die Auszeit – und diese brachte die SHB-Mannschaft komplett aus dem Tritt. Zwar war beim 33:30 durch Mezencev knapp 2 Minuten vor dem Ende noch ein Punktgewinn drin, aber die eingespielten Gastgeber ließen sich nicht mehr verunsichern und brachten den Vorsprung sicher nach Hause.

SHB-Trainer Schmid war nach dem Spiel aber nicht allzu sehr enttäuscht: „Die Mannschaft hat heute toll gekämpft. Wir sind immer noch in einer Entwicklung und da gehört so etwas dazu“, so der 44-Jährige in seiner ersten Analyse nach dem Spiel. „In der Schlussphase hatten wir zu viele Fehlwürfe und Pech mit Pfostentreffern. Wir sind geknickt, denn ich hätte gerne gewonnen, aber dann legen wir halt nächste Woche wieder nach“, ist sich Schmid sicher, dass seine Mannschaft nicht den Kopf hängen lässt. Auf die Frage, ob diese ärgerliche Niederlage so schnell aus den Köpfen zu bekommen ist, meinte Schmid abschließend: „Die Mannschaft wächst auch an Niederlagen, das gehört zu gewissen Prozessen dazu. Ob das dann auch so gelingt, wird man dann sehen.“

Es spielten: Buntz, Mannbeiß, Hauser (7/2), T. Kraft (4), Ruoff, Braun (4), Lindenmaier (1), R. Kraft (3/2), Mailänder (4), Mezencev (5), Soderer (1), Weller, Englisch (2)
Zeitstrafen: SHB: 8 (T. Kraft 2, R. Kraft 2, Buntz, Hauser, Braun, Mailänder) – SG Hofen/Hüttlingen: 7
Strafwürfe: SHB: 6 (4 verwandelt) – SG Hofen/Hüttlingen: 5 (3 verwandelt)
Zuschauer: 400
Schiedsrichter: Stefan Banzhaf und Kai-Peter König

SHB verschläft 15 Minuten komplett!

Damen Oberliga

SHB – TSV Köngen 27:28

Die zweite Niederlage als Aufsteiger und wie gegen Bargau/Bettringen beim Auftakt erneut mit nur einem Tor.
In der letzten Sekunde musste die wacker kämpfende SHB den Treffer zur 27:28 Niederlage gegen den TSV Köngen hinnehmen und fährt trotz 13 Treffern von Marie Brachert ohne Punkte wieder nach Hause.

SHB Trainer Sebastian Kieser wusste um die Schwere der Aufgabe gegen etablierte Oberligaspielerinnen des TSV Köngen. „Köngen hat keine schlechte Mannschaft wie man am dritten Tabellenplatz letzte Saison gesehen hat”, so der 47 jährige, der glücklicherweise auf Hanna Grupp nach ihrem verletzungsbedingten Ausfall im letzten Spiel zurückgreifen konnte. Die Gäste starteten bis zum 2:2 nach knapp 3 Minuten gut in die Partie, mussten dann aber auf einmal die Gastgeberinnen davon ziehen lassen. „Wir haben in 15 Minuten keine Leistung im Angriff gebracht und konnten keinen Druck aufbauen. Das war nicht Oberligareif”, haderte Kieser mit der Spielweise seiner Mannschaft zwischen Minute 4 und Minute 20, als Köngen auf 14:6 davon ziehen konnte. Auch Dank der taktischen Umstellung von Trainer Kieser und durch die Hereinnahme von Marie Brachert wurde das Spiel des Aufsteigers deutlich besser. Das 19 jährige SHB-Kücken Brachert war maßgeblich an der Aufholjagd bis zum 13:17 zur Pause beteiligt.

„In der Halbzeit habe ich dann gewisse Dinge ansprechen müssen, dass man mit dieser Leistung keine Spiele in der Oberliga gewinnt”, so Kieser, der jetzt eine andere Mannschaft auf dem Spielfeld sah. Bis zum 17:20 sah der SHB Trainer 4 verschiedene Torschützen aus seinen Reihen und als Marie Brachert mit 3 Treffern in Folge sogar das 20:20 markierte, waren die SHB-Damen wieder im Geschäft. Das Spiel glich in der Folge eines Hauens und Stechens, denn es wurde um jeden Zentimeter gekämpft und die Spannung stieg bis in die Schlussphase. Spielmacherin Carmen Siller konnte knapp 50 Sekunden vor Schluss zum 27:27 ausgleichen und der Punktgewinn schien in Reichweite. Mit der Schlusssirene würgte Köngen aber einen Verzweiflungswurf in den SHB-Winkel und ging unter großem Jubel der Heimfans als Sieger vom Platz. Hängende Köpfe bei der SHB, die nach einer tollen Aufholjagd leider mit leeren Händen da stand.

SHB Trainer Sebastian Kieser haderte nach dem Spiel immer noch mit der Schwächephase seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. „Die 15 schwachen Minuten waren indiskutabel und so gewinnst Du dann kein Spiel in der Oberliga”, so der 47 jährige in seiner ersten Einschätzung. „Es sind jetzt bittere Gesichter auf unserer Seite. Wir haben Moral gezeigt und hätten einen Punkt verdient gehabt”, ärgert sich der Coach der SHB und ergänzt: „Wir müssen uns klar machen, dass wir 60 Minuten Leistung bringen müssen, denn die Aufgaben werden mit Pfullingen und Böblingen/Sindelfingen nicht leichter”.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (1), Fleischer, Sahin, Schweda (2), Braun (1), Lier (1), Brachert (13/5), Krempien (2), Frey (1), Schönefeldt (1), Lindenmaier (3), Siller (2)
Strafwürfe: SHB: 6 (5 verwandelt) – TSV Köngen: 7 (4 verwandelt)
Zeitstrafen: SHB: 4 (Krempien 2, Lier, Frey) – TSV Köngen: 5
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Kain Sauer und Thomas Ströh

Starke Teamleistung bringt ersten Heimsieg!

SG Herbrechtingen/Bolheim 2 – SG Hofen/Hüttlingen 2 35:24

Am vergangenen Sonntag stand für die zweite Mannschaft der SG Herbrechtingen-Bolheim das erste Heimspiel der Saison in der Buchfeldhalle an. Zu Gast war die SG Hofen/Hüttlingen 2 – ein unbekannter Gegner, der als Absteiger aus der Bezirksoberliga allerdings nicht zu unterschätzen war.

Von Beginn an zeigte die Mannschaft um Trainerin Nadine eine konzentrierte und geschlossene Leistung. Durch eine starke Abwehrarbeit und gut ausgespielte Angriffe konnte man sich früh eine kleine Führung erarbeiten. Zur Halbzeit stand es verdient 18:14 für die Damen 2 der SHB.

In der Pause fand Nadine offenbar die richtigen Worte: direkt nach Wiederanpfiff legte das Team einen beeindruckenden 6:0-Lauf hin und baute die Führung weiter aus. Mit viel Teamgeist, Einsatz und Spielfreude blieb die Mannschaft auch in der zweiten Hälfte konzentriert und ließ den Gästen kaum noch Chancen, das Spiel zu drehen.

Besonders hervorzuheben ist die geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jede Spielerin ihren Beitrag zum Erfolg leistete. Diese Leistung gibt Anlass, optimistisch auf die kommenden Spiele zu blicken.

SHB wirbelt sich auf Platz 4!

Handball Oberliga Damen
SHB – HB Kinzigtal 34:25

„SHB wirbelt sich auf Platz 4!”

Der Aufsteiger ist endgültig angekommen in der Oberliga. Nach kleinen Startschwierigkeiten gegen den Tabellenletzten HB Kinzigtal, wurde im dritten Spiel der zweite Sieg mit 34:25 sehr deutlich eingefahren. Der Lohn ist Platz 4 in der Tabelle und ganz viel Selbstvertauen für die nächsten Aufgaben. Die Wadenverletzung von Hanna Grupp trübte die Stimmung leider etwas.

„Den Gegner ja nicht unterschätzen”, war die Vorgabe von Trainer Sebastian Kieser der die Tabellensituation des Gastes als trügerisch bezeichente. Schließlich hat Kinzigtal beim Tabellenführer Böblingen/Sindelfingen nur mit einem Tor verloren. In der Bolheimer Buchfeldhalle konnte der Aufsteiger personell aus dem Vollen schöpfen und wollte an die zuletzt gute Defensivleistung gegen Gerhausen anknüpfen.
Die Anfangsphase vor knapp 150 Zuschauern wurde aber etwas verschlafen. „Die ersten 15 Minuten standen wir nicht gut in der Abwehr und haben die Räume durch die enge Deckung an Marie Brachert nicht genutzt und einfache Gegentore bekommen”, sagte Kieser nach dem Spiel und tatsächlich überrumpelte der Gast die SHB Damen mit der Deckung gegen Rückraumspielerin Brachert. Beim 4:5 nach 12 Minuten nahm Kieser die Auszeit um seine Mannschaft wach zu rütteln. Ein Doppelpack von Sabrina Krempien brachte danach nicht nur die erste Führung im Spiel, sondern auch Sicherheit im Spiel der Gastgeberinnen. Das Spiel wurde jetzt seitens der SHB immer sicherer gestaltet und beim 14:8 durch Anne Schweda in der 26. Minute erhellte sich die Miene von Trainer Kieser zusehends. Auch die emsige Hanna Grupp trug sich doppelt in die Torschützenliste ein und somit ging man mit 18:12 schon Vorentscheidend in die Kabine.

Der 46 jährige Kieser konnte in der zweiten Halbzeit mit Nilda Sahin und Luisa Fleischer frische Kräfte bringen und diese konnten den Vorsprung auf 20:12 erhöhen. Die SHB wirbelte im Angriff weiter und fast alle Spielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Genervt von der dominanten Spielweise der Blau/Weißen löste Kinzigtal dann die enge Deckung gegen Marie Brachert auf. Beim 30:17 durch Sahin knapp 10 Minuten vor dem Ende war der Deckel natürlich drauf gemacht und gegen Ende wurde dann noch mit der hohen Führung im Rücken ein bisschen fahrlässig mit den Chancen umgegangen. Die eingespielten und routinierten SHB Damen ließen sich aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und liefen locker und leicht durchs Ziel. Mit 35:24 war das Ergebnis auch dem Spielverlauf entsprechend hoch verdient.

Trainer Sebastian Kieser hatte nach dem Spiel wenig zu meckern und lobte seine Mannschaft für den Sprung auf den vierten Platz. „Für die Moral war es heute ein ganz wichtiger Sieg, vor Allem zu Hause”, startete Kieser seine Analyse und ergänzte: „Wir haben den Fahrplan heute gut umgesetzt und das Tempo dank des tiefen Kaders hoch gehalten”. Auf die Frage, wie wichtig der Sieg für die weiteren Aufgaben war, sagte Kieser: „Bin sehr froh über den Sieg, aber die Verletzung von Hanna Grupp trübt die Stimmung etwas. Da hoffe ich, dass es nicht so schlimm ist wie es aussah. Gut ist, dass wir mit einem positiven Punktekonto gelöst an die nächsten Aufgaben gehen können!”

Es spielten:

Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (4), Fleischer (1), Sahin (5), Schweda (4), Braun, Lier, Brachert (5/1), Frey (3), Schönefeldt (1), Lindenmaier (5), Siller (2)

  • Zeitstrafen: SHB: 3 (Lier, Krempien, Lindenmaier) | HB Kinzigtal: 3
  • Strafwürfe: SHB: 1 (verwandelt) | HB Kinzigtal: 6 (5 verwandelt)
  • Zuschauer: 150
  • Schiedsrichter: Henrik Becker und Niklas Braiger

Im Angriff steckte der Wurm!

Männer Verbandsliga
SHB – TV Gerhausen 21:27

„Im Angriff steckte der Wurm!“

Mit ordentlich Selbstvertrauen nach dem deutlichen Erfolg zu Hause gegen Bartenbach reiste der SHB-Tross zum Auswärtsspiel gegen den TV Gerhausen – konnte den guten Eindruck aber leider bei der deutlichen 21:27-Niederlage nicht bestätigen.

„Gerhausen spielt einfach routiniert und ist ein unaufgeregter Gegner, gegen den es schwer ist zu spielen“, sagte Trainer Sebastian Schmid nach dem Spiel. Was seine Mannschaft an diesem Abend auch versuchte, der Tabellenzweite fand stets die richtige Antwort. In der Blausteiner Lixhalle setzten die SHB-Männer den Auswärtsspieltag fort, nachdem zuvor bereits die Damen dort spielten. Der Mitaufsteiger und letztjährige Landesligameister Gerhausen hatte der SHB in der Vorsaison im Heimspiel deutlich die Grenzen aufgezeigt – doch der Auswärtssieg im Hinspiel machte Hoffnung, erneut etwas Zählbares mitzunehmen. Verzichten musste das Trainergespann Schmid/Kling jedoch auf Patrick Jäger (Verletzung) und Tristan Mannbeiß (persönlich verhindert), zudem waren einige Spieler angeschlagen.

Wie gewohnt startete die SHB stark: Ohne Nervosität legten die Gäste los, und beim 3:1 nach nur drei Minuten durch Daniel Mezencev erwischten sie einen Traumstart. Das Spiel nahm früh Fahrt auf – beim 6:5 durch Luca Hauser nach sechs Minuten waren bereits elf Tore gefallen. Tim Krafts Rückraumkracher bedeutete die 8:6-Führung, doch nun kam der bislang ungeschlagene Aufsteiger besser ins Spiel. Im Angriff verlor die SHB etwas die Linie, und defensiv fehlte zeitweise der Zugriff. Gerhausen nutzte das konsequent und ging mit einem 12:10-Vorsprung in die Pause.

Nach Wiederanpfiff blieb die SHB durch Rene Kraft zunächst dran (12:14), doch dann legten die Gastgeber einen Zwischenspurt ein: Vier Tore in Folge sorgten für ein 18:12, woraufhin Schmid die Auszeit nahm. Er mahnte, ruhiger zu agieren und die Angriffe besser auszuspielen. Tatsächlich wurde es danach wieder strukturierter, und Lars Braun verkürzte auf 15:19. Doch Gerhausen blieb souverän, profitierte von einer starken Defensive und einigen fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, die für zusätzlichen Frust auf der SHB-Bank sorgten. Trainer Schmid erhielt in dieser Phase eine Zeitstrafe – doch auch er betonte später: „An den Schiedsrichtern lag es letztlich nicht, sondern an unserem Unvermögen im Angriff.“ Mit nur 21 erzielten Treffern war die Chancenverwertung schlicht zu schwach.

Trotz der Niederlage zog Sebastian Schmid ein sachliches Fazit: „Wir haben heute gut verteidigt und sind auch zu Beginn gut ins Tempo gekommen. Aber die vielen Fehlwürfe in einem engen Spiel kann man nicht kompensieren.“ Er fügte hinzu: „Wir haben den Gegner unter seinem Toreschnitt gehalten, aber auch wir haben deutlich unter unserem Schnitt gespielt.“ Dennoch blickt der Coach positiv nach vorn: „Mit besserer Chancenverwertung und hohem Tempo wird es wieder besser werden. Abhaken – und nächste Woche zu Hause gegen Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf zwei Punkte holen.“

Es spielten:

Beuthner und Gehringer im Tor; Buntz, Hauser (1/1), T. Kraft (3), Ruoff (2), Braun (5), Lindenmaier, R. Kraft (3), Mailänder, Mezencev (3), Soderer, Weller (1), Englisch (3)

  • Zeitstrafen: SHB: 5 (Braun 2, R. Kraft 2, T. Kraft) | TV Gerhausen: 6
  • Strafwürfe: SHB: 2 (1 verwandelt) | TV Gerhausen: 6 (5 verwandelt)
  • Zuschauer: 250
  • Schiedsrichter: Koray Bahadir und Cemre Tuna

2 Punkte sind 2 Punkte!

Damen Oberliga
SHB – TV Gerhausen 23:21

„2 Punkte sind 2 Punkte!“

Nach der unglücklichen Niederlage zum Auftakt gegen Bargau/Bettringen (28:29) können die SHB-Damen im zweiten Spiel gegen den TV Gerhausen beim letztlich verdienten 23:21 doppelt punkten – und sind damit als Aufsteiger endgültig in der Oberliga angekommen. Trainer Sebastian Kieser zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „2 Punkte sind 2 Punkte“, denn was beide Teams über 60 Minuten auf den Platz brachten, war nicht immer leichte Handballkost.

Die Vorgabe unter der Woche war klar: In der Abwehr muss härter zugelangt werden – und das setzten die Blau-Weißen konsequent um. Aufgrund von Sanierungsarbeiten in der heimischen Dieter-Baumann-Halle muss der TV Gerhausen derzeit in der Blausteiner Lixhalle spielen und hat somit diese Saison nur Auswärtsspiele. Vor dem Spiel hoffte Kieser, dass es ein Duell auf Augenhöhe wird – und genau so kam es auch. SHB-Spielmacherin Carmen Siller eröffnete zu einer ungewohnten Anwurfzeit (16:00 Uhr) den Torreigen, ehe Marie Brachert das Zepter übernahm. Die junge Rückraumspielerin war mit 11 Treffern beste Schützin des Tages und in den ersten 30 Minuten kaum zu halten.

Die im Training intensivierte Defensive stand deutlich stabiler als noch im Auftaktspiel, und Torhüterin Marielle Serwe-Hug konnte sich mehrfach auszeichnen. Lediglich die Chancenverwertung von außen ließ noch Luft nach oben. Mit einem 11:11 ging es leistungsgerecht in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel zunächst ausgeglichen, bis Neuzugang Susanne Frey mit einem Doppelschlag am Kreis auf 17:14 erhöhte – die Initialzündung für die SHB. Dank einer stabilen Abwehr und weiterer Treffer von Brachert und Siller setzten sich die Damen auf 22:16 ab. Doch in den letzten Minuten wurde es noch einmal spannend: Gerhausen verkürzte auf 22:20, ehe erneut Brachert mit einem energischen Rückraumwurf den Sieg sicherte.

Trainer Sebastian Kieser zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Ich bin heute sehr zufrieden, denn wir haben eine super Abwehr in der zweiten Halbzeit gestellt. Das schnelle Spiel hat heute etwas gefehlt, aber wir haben Gerhausen zu schlechten Abschlüssen gezwungen.“ Mit Blick auf die kommenden Aufgaben ergänzte er: „Wir haben Selbstvertrauen getankt und gesehen, dass wir in der Oberliga Spiele gewinnen können. Jetzt müssen wir nur noch unsere Trefferquote und das Tempospiel verbessern – dann passt es!“

Auch Torhüterin Marielle Serwe-Hug lobte die Mannschaftsleistung: „Mit uns muss man immer rechnen. Wir haben heute eine starke Abwehr gestellt und gehen mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Spiele – in der Oberliga warten schließlich echte Kaliber.“

Es spielten:

Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (3), Fleischer (1), Sahin, Schweda, Braun, Lier, Brachert (11/2), Frey (2), Schönefeldt, Lindenmaier, Siller (6)

  • Zeitstrafen: SHB: 3 (Fleischer, Schweda, Brachert) | TV Gerhausen: 3
  • Strafwürfe: SHB: 2 (beide verwandelt) | TV Gerhausen: 1 (verwandelt)
  • Zuschauer: 150
  • Schiedsrichter: Patrick Neumann und Mauritz Möller

Fehlstart für die SHB-Damen!

Das können sie besser! Im ersten Spiel in der neuen Liga hatte die Mannschaft von Neu-Trainer Sebastian Kieser vieles richtig gemacht, musste sich aber aufgrund zu vieler technischer Fehler am Ende knapp mit 28:29 gegen die HSG Bargau/Bettringen geschlagen geben.

„Uns fehlt noch die Härte in der Oberliga”, lautete das Fazit von Trainer Kieser nach dem Spiel – und tatsächlich war seine Mannschaft in manchen Situationen vielleicht etwas zu zaghaft. Vor knapp 200 Zuschauern in der Herbrechtinger Bibrishalle merkte man den Gastgeberinnen im Duell der beiden Aufsteiger die Nervosität deutlich an. Bei den Gästen rumorte es kurz vor Rundenbeginn, was in einem Trainerwechsel mündete. In der vergangenen Saison musste man gegen den späteren Verbandsliga-Vizemeister eine Heimniederlage hinnehmen, konnte dafür auswärts gewinnen. Ein Spiel auf Augenhöhe sollte es werden – und die Akteurinnen boten den Zuschauern eine spannende Partie.

Das erste Tor in der Oberliga für ihre Farben erzielte SHB-Rechtsaußen Sabrina Krempien. In der Folge konnte die Spielgemeinschaft bis zum 7:7 immer ein Tor vorlegen. Aufgrund vieler technischer Fehler zogen die Gäste kurz auf 11:8 davon. Vor allem die spätere zwölffache Torschützin Anja Schwenk war nur schwer von der SHB-Defensive in den Griff zu bekommen. „Da müssen wir künftig einfach besser verteidigen”, mahnte Kieser. Ein Doppelschlag von Spielmacherin Carmen Siller bescherte schließlich ein torreiches 15:15 zur Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb es spannend: Die Führung wechselte stetig zwischen beiden Teams, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. SHB-Trainer Kieser konnte munter durchwechseln – ein Vorteil, den die Gäste nicht hatten. Doch die SHB schlug daraus kein Kapital. Im Angriff war man teils zu zaghaft, auch wenn die Trefferquote ordentlich blieb. Fünf Minuten vor dem Ende führten die Hausherrinnen noch mit einem Treffer und durften zumindest auf einen Punkt hoffen. Doch die überragende Anja Schwenk verwandelte ihre letzten beiden Strafwürfe – der zweite äußerst fragwürdig – zum umjubelten Auswärtssieg. Enttäuscht, aber kämpferisch standen die SHB-Damen nach Abpfiff vor den Fans. Aufgrund der gezeigten Leistung wäre mindestens ein Punkt verdient gewesen.

Trainer Sebastian Kieser analysierte danach ruhig: „Das war kein Auftakt nach Maß – ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. So war es eine unglückliche Niederlage.” Besonders die vielen Strafwürfe ärgerten ihn: „Neun Strafwürfe gegen uns sind zu viel – wir haben die Kreisläuferin nicht in den Griff bekommen.” Dennoch zieht er Positives: „Wir hatten eine gute Trefferquote im Angriff, aber wir müssen in der Verteidigung zulegen. Kein Beinbruch – wir richten den Blick nach vorne. Wir können mithalten und haben guten Handball gezeigt.”

Es spielten:

Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (2), Fleischer, Sahin, Schweda (2), Braun (1), Lier (n.e.), Brachert (5/2), Krempien (5), Frey (2), Schönefeldt (2), Lindenmaier (4), Siller (5)

  • Zeitstrafen: SHB: 4 (Schweda, Brachert, Frey, Siller) | HSG Bargau/Bettringen: 1
  • Strafwürfe: SHB: 2 (beide verwandelt) | HSG Bargau/Bettringen: 9 (7 verwandelt)
  • Zuschauer: 200
  • Schiedsrichter: Lars Stief und Edmund Krieg

SHB voll im Soll!

Da ist er! Der erste Sieg in der Verbandsliga – und das im dritten Spiel, was auch SHB-Trainer Sebastian Schmid nach dem Spiel begeisterte. „Je früher der erste Sieg fällt, umso besser – das bringt ein bisschen Ruhe rein”, sagte der 44-Jährige, der nach einem mitreißenden Spiel seiner Mannschaft am Ende einen deutlichen 37:32-Erfolg sah. Mit nun 3:3 Punkten aus den ersten drei Spielen ist man bei der SHB damit voll im Soll.

Vor knapp 250 Zuschauern waren die Fragezeichen in den Gesichtern der SHB relativ groß geschrieben. Nach dem Unentschieden gegen Bad Saulgau zum Auftakt und der deutlichen Niederlage zuletzt in Laupheim wusste man nicht so recht, was man gegen Bartenbach (ein Sieg, eine Niederlage) zu erwarten hatte. Bis auf Tristan Mannbeiß war der Kader zwar breit aufgestellt, unter der Woche fielen aber wegen Krankheit einige Spieler aus. Die Gäste reisten etwas ersatzgeschwächt nach Herbrechtingen, hatten aber mit dem Brüderpaar Marian und Nicola Rascher zwei oberligaerfahrene Ausnahmespieler in ihren Reihen, die früher für Schwäbisch Gmünd auf Torejagd gingen.

Konzentriert agierten die Hausherren von Beginn an und gaben richtig Gas. Gestützt auf eine gut stehende Abwehr mit einem herausragenden Torhüter Julius Beuthner, der einen Sahnetag erwischte, konnte man durch Treffer vom furios aufspielenden Rückraumduo Luca Ruoff und Tim Kraft einen 7:4-Vorsprung nach 10 Minuten herausspielen. Angeführt vom formstarken Spielmacher Lars Braun spielten sich die Blau-Weißen in einen kleinen Rausch und nutzten ihre Chancen im Angriff toll zur 13:7-Führung nach 20 Minuten. Beim 18:10-Rückraumknaller von Tim Kraft sah es für Bartenbach recht düster aus – der Vorsprung hätte bei besserer Chancenverwertung noch höher ausfallen können. Die Gäste fingen sich kurz vor der Pause und schafften es zumindest auf 5 Tore zum 20:15 zu verkürzen.

Schludrig gingen die Blau-Weißen dann in der zweiten Hälfte zunächst weiterhin mit ihren Chancen um, und Bartenbach witterte beim 22:18 plötzlich seine Chance. Tim Kraft und Lars Braun erstickten die Hoffnungen der Gäste sofort im Keim, und in der Abwehr wurde nun wieder energischer zugepackt. Julius Beuthner im SHB-Kasten hielt weiterhin stark, dennoch ging das Zittern beim 28:25 knapp 15 Minuten vor dem Ende wieder los. Ein Doppelschlag vom starken Kreisläufer Fabian Buntz verschaffte wieder Luft, doch Bartenbach ließ sich nicht abschütteln. Beim 34:32 knapp 6 Minuten vor dem Ende kam die Schlüsselszene: Gästespieler Gordian Müller sah Rot – die Überzahl nutzten die Hausherren konsequent. Buntz, Weller und Braun machten den Deckel auf den ersten Verbandsliga-Sieg endgültig drauf.

Nach seiner obligatorischen kleinen Verschnaufpause ging SHB-Trainer Sebastian Schmid in die Analyse. „Der Schlüssel war heute klar die Abwehr – auch wenn 32 Gegentore viel aussieht, aber wir spielen ein hohes Tempo und da bleiben Gegentore nicht aus”, so Schmid, der angesichts von 37 erzielten Toren auch mit seinem Angriff sehr zufrieden war. „Unsere Abwehr um einen toll haltenden Julius Beuthner war richtig gut, wobei ihm unsere Abwehr auch Sicherheit gegeben hat. Schlecht ist, dass Paddy Jäger eventuell länger verletzt ausfällt – das tut brutal weh”, ärgerte sich Schmid über den Ausfall seines Rückraumshooters. Dennoch blickt er positiv nach vorne: „Es war ein gutes Spiel heute, ich habe wenig zu meckern – wir haben viele gute Entscheidungen getroffen. Das nehmen wir mit in die nächsten Aufgaben.” Mit der gezeigten Leistung darf man bei der SHB auf weitere positive Ergebnisse hoffen.

Es spielten:

Beuthner und Gehringer im Tor; Buntz (5), Hauser (2), T. Kraft (9), Ruoff (5), Braun (8), Lindenmaier, R. Kraft (1), Mailänder, Mezencev, Soderer, Weller (3), Jäger, Akermann (3), Englisch (1)

  • Zeitstrafen: SHB: 1 (Mailänder) | TSV Bartenbach: 1
  • Strafwürfe: SHB: keine | TSV Bartenbach: 5 (alle verwandelt)
  • Zuschauer: 260
  • Schiedsrichter: Thomas Engel und Walter Linzenbold