Monthly Archives: Februar 2026

Start-Ziel-Sieg für die SHB Damen

SHB – TSV Köngen  35:23
Sie gewinnen wenn sie müssen. Die Oberligadamen der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim können Abstiegskampf. Nach dem deutlichen 35:23 Sieg gegen Köngen, einen weiteren direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt springt die Mannschaft von Trainer Sebastian Kieser zum ersten Mal in der Saison auf einen Nichtabstiegsplatz. Wie der SHB Coach seine Mannschaft vor dem Spiel motivierte und was ihn über 60 Minuten besonders freute.
Das Jahr 2026 ist bisher das Jahr des Aufsteigers. In 6 Spielen konnten die SHB-Damen bereits 8 Punkte sammeln und sind auf dem besten Wege im ersten Jahr Oberliga den Klassenerhalt zu schaffen. Auch wenn die Saison noch lange ist, überzeugt die eingespielte Mannschaft vor Allem gegen direkte Konkurrentinnen. Auch gegen den Drittletzten der Tabelle überzeugten die Blau/Weißen auf ganzer Linie und holten sich eine große Portion Selbstvertrauen.
Personell konnte Kieser wieder auf Hanna Grupp und Nilda Sahin setzen und auch Carmen Siller konnte mit bandagiertem Sprunggelenk erneut mitwirken. So war man wieder etwas breiter aufgestellt.
Als die Wochen der Wahrheit wurden die 3 nachfolgenden Heimspiele ausgerufen und mit einem Sieg und einer Niederlage kann man bisher im SHB-Lager gut leben. Trainer Sebastian Kieser wollte zu diesem wichtigen Spiel was besonderes machen und hängte ein Plakat mit dem Thema Abstiegskampf in die Kabine. „Ich will gar nicht groß darauf eingehen, aber es hat gefruchtet und kam in den Köpfen an”, freute sich Kieser, denn seine Mannschaft legte los wie die Feuerwehr und wollte gleich klare Verhältnisse gegen einen Gegner, wo man im Hinspiel noch mit einem Tor verloren hatte schaffen. Dort verschlief man die Anfangsphase nämlich komplett und dieses Mal machten es die SHB Damen besser. Trainer Kieser ließ mit einer offensiven Deckung beginnen. „Der Matchplan war, mit einer vorgezogenen Abwehr das Zentrum der Gäste dicht zu machen”, hatte sich Kieser überlegt und das Vorhaben ging sofort auf. Lindenmaier, Schweda und die spätere 12 fache Torschützin Marie Brachert bescherten ihrer Mannschaft einen tollen 4:1 Start und Köngen nahm schon nach 4 Minuten die Auszeit. Einmal ins Laufen gekommen wirbelten die Blau/Weißen vor über 300 Zuschauern in der Bibrishalle weiter und nach dem 9:2 durch die formstarke Susi Frey legte der Gästecoach nach 10 Minuten bereits zum zweiten Mal den grünen Karton zur Auszeit. „Die Laufbereitschaft war hoch und das Umschaltspiel funktionierte”, freute sich Kieser der sich im weiteren Verlauf beruhigt zurücklehnen konnte. Carmen Siller zog die Fäden auf Mitte und voller Spielfreude wurde zur Halbzeit bereits ein 9 Tore Vorsprung (21:12) herausgespielt. Natürlich war das eine kleine Vorentscheidung.
Dennoch mahnte Trainer Kieser in der Halbzeit zur Vorsicht. Nicht ausruhen und weiter Gas geben, war die Devise auch für die zweiten 30 Minuten und seine Mannschaft lieferte weiter. Trotz Manndeckung machte Marie Brachert weiter Druck aus dem Rückraum und auch ihre Mitspielerinnen hielten die Konzentration hoch. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung 13 Tore und Köngen konnte einem fast schon Leid tun. Am Ende war es ein hochverdienter und auch für die kommenden Aufgaben immens wichtiger Sieg. Die Freude war groß und der Lohn, ein Sprung auf den 10. Tabellenplatz.
Trainer Sebastian Kieser war voll des Lobes über seine Mannschaft. „Wir haben heute genau das umgesetzt was wir uns vorgenommen hatten”, freute sich der 46 jährige und fuhr schmunzelnd Fort: „Für die Zuschauer war es vielleicht heute etwas langweilig, aber ich habe lieber 2 Punkte mehr auf dem Konto”. Insgesamt lobte Kieser die tolle Mannschaftsleistung und sieht sein Team jetzt gewappnet für die weiteren wichtigen Spiele. „Wir können jetzt auch Pfullingen zu Hause schlagen und hoffen einfach weiter”, so Kieser in Sachen Klassenerhalt. Zu Hause fühlt sich die SHB jedenfalls mit 8 aus 12 Punkten jedenfalls Pudelwohl.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (2), Fleischer, Sahin, Schweda (1), Braun, Brachert (12/3), Krempien (4), Schönefeldt (2), Lindenmaier (5), Frey (4), Siller (5)
Zeitstrafen: SHB: 2 (Krempien, Lindenmaier)  TSV Köngen: 3
Strafwürfe: SHB: 5 (3 verwandelt)  TSV Köngen: 7 (5 verwandelt)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Julien Pilz und Yannik Pilz

WAHNSINNS-AUFHOLJAGD IN DER BIBRIS-HALLE: SHB ERKÄMPFT SICH PUNKT GEGEN DEN TABELLENFÜHRER

Was für ein Krimi in Herbrechtingen! Die SHB-Herren 2 beweisen gegen den Spitzenreiter TSV 1899 Blaustein 3 enorme Moral und verwandeln einen sicher geglaubten Sieg der Gäste in ein dramatisches 23:23-Unentschieden.

Am Samstagnachmittag empfing unsere SHB 2 den Favoriten aus Blaustein. Die Vorzeichen waren klar: Der Tabellenführer wollte im Aufstiegsrennen nichts liegen lassen, während die SHB 2 jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt braucht. Mit einem im Vergleich zum Hinspiel auf fünf Positionen veränderten Kader startete das Team von Coach Mathias Sigl hochmotiviert in die Partie.

Augenhöhe in Durchgang Eins

Die 80 Zuschauer sahen von Beginn an eine Begegnung, die von starken Abwehrreihen geprägt war. Tore waren zunächst Mangelware, doch die SHB hielt voll dagegen. Nach 15 Minuten lag man knapp mit 5:4 vorne. Erst kurz vor der Pause gelang den Gästen ein 4:0-Lauf, wodurch die SHB mit einem minimalen Rückstand von 12:13 in die Kabinen gehen musste.

Die Wende nach dem Sechs-Tore-Rückstand

Der Start in die zweite Halbzeit verlief zunächst bitter. Obwohl Blaustein in Unterzahl agierte, bauten die Gäste ihre Führung konsequent aus. Beim Stand von 15:21 in der 45. Minute schien die Messe gelesen – Blaustein steuerte einem souveränen Auswärtssieg entgegen.

Doch wer die SHB in dieser Saison abgeschrieben hat, wurde eines Besseren belehrt. In einer fulminanten Schlussphase zündete das Team den Turbo:

Die Defensive stand wie ein Bollwerk.Vorne wurde jeder Abschluss konsequent gesucht. Ein unglaublicher 6:0-Lauf brachte die Halle zum Kochen.

Plötzlich war der Rückstand egalisiert, und die SHB ging in den letzten Minuten sogar in Führung! Die Sensation lag in der Luft.

Herzschlagfinale und gerechtes Remis

In einem offenen Schlagabtausch schenkten sich beide Teams nichts. Trotz leidenschaftlicher Bemühungen auf beiden Seiten blieb es beim 23:23. Ein Punkt, der sich für unsere Blau-Weißen aufgrund der Energieleistung fast wie ein Sieg anfühlt.

Besonders hervorzuheben ist die geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Auch wichtig war Rückkehrer Hamza Bayik der das junge Team mit seiner Erfahrung an die Hand nahm und mit starker Leistung voran ging.

STATISTIK ZUM SPIEL

| SG Herbrechtingen-Bolheim | TSV 1899 Blaustein |

| Endstand: 23:23 | Halbzeit: 12:13 |

| Zeitstrafen: 2 | Zeitstrafen: 2 |

Für die SHB spielten:

Lukas Wündisch (5), Peet Otto (4), Adam Agoston (2), Jakob Baumgartner (2), Hamza Bayik (2), Tim Hagenmaier (2), Raphael Mannbeiß (2), Lukas Gaschler (1), Niklas Gerstner (1), Samuel Kolb (1), Ruben Pflanz (1), Dominik Mittmann, Niclas Samuel Polzer, Maximilian Reith, Simon-Luca Dieter Schabel, Justin Vogel.

Ausblick: Mit diesem Rückenwind geht es am nächsten Samstagabend (28.02.) um 19:30 Uhr zum Derby gegen die SG Brenztal. Nach der Niederlage im Hinspiel brennt das Team auf Revanche, um weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln!

Heimsieg in der Bibrishalle! SG setzt sich im Krimi gegen Söflingen durch

Was für eine Willensleistung! In einem packenden Bezirksliga-Duell bezwingt unsere SG Herbrechtingen-Bolheim die TSG Söflingen mit 31:29 (16:16) und behält die Punkte auf dem heimischen Parkett.

Nervenaufreibende erste Halbzeit

Vor gut 100 begeisterten Zuschauern startete unsere Mannschaft konzentriert in die Partie. Nach 15 Minuten lag die SG knapp mit 8:7 in Führung, doch dann folgte eine schwierige Phase. Die Gäste aus Söflingen nutzten eine kurze Unkonzentriertheit eiskalt aus und starteten einen gefährlichen 6-Tore-Lauf.

Erst in der 22. Minute gelang es uns, diesen Bann endlich zu brechen und den wichtigen Anschlusstreffer zum 9:11 zu markieren. Bis zum Pausenpfiff kämpfte sich das Team leidenschaftlich zurück, sodass es mit einem leistungsgerechten 16:16-Unentschieden in die Kabinen ging.

Coolness in der Crunchtime

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ein offener Schlagabtausch. Unsere Defensive stand nun jedoch stabiler, und im Angriff wurden konsequent die Lücken gesucht. Während die Gäste sich oft auf Einzelaktionen verlassen mussten, überzeugte unsere SG durch eine geschlossene Teamleistung, bei der fast jeder Spieler Torgefahr ausstrahlte.

Zur Mitte der zweiten Halbzeit gelang es uns, uns leicht abzusetzen. Diesen hart erarbeiteten Vorsprung gaben unsere Jungs nicht mehr aus der Hand. In einer fairen, aber intensiv geführten Schlussphase wurde der Torabstand auf zwei Treffer erhöht und der verdiente 31:29-Heimsieg sicher über die Zeit gebracht.

Die Fakten zum Spiel

SG Herbrechtingen-Bolheim – TSG Söflingen: 31:29 (16:16)

Kader SG Herbrechtingen-Bolheim: Lukas Wündisch (8), Tristan Mannbeiß (5), Peet Otto (5), Jakob Baumgartner (3), Tim Hagenmaier (3), Philipp Lindenmaier (3), Adam Agoston (1), Manuel Grüner (1), Samuel Kolb (1), Justin Vogel (1), Paul Baur, Philipp Bischoff, Lukas Gaschler, Dominik Mittmann, Ruben Pflanz, Simon-Luca Dieter Schabel.

Offizielle: Mathias Sigl, Michael Tschente

Zeitstrafen: 3 (SG) / 2 (TSG)

Zuschauer: 100

Nächste Herausforderung: Revanche gegen Blaustein

Der Blick geht sofort nach vorne: Am kommenden Samstag, den 21. Februar, empfangen wir um 16:00 Uhr den TSV 1899 Blaustein. Nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel haben wir hier noch eine Rechnung offen und wollen mit eurer Unterstützung den Schwung aus diesem Heimsieg mitnehmen!

Kommt in die Halle und feuert uns an! Gemeinsam für die SHB!

Die lange Reise hat sich gelohnt!

Damen Oberliga
SHB – HB Kinzigtal 38:33
Die Hoffnung ist zurück bei den Oberligahandballerinnen der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim. Nach dem insgesamt hart erkämpften 38:33 beim Tabellenletzten HB Kinzigtal
ist der Aufsteiger nur noch einen Punkt hinter den Nichtabstiegsplätzen und hofft den Rückenwind für die nächsten Aufgaben. Warum Trainer Sebastian Kieser in der Halbzeitpause lauter wurde und warum er sich über den Sieg nicht richtig freuen konnte.
Kinzigtal? Wo liegt denn das ungefähr? Die Spielerinnen der SHB wussten auch nur, dass es irgendwo im Schwarzwald ist. Auf jeden Fall ist es die weiteste Anreise in der Liga. Insgesamt 500 Kilometer und knapp 6 Stunden im Bus, stellten die Damen vor eine besondere Herausforderung. Gestützt auf die zuletzt tolle Leistung gegen Gerhausen zu Hause, wollte man gegen den Tabellenletzten natürlich nachlegen. Trainer Sebastian Kieser hatte solch weite Anreisen zwar schon in seiner Karriere, aber am Sonntag ist dies natürlich zusätzlich eine Herausforderung. „Wir sind um 10:30 Uhr schon los gefahren, was für das Spiel keine optimalen Voraussetzungen darstelle”, so der 46 jährige, der zumindest personell aus dem Vollen schöpfen konnte.
Die Anreisestrapazen merkte man seinen Spielerinnen auch zu Beginn der Partie deutlich an. Der abgeschlagene Tabellenletzte spielte munter und befreit auf. Die Mannschaft aus dem Schwarzwald führte während der gesamten ersten Halbzeit und stellte vor Allem die Abwehr der Gäste vor erhebliche Probleme. Beim 9:12 nach 20 Minuten hatte Kieser genug und nahm die Auszeit. „Wir werfen in der ersten Halbzeit Bälle am Tor vorbei und hatten etliche Ballverluste, das musste ich ansprechen”, ärgerte sich Kieser. Besser wurde es zunächst nicht. Zumindest ließ man die Gastgeberinnen nicht länger von der Leine. Beim 18:19 war nach 30 Minuten das muntere Scheibenschießen vorbei. „19 Gegentore gegen den Tabellenletzten war einfach schlecht! Da fand ich in der Halbzeit deutliche Worte”, sagte Kieser und appelierte an schnellere Beine in der Deckungsarbeit.
Ein 3:0 Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Krempien, Siller und Grupp bescherten schnell eine Führung und jetzt lief der Ball endlich flüssiger. Beim 25:21 nach 38 Minuten nahm der Gegner früh die Auszeit und das Spiel schien den erwarteten Verlauf zu nehmen. Die mit erst einem Saisonsieg ausgestatteten Gestgeberinnen ließen aber nicht locker. Beim 28:26 nach 45 Minuten spürten die Gäste wieder den Atem des Gegners im Nacken. Erneut musste ein 3:0 Lauf her um locker in die Schlussphase des Spieles gehen zu können. Die Hoffnung bei Trainer Kieser war, hinten raus die breitere Bank zu haben und diese Hoffnung bestätigte sich. Kinzigtal musste abreisen lassen und letztlich schaukelte die SHB, wo sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten den Sieg vollends locker nach Hause. Einziger Wehrmutstropfen war der verletzungsbedingte Ausfall von Carmen Siller, die sich während der Schlussphase am Sprunggelenk verletzte. „Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist”, so Kieser über die Verletzung seiner unverzichtbaren Spielmacherin. Deshalb war die Freude über den Sieg beim SHB-Trainer nicht ganz so groß.
In seiner Analyse blickte der 46 jährige Kieser aber dennoch zuversichtlich nach vorne. „Wir haben heute unser Ziel erreicht und das Ding geholt und sind wieder an den Nichtabstiegsplätzen dran”, freute sich Kieser nach dem Spiel, der jetzt auf eine kleine Siegesserie nach zuletzt 2 gewonnen Spielen hofft. „Unser Ziel ist weiter die Klasse zu halten, dafür haben wir heute wieder einen wichtigen Schritt gemacht”, so Kieser, der hofft nicht zu lange auf seine Spielmacherin verzichten zu müssen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung freute den Trainer, was seiner Meinung nach in den weiteren Spielen von großem Vorteil sein könnte.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (7), Fleischer (2), Schweda (1), Braun (1), Brachert (8/3), Krempien (2), Schönefeldt (3), Lindenmaier (3), Frey (3), Siller (8)
Zeitstrafen: SHB: 7  (Krempien 3, Fleischer, Braun, Frey, Siller)  HB Kinzigtal: 5
Zuschauer: 60
Schiedsrichter: Jan Glock und Maximilian Brodbek

SHB legt Auswärtsfluch ab!

Männer Verbandsliga
SHB – HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf  34:31
Aufatmen bei den Verbandsligahandballern der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim. Beim 8.Versuch Auswärts was Zählbares zu holen hat es endlich geklappt. Gegen den Tabellenvorletzten Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf musste man beim 34:31 zeitweise etwas zittern, letztlich war der Sieg aber so richtig nie in Gefahr. Über was sich Trainer Sebastian Schmid dennoch ärgerte und warum er seiner Mannschaft blind vertraut.
Mit den Pflichtaufgaben ist es immer so eine Sache. Man reist zum Vorletzten der Tabelle, hat das Hinspiel zu Hause mit 42:25 gewonnen, was soll denn groß schief gehen? Da lauern eben die Gefahren den Gegner zu unterschätzen, vor denen Trainer Schmid im Vorfeld gewarnt hatte. „Die sind heiß und wollen Revanche”, hatte der 44 jährige im Vorbericht des Gegners gelesen und tatsächlich trat die Dreier Spielgemeinschaft zunächst deutlich energischer als noch vor 4 Monaten in der Bibrishalle auf. Schmid, der personell bis auf den verletzten Luca Hauser in Bestbesetzung angetreten war musste schon nach 10 Minuten beim 3:8 Rückstand früh die Reisleine ziehen. „Wieder haben wir zu Beginn Auswärts ein anderes Gesicht gezeigt, als zu Hause”, ärgerte sich Schmid und beruhigte seine Mannschaft in der Auszeit.
Ein anschließender 6:0 Lauf der Gäste durch 5 verschiedene SHB-Schützen erhellten die Miene des Trainers zusehends und endlich war der Aufsteiger im Spiel. Der Ball lief nun deutlich flüssiger und auch der Chancenwucher minimierte sich. Vor allem der gut aufgelegte Rückraumschütze Patrick Jäger konnte mit seinen gefürchteten Würfen glänzen und so ging man mit einem beruhigenden 16:12 in die Pause.
Der stark spielende und spätere 10 fache Torschütze Lars Braun bescherte mit seinen beiden Treffern einen perfekten Start in die zweite Hälfte. Die Hausherren gaben sich aber nicht auf, sondern kamen in der Folge auf 3 Treffer (22:25) nach 43 gespielten Minuten heran. Wieder wurden zu viele Chancen vergeben und zudem der SHB Torhüter sträflich alleine gelassen. Trainer Sebastian Schmid nahm die Auszeit um seine Mannschaft erneut zu beruhigen und den Lauf der Hausherren zu stoppen. Rückraumshooter Luis Soderer übernahm nun Verantwortung und traf 3 Mal in Folge zum 29:23, was das Spiel zwar etwas beruhigte, aber noch nicht entschied, denn die Gastgeber gaben sich weiter nicht auf. Knapp 7 Minuten vor dem Ende stand es auf einmal 31:28 und erneut musste Schmid reagieren. Dieses Mal wurde der SHB-Coach etwas lauter bei seiner Ansprache und mahnt eindringlich die letzten Minuten konzentriert zu Ende zu spielen. Seine Mannschaft setzte dies glücklicherweise um und konnte das Spiel vollends nach Hause schaukeln. Die Freude über den ersten Auswärtserfolg war groß und man machte einen großartigen Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. Gebührend wurde anschließend gefeiert und die Mannschaft freut sich nun auf eine Fußballeinheit, welche letzte Woche noch wegen den Fechtertagen in der Bibrishalle ausfallen musste.
Trainer Sebastian Schmid war gewohnt ruhig und sachlich bei seiner Analyse zum Spiel. „Ich bin froh über den ersten Auswärtssieg und es war insgesamt in Ordnung was wir hinbekommen haben”, so der 44 jährige, der aber natürlich auch schonungslos den Finger in die Wunde legte. „Insgesamt haben wir heute zu viele Chancen liegen gelassen, aber wir haben einen weiteren wichtigen Schritt gemacht”. Man könnte bei der SHB auch sagen: „Pflichtaufgabe gemeistert”!
Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz, Mannbeiß (1/1), T.Kraft (1), Ruoff (2), Braun (10/2), Lindenmaier, Englisch (1), R.Kraft (4/1), Mailänder, Mezencev (3), Soderer (5), Jäger (7), Akermann
Zeitstrafen: SHB: 4 (Mezencev 2, Braun, Jäger)  HSG Wi/Wi/Do: 7  Rote Karte: Mück: 13. Minute
Strafwürfe: SHB: 8 (4 verwandelt)  HSG Wi/Wi/Do: 3 (alle verwandelt)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Koray Bahadir und Cemre Tuna

Der Lohn: Fasching und Fußball!

Männer Verbandsliga

SHB – TV Gerhausen 1900 44:28

Das war Werbung für den Handball! Das perfekte Spiel haben die Verbandsligahandballer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim vergangenen Samstag auf das Parkett der Bibrishalle gezaubert. Am Ende hieß es 44:28 gegen den chancenlosen Tabellennachbarn aus Gerhausen, an dem man somit in der Tabelle somit vorbeiziehen konnte. Über was sich Trainer Sebastian Schmid wunderte und warum er seine Mannschaft über den grünen Klee lobte.

Zugegeben, man wusste vor dem Spiel gegen den Angstgegner aus Gerhausen nicht so recht, wo man steht. Zwei Niederlagen im neuen Jahr standen gegen Spitzenteams zu Buche, aber gerade Gerhausen wollte man unbedingt schlagen, wäre da nicht die schlechte Bilanz gegen den Mitaufsteiger vom Blautopf. Lediglich ein Erfolg aus den letzten vier Spielen stand da zu Buche und deshalb hoffte man im SHB-Lager zumindest auf ein Spiel auf Augenhöhe. Personell konnte Trainer Sebastian Schmid bis auf Luca Hauser, der an einer Bänderverletzung laboriert und Dennis Weller alle aufbieten und auch die Trainingswoche lief zufriedenstellend. Das Hinspiel wurde in Gerhausen nach einer schwachen Angriffsleistung noch mit 21:27 verloren. „Im Hinspiel haben wir ohne Herz und Überzeugung gespielt. Da haben nicht sie uns geschlagen, sondern wir uns selber”, erinnerte sich Trainer Schmid und dieses Mal wollte man über das gefürchtete Tempospiel wieder zurück in die Erfolgsspur.
Das Spiel begann vor über 350 Zuschauern ausgeglichen und recht flott. Die erfahrenen Gerhauser Rückraumakteure stellten zunächst ihr Visier gut ein, aber auch die Gastgeber hatten immer die richtige Antwort parat.
Ab der 9.Minute legte man auch gestützt von Torhüter Alex Kovalchuk der einen guten Tag erwischte und unter Anderem in der ersten Halbzeit 3 Strafwürfe parierte eine Schippe drauf und war beim 12:7 durch den formstarken und sehr agilen Spielmacher Lars Braun schon komfortabel in Führung. Konzentriert spielten die Hausherren weiter ihre Angriffe aus und durch die verschiedenen Torschützen waren sie einfach schwer auszurechnen. Dennoch stachen die beiden Außenspieler Tristan Mannbeiß und Daniel Mezencev die am Ende bei insgesamt 16 Treffern landeten besonders heraus. Gerhausen machte sich durch unnötige Zeistrafen gegen Ende der ersten Halbzeit das Leben selber schwer und spielten den spielwütigen SHB-Spielern damit in die Karten. Beim 20:13 zur Pause war schon eine kleine Vorentscheidung gefallen.
Einen perfekten Start legten die Gastgeber nach der Pause hin und enteilten den überforderten Gästen nach knapp 5 Minuten schon auf 25:15. Gerhausen stemmte sich gegen die Kanterniederlage und kam zwar nochmal auf 28:21 heran, aber die Kräfte schwanden bei den routinierten Gästen und SHB Coach Schmid profitierte von der breiteren Bank und wechselte munter durch. „Alle haben performt, wenn man bedenkt, dass ich Spieler sogar schonen konnte und die eingewechselten ebenfalls brutal gut gespielt haben. Das war schon überragend”, freute sich Schmid über die spielstarke Breite seines Kaders. Der Ball lief weiter, die Fehler waren kaum vorhanden und Tor um Tor wurde der Gegner, der vor knapp einem Jahr in der Bibrishalle mit der fast identischen Mannschaft noch mit 15 Toren Unterschied triumphierte regelrecht aus der Halle geschossen. Am Ende standen 44 geworfene Tore gegen ein Team, welches man eigentlich viel stärker erwartet hatte. Aber vielleicht war die SHB einfach an diesem Tag zu stark für den Mitaufsteiger.

Trainer Sebastian Schmid kam aus dem Schwärmen auf jeden Fall nicht heraus. „Das hört man von mir selten, aber heute gibt es rein gar nix zu meckern”, lächelte der 44 jährige und fuhr ungewohnt euphorisch fort: „Wenn wir so wie heute spielen, was sicher nicht immer vor kommt, dann gibt es keine Mannschaft in der Liga, die uns schlagen kann”. Die Mannschaft wird für die tolle Leistung wieder entsprechend belohnt. „Die Wette bleibt natürlich bestehen. Heute wird auf dem Fasching gefeiert und am Dienstag wird gekickt”, steht Schmid zu seiner Zusage bei entsprechender Leistung den Handball gegen den Fußball zu tauschen. Eine willkommenen Abwechslung für seine wackeren Spieler, die am kommenden Wochenende in Winzingen beim Tabellenvorletzten einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen wollen. Mit 13:17 Punkten klettert die SHB auf den 10. Tabellenplatz und spielt für einen Aufsteiger weiterhin eine tolle Saison.

Es spielten Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz (3), Mannbeiß (9), T.Kraft, Ruoff (2), Braun (8), Lindenmaier (2), Englisch, R.Kraft, Mailänder (2), Mezencev (7), Soderer (4), Jäger (4), Ackermann (3/3)
Zeitstrafen: 4 (T.Kraft 2, Ruoff, Jäger) TV Gerhausen 1900: 8
Strafwürfe: SHB: 3 (alle verwandelt) TV Gerhausen 1900: 6 (3 verwandelt)
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Leandros Buri und Benjamin Hof vom SKV Eglosheim

Richtig Bock gehabt!

Damen Oberliga

SHB – TV Gerhausen 1900 30:19

Zu Hause klappt es einfach. Den so wichtigen vierten Saisonsieg im sogenannten 4-Punkte-Spiel konnten die SHB Damen gegen den Tabellennachbarn Gerhausen einfahren. Beim deutlichen 30:19 zeigte der Aufsteiger eine konstant tolle Leistung und gewann auch in dieser Höhe völlig verdient. Über was sich Trainer Sebastian Kieser besonders freute und warum er entspannt nach vorne blickt.

„Da sieht man, wieviel Respekt die vor uns haben, das müssen wir heute auch auf die Platte bringen”, sagte Trainer Kieser vor dem Spiel zu seiner Mannschaft, denn bei Gerhausen kehrte zu diesem für beide Teams wichtigen Spiel mit Marie Prinz eine sehr gute Linkshänderin aus einer Babypause zurück. Zudem steht mit Alexandra Meisl bei den Gästen eine ehemalige Nationaltorhüterin zwischen den Pfosten. Auch wenn diese schon 48 Jahre alt ist, hat sie immer noch ein gutes Stellungsspiel.
Man war entsprechend gewarnt und schon beim Warm machen sah man, wie fokusiert und voller Vorfreude die Mannschaft war.
Personell konnte Trainer Kieser bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen und auch die Zuschauerränge in der Bibrishalle waren gut gefüllt. Da man das Hinspiel schon für sich knapp mit 23:21 entscheiden konnte, war die Hoffnung auch groß zu Hause ebenfalls die Punkte einzufahren.

Das Spiel begann zunächst sehr zerfahren und mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Linkshänderin Anne Schweda erzielte zwar nach 30 Sekunden schon den Führungstreffer, danach war es aber magere Handballkost, welche die Zuschauer serviert bekamen. Sabrina Krempien erhöhte nach 5 Minuten auf 2:0 und nach über 6 Minuten durften auch die Gäste das erste Mal jubeln. Die Abwehr der Hausherrinnen stand bombensicher und erlaubte erst nach fast 11 Minuten den zweiten Gegentreffer. Nach der 5:2 Führung durch die flinke Krempien nahm der Gästecoach schon früh im Spiel die Auszeit. „Wir haben endlich in der Defensive heute überzeugt”, freute sich der 46 jährige Kieser der beim 10:5 durch Carmen Siller doch schon sehr entspannt wirkte. Geduldig spielte der abstiegsbedrohte Aufsteiger weiter und konnte mit einer guten 15:11 Führung in die Pause gehen.

Den perfekten Start in die zweite Halbzeit legten dann Susi Frey und Marie Brachert hin. Auf der Anzeigetafel stand schon früh ein 18:11 und beim 22:14 durch Anki Lindenmaier in der 40. Minute legte der Trainer der Gerhauser schon wieder früh die grüne Karte zur Auszeit. Wie entfesselt spielten die Blau/Weißen aber weiter und ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Sehr geschlossen traten die Gastgeberinnen auf und Gerhausen fand kein Mittel gegen die gut gestaffelte Abwehr, welche tatsächlich ohne Zeitstrafe über 60 Minuten auskam.
Die Lockerheit und die Spielfreude ist wieder zurück bei den SHB Damen und so spielten sie auch den großen Vorsprung über das Ziel. Gelöst und voller Freude wurde im Kreis der wichtige Sieg gefeiert. In der Tabelle zieht man somit an Gerhausen vorbei und schöpft weiter große Hoffnung die Liga zu halten.

Trainer Sebastian Kieser analysierte ruhig und gewohnt sachlich die 60 Minuten Spielzeit. „Es war ein entspanntes Spiel für uns, weil wir über 60 Minuten heute dominiert haben und eine sehr gute Deckung gestellt haben”, freute sich der SHB Trainer über die konstante und geschlossene Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben geschafft, das Spiel der Gerhauser heute zu zerstören”, so Kieser der damit meinte, dass man die Rückraumschützen und das gefürchtete Kreisspiel des Turnvereines sehr gut im Griff hatte.
Linkshänderin Anne Schweda fasste das Spiel kurz und knapp zusammen. „Wir waren gut vorbereitet und hatten heute richtig Bock”. Bleibt zu Hoffen, dass der umgelegte Schalter auch in den nächsten Spielen noch umgelegt bleibt. Zumindest zu Hause muss man mit dem Aufsteiger immer rechnen. Schließlich wurden 3 der 4 gewonnen Spiele zu Hause erzielt. Am kommenden Wochenende muss man zum Tabellenletzten Kinzigtal und kann weiter wichtige Punkte sammeln.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (2), Fleischer (2), Sahin (1), Schweda (4), Brachert (5/1), Krempien (5), Schönefeldt, Lindenmaier (4), Frey (3), Siller (4/2)
Zeitstrafen: SHB: -keine- TV Gerhausen 1900: 3
Strafwürfe: SHB: 5 (3 verwandelt) TV Gerhausen 1900: 5 (4 verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Yannik Bauer und Maik Wörner vom VFL Pfullingen