Was für ein Krimi in Herbrechtingen! Die SHB-Herren 2 beweisen gegen den Spitzenreiter TSV 1899 Blaustein 3 enorme Moral und verwandeln einen sicher geglaubten Sieg der Gäste in ein dramatisches 23:23-Unentschieden.
Am Samstagnachmittag empfing unsere SHB 2 den Favoriten aus Blaustein. Die Vorzeichen waren klar: Der Tabellenführer wollte im Aufstiegsrennen nichts liegen lassen, während die SHB 2 jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt braucht. Mit einem im Vergleich zum Hinspiel auf fünf Positionen veränderten Kader startete das Team von Coach Mathias Sigl hochmotiviert in die Partie.
Augenhöhe in Durchgang Eins
Die 80 Zuschauer sahen von Beginn an eine Begegnung, die von starken Abwehrreihen geprägt war. Tore waren zunächst Mangelware, doch die SHB hielt voll dagegen. Nach 15 Minuten lag man knapp mit 5:4 vorne. Erst kurz vor der Pause gelang den Gästen ein 4:0-Lauf, wodurch die SHB mit einem minimalen Rückstand von 12:13 in die Kabinen gehen musste.
Die Wende nach dem Sechs-Tore-Rückstand
Der Start in die zweite Halbzeit verlief zunächst bitter. Obwohl Blaustein in Unterzahl agierte, bauten die Gäste ihre Führung konsequent aus. Beim Stand von 15:21 in der 45. Minute schien die Messe gelesen – Blaustein steuerte einem souveränen Auswärtssieg entgegen.
Doch wer die SHB in dieser Saison abgeschrieben hat, wurde eines Besseren belehrt. In einer fulminanten Schlussphase zündete das Team den Turbo:
Die Defensive stand wie ein Bollwerk.Vorne wurde jeder Abschluss konsequent gesucht. Ein unglaublicher 6:0-Lauf brachte die Halle zum Kochen.
Plötzlich war der Rückstand egalisiert, und die SHB ging in den letzten Minuten sogar in Führung! Die Sensation lag in der Luft.
Herzschlagfinale und gerechtes Remis
In einem offenen Schlagabtausch schenkten sich beide Teams nichts. Trotz leidenschaftlicher Bemühungen auf beiden Seiten blieb es beim 23:23. Ein Punkt, der sich für unsere Blau-Weißen aufgrund der Energieleistung fast wie ein Sieg anfühlt.
Besonders hervorzuheben ist die geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Auch wichtig war Rückkehrer Hamza Bayik der das junge Team mit seiner Erfahrung an die Hand nahm und mit starker Leistung voran ging.
STATISTIK ZUM SPIEL
| SG Herbrechtingen-Bolheim | TSV 1899 Blaustein |
| Endstand: 23:23 | Halbzeit: 12:13 |
| Zeitstrafen: 2 | Zeitstrafen: 2 |
Für die SHB spielten:
Lukas Wündisch (5), Peet Otto (4), Adam Agoston (2), Jakob Baumgartner (2), Hamza Bayik (2), Tim Hagenmaier (2), Raphael Mannbeiß (2), Lukas Gaschler (1), Niklas Gerstner (1), Samuel Kolb (1), Ruben Pflanz (1), Dominik Mittmann, Niclas Samuel Polzer, Maximilian Reith, Simon-Luca Dieter Schabel, Justin Vogel.
Ausblick: Mit diesem Rückenwind geht es am nächsten Samstagabend (28.02.) um 19:30 Uhr zum Derby gegen die SG Brenztal. Nach der Niederlage im Hinspiel brennt das Team auf Revanche, um weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln!
Was für eine Willensleistung! In einem packenden Bezirksliga-Duell bezwingt unsere SG Herbrechtingen-Bolheim die TSG Söflingen mit 31:29 (16:16) und behält die Punkte auf dem heimischen Parkett.
Nervenaufreibende erste Halbzeit
Vor gut 100 begeisterten Zuschauern startete unsere Mannschaft konzentriert in die Partie. Nach 15 Minuten lag die SG knapp mit 8:7 in Führung, doch dann folgte eine schwierige Phase. Die Gäste aus Söflingen nutzten eine kurze Unkonzentriertheit eiskalt aus und starteten einen gefährlichen 6-Tore-Lauf.
Erst in der 22. Minute gelang es uns, diesen Bann endlich zu brechen und den wichtigen Anschlusstreffer zum 9:11 zu markieren. Bis zum Pausenpfiff kämpfte sich das Team leidenschaftlich zurück, sodass es mit einem leistungsgerechten 16:16-Unentschieden in die Kabinen ging.
Coolness in der Crunchtime
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ein offener Schlagabtausch. Unsere Defensive stand nun jedoch stabiler, und im Angriff wurden konsequent die Lücken gesucht. Während die Gäste sich oft auf Einzelaktionen verlassen mussten, überzeugte unsere SG durch eine geschlossene Teamleistung, bei der fast jeder Spieler Torgefahr ausstrahlte.
Zur Mitte der zweiten Halbzeit gelang es uns, uns leicht abzusetzen. Diesen hart erarbeiteten Vorsprung gaben unsere Jungs nicht mehr aus der Hand. In einer fairen, aber intensiv geführten Schlussphase wurde der Torabstand auf zwei Treffer erhöht und der verdiente 31:29-Heimsieg sicher über die Zeit gebracht.
Die Fakten zum Spiel
SG Herbrechtingen-Bolheim – TSG Söflingen: 31:29 (16:16)
Kader SG Herbrechtingen-Bolheim: Lukas Wündisch (8), Tristan Mannbeiß (5), Peet Otto (5), Jakob Baumgartner (3), Tim Hagenmaier (3), Philipp Lindenmaier (3), Adam Agoston (1), Manuel Grüner (1), Samuel Kolb (1), Justin Vogel (1), Paul Baur, Philipp Bischoff, Lukas Gaschler, Dominik Mittmann, Ruben Pflanz, Simon-Luca Dieter Schabel.
Offizielle: Mathias Sigl, Michael Tschente
Zeitstrafen: 3 (SG) / 2 (TSG)
Zuschauer: 100
Nächste Herausforderung: Revanche gegen Blaustein
Der Blick geht sofort nach vorne: Am kommenden Samstag, den 21. Februar, empfangen wir um 16:00 Uhr den TSV 1899 Blaustein. Nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel haben wir hier noch eine Rechnung offen und wollen mit eurer Unterstützung den Schwung aus diesem Heimsieg mitnehmen!
Kommt in die Halle und feuert uns an! Gemeinsam für die SHB!
Männer Verbandsliga
SHB – TV Gerhausen 1900 44:28
Das war Werbung für den Handball! Das perfekte Spiel haben die Verbandsligahandballer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim vergangenen Samstag auf das Parkett der Bibrishalle gezaubert. Am Ende hieß es 44:28 gegen den chancenlosen Tabellennachbarn aus Gerhausen, an dem man somit in der Tabelle somit vorbeiziehen konnte. Über was sich Trainer Sebastian Schmid wunderte und warum er seine Mannschaft über den grünen Klee lobte.
Zugegeben, man wusste vor dem Spiel gegen den Angstgegner aus Gerhausen nicht so recht, wo man steht. Zwei Niederlagen im neuen Jahr standen gegen Spitzenteams zu Buche, aber gerade Gerhausen wollte man unbedingt schlagen, wäre da nicht die schlechte Bilanz gegen den Mitaufsteiger vom Blautopf. Lediglich ein Erfolg aus den letzten vier Spielen stand da zu Buche und deshalb hoffte man im SHB-Lager zumindest auf ein Spiel auf Augenhöhe. Personell konnte Trainer Sebastian Schmid bis auf Luca Hauser, der an einer Bänderverletzung laboriert und Dennis Weller alle aufbieten und auch die Trainingswoche lief zufriedenstellend. Das Hinspiel wurde in Gerhausen nach einer schwachen Angriffsleistung noch mit 21:27 verloren. „Im Hinspiel haben wir ohne Herz und Überzeugung gespielt. Da haben nicht sie uns geschlagen, sondern wir uns selber”, erinnerte sich Trainer Schmid und dieses Mal wollte man über das gefürchtete Tempospiel wieder zurück in die Erfolgsspur.
Das Spiel begann vor über 350 Zuschauern ausgeglichen und recht flott. Die erfahrenen Gerhauser Rückraumakteure stellten zunächst ihr Visier gut ein, aber auch die Gastgeber hatten immer die richtige Antwort parat.
Ab der 9.Minute legte man auch gestützt von Torhüter Alex Kovalchuk der einen guten Tag erwischte und unter Anderem in der ersten Halbzeit 3 Strafwürfe parierte eine Schippe drauf und war beim 12:7 durch den formstarken und sehr agilen Spielmacher Lars Braun schon komfortabel in Führung. Konzentriert spielten die Hausherren weiter ihre Angriffe aus und durch die verschiedenen Torschützen waren sie einfach schwer auszurechnen. Dennoch stachen die beiden Außenspieler Tristan Mannbeiß und Daniel Mezencev die am Ende bei insgesamt 16 Treffern landeten besonders heraus. Gerhausen machte sich durch unnötige Zeistrafen gegen Ende der ersten Halbzeit das Leben selber schwer und spielten den spielwütigen SHB-Spielern damit in die Karten. Beim 20:13 zur Pause war schon eine kleine Vorentscheidung gefallen.
Einen perfekten Start legten die Gastgeber nach der Pause hin und enteilten den überforderten Gästen nach knapp 5 Minuten schon auf 25:15. Gerhausen stemmte sich gegen die Kanterniederlage und kam zwar nochmal auf 28:21 heran, aber die Kräfte schwanden bei den routinierten Gästen und SHB Coach Schmid profitierte von der breiteren Bank und wechselte munter durch. „Alle haben performt, wenn man bedenkt, dass ich Spieler sogar schonen konnte und die eingewechselten ebenfalls brutal gut gespielt haben. Das war schon überragend”, freute sich Schmid über die spielstarke Breite seines Kaders. Der Ball lief weiter, die Fehler waren kaum vorhanden und Tor um Tor wurde der Gegner, der vor knapp einem Jahr in der Bibrishalle mit der fast identischen Mannschaft noch mit 15 Toren Unterschied triumphierte regelrecht aus der Halle geschossen. Am Ende standen 44 geworfene Tore gegen ein Team, welches man eigentlich viel stärker erwartet hatte. Aber vielleicht war die SHB einfach an diesem Tag zu stark für den Mitaufsteiger.
Trainer Sebastian Schmid kam aus dem Schwärmen auf jeden Fall nicht heraus. „Das hört man von mir selten, aber heute gibt es rein gar nix zu meckern”, lächelte der 44 jährige und fuhr ungewohnt euphorisch fort: „Wenn wir so wie heute spielen, was sicher nicht immer vor kommt, dann gibt es keine Mannschaft in der Liga, die uns schlagen kann”. Die Mannschaft wird für die tolle Leistung wieder entsprechend belohnt. „Die Wette bleibt natürlich bestehen. Heute wird auf dem Fasching gefeiert und am Dienstag wird gekickt”, steht Schmid zu seiner Zusage bei entsprechender Leistung den Handball gegen den Fußball zu tauschen. Eine willkommenen Abwechslung für seine wackeren Spieler, die am kommenden Wochenende in Winzingen beim Tabellenvorletzten einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen wollen. Mit 13:17 Punkten klettert die SHB auf den 10. Tabellenplatz und spielt für einen Aufsteiger weiterhin eine tolle Saison.
Es spielten Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz (3), Mannbeiß (9), T.Kraft, Ruoff (2), Braun (8), Lindenmaier (2), Englisch, R.Kraft, Mailänder (2), Mezencev (7), Soderer (4), Jäger (4), Ackermann (3/3)
Zeitstrafen: 4 (T.Kraft 2, Ruoff, Jäger) TV Gerhausen 1900: 8
Strafwürfe: SHB: 3 (alle verwandelt) TV Gerhausen 1900: 6 (3 verwandelt)
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Leandros Buri und Benjamin Hof vom SKV Eglosheim
Damen Oberliga
SHB – TV Gerhausen 1900 30:19
Zu Hause klappt es einfach. Den so wichtigen vierten Saisonsieg im sogenannten 4-Punkte-Spiel konnten die SHB Damen gegen den Tabellennachbarn Gerhausen einfahren. Beim deutlichen 30:19 zeigte der Aufsteiger eine konstant tolle Leistung und gewann auch in dieser Höhe völlig verdient. Über was sich Trainer Sebastian Kieser besonders freute und warum er entspannt nach vorne blickt.
„Da sieht man, wieviel Respekt die vor uns haben, das müssen wir heute auch auf die Platte bringen”, sagte Trainer Kieser vor dem Spiel zu seiner Mannschaft, denn bei Gerhausen kehrte zu diesem für beide Teams wichtigen Spiel mit Marie Prinz eine sehr gute Linkshänderin aus einer Babypause zurück. Zudem steht mit Alexandra Meisl bei den Gästen eine ehemalige Nationaltorhüterin zwischen den Pfosten. Auch wenn diese schon 48 Jahre alt ist, hat sie immer noch ein gutes Stellungsspiel.
Man war entsprechend gewarnt und schon beim Warm machen sah man, wie fokusiert und voller Vorfreude die Mannschaft war.
Personell konnte Trainer Kieser bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen und auch die Zuschauerränge in der Bibrishalle waren gut gefüllt. Da man das Hinspiel schon für sich knapp mit 23:21 entscheiden konnte, war die Hoffnung auch groß zu Hause ebenfalls die Punkte einzufahren.
Das Spiel begann zunächst sehr zerfahren und mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Linkshänderin Anne Schweda erzielte zwar nach 30 Sekunden schon den Führungstreffer, danach war es aber magere Handballkost, welche die Zuschauer serviert bekamen. Sabrina Krempien erhöhte nach 5 Minuten auf 2:0 und nach über 6 Minuten durften auch die Gäste das erste Mal jubeln. Die Abwehr der Hausherrinnen stand bombensicher und erlaubte erst nach fast 11 Minuten den zweiten Gegentreffer. Nach der 5:2 Führung durch die flinke Krempien nahm der Gästecoach schon früh im Spiel die Auszeit. „Wir haben endlich in der Defensive heute überzeugt”, freute sich der 46 jährige Kieser der beim 10:5 durch Carmen Siller doch schon sehr entspannt wirkte. Geduldig spielte der abstiegsbedrohte Aufsteiger weiter und konnte mit einer guten 15:11 Führung in die Pause gehen.
Den perfekten Start in die zweite Halbzeit legten dann Susi Frey und Marie Brachert hin. Auf der Anzeigetafel stand schon früh ein 18:11 und beim 22:14 durch Anki Lindenmaier in der 40. Minute legte der Trainer der Gerhauser schon wieder früh die grüne Karte zur Auszeit. Wie entfesselt spielten die Blau/Weißen aber weiter und ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Sehr geschlossen traten die Gastgeberinnen auf und Gerhausen fand kein Mittel gegen die gut gestaffelte Abwehr, welche tatsächlich ohne Zeitstrafe über 60 Minuten auskam.
Die Lockerheit und die Spielfreude ist wieder zurück bei den SHB Damen und so spielten sie auch den großen Vorsprung über das Ziel. Gelöst und voller Freude wurde im Kreis der wichtige Sieg gefeiert. In der Tabelle zieht man somit an Gerhausen vorbei und schöpft weiter große Hoffnung die Liga zu halten.
Trainer Sebastian Kieser analysierte ruhig und gewohnt sachlich die 60 Minuten Spielzeit. „Es war ein entspanntes Spiel für uns, weil wir über 60 Minuten heute dominiert haben und eine sehr gute Deckung gestellt haben”, freute sich der SHB Trainer über die konstante und geschlossene Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben geschafft, das Spiel der Gerhauser heute zu zerstören”, so Kieser der damit meinte, dass man die Rückraumschützen und das gefürchtete Kreisspiel des Turnvereines sehr gut im Griff hatte.
Linkshänderin Anne Schweda fasste das Spiel kurz und knapp zusammen. „Wir waren gut vorbereitet und hatten heute richtig Bock”. Bleibt zu Hoffen, dass der umgelegte Schalter auch in den nächsten Spielen noch umgelegt bleibt. Zumindest zu Hause muss man mit dem Aufsteiger immer rechnen. Schließlich wurden 3 der 4 gewonnen Spiele zu Hause erzielt. Am kommenden Wochenende muss man zum Tabellenletzten Kinzigtal und kann weiter wichtige Punkte sammeln.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (2), Fleischer (2), Sahin (1), Schweda (4), Brachert (5/1), Krempien (5), Schönefeldt, Lindenmaier (4), Frey (3), Siller (4/2)
Zeitstrafen: SHB: -keine- TV Gerhausen 1900: 3
Strafwürfe: SHB: 5 (3 verwandelt) TV Gerhausen 1900: 5 (4 verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Yannik Bauer und Maik Wörner vom VFL Pfullingen