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Furiose SHB!

Männer Verbandsliga

SHB – SG Ober/Unterhausen 36:33

Wie ein Aufsteiger? So spielen die Verbandsligahandballer der SHB gerade keinesfalls! Beim 36:33 bestätigt die Mannschaft vom Trainergespann Sebastian Schmid und Michael Kling die
momentane gute Form und hat jetzt mit 19:19Punkten auf Platz 6 liegend weiterhin sehr gute Chancen im ersten Verbandsligajahr die Klasse zu halten. Warum Trainer Sebastian Schmid besonders froh ist und auf wen er sich im Härtefall gerade verlassen kann.

Das hätten sich die kühnsten SHB-Verantwortlichen sicher vor der Saison nicht träumen lassen. Nach 19 Spieltagen steht die Mannschaft im ersten Jahr Verbandsliga am vorderen Drittel der Tabelle und hat zudem mit 613:589 Toren ein hervorragendes Torekonto. Den Tempohandball, welchen Trainer Sebastian Schmid seit seinem Antritt seinen Spielern eingeimpft hat, trägt in dieser Liga mittlerweile gute Früchte. Im Schnitt wirft seine Mannschaft über 32 Tore und lässt die Gegner dabei auch immer ordentlich laufen. Gegen die spielstarke Spielgemeinschaft von Ober/Unterhausen hatte man zu Hause im Hinspiel in der letzten Sekunde mit 33:34 noch das Nachsehen. „Da haben wir noch eine Rechnung offen”, sagte Schmid vor dem Spiel und mit dem Sieg zuletzt gegen Pfullingen im Rücken reiste man bis auf Mailänder, Hauser und Englisch nach Lichtenstein-Unterhausen.
„Der Gegner ist eine Mannschaft auf Augenhöhe mit uns”, sagte Schmid und die Begegnung gestaltete sich von Beginn an sehr umkämpft und ausgeglichen. Nach knapp 8 Minuten lag die SHB mit 6:3 in Führung und ging schon von Beginn ein hohes Tempo. Die Hausherren ließen sich jedoch nicht abschütteln und waren beim 8:8 nach 12 Minuten wieder im Spiel. Der starke rechts Außen Daniel Mezencev, sowie SHB Motor Lars Braun und Wirbelwind Luca Ruoff stellen den alten Abstand von 3 Toren wieder her, welcher auch bis zur Pause beim 19:17 fast Bestand hatte. „Das war in den ersten 30 Minuten eine starke Angriffsleistung, auch wenn ich mit der Deckung nicht ganz zufrieden war”, fand Trainer Schmid ein kleines Haar in der Halbzeitsuppe.

Die zweite Hälfte war dann Spannung, Tempo, Leidenschaft im Spiel beider Teams. Für die knapp 250 Zuschauer war es schön anzuschauen, denn es fielen die Tore wie reife Früchte. Die SHB wirbelte und die heimstarken Gastgeber gingen das hohe Tempo lange mit. „Sie sind mit uns mitgerannt und haben lange das hohe Tempo gehalten”, zollte SHB Coach Schmid dem Gegner Respekt. Bis zum 29:29 knapp 8 Minuten vor der Pause ließen sich die Hausherren nicht abschütteln. Lars Braun und der formstarke und spätere 9 fache Torschütze Patrick Jäger mit einem Doppelpack zogen der SG Ober/Unterhausen beim 32:29 langsam den Zahn. Die Gastgeber legten nochmal die grüne Karte zur Auszeit, aber die SHB war im Lauf. Ganz wichtige Treffer steuerte auch links Außen Dennis Weller bei, der kurzfristig von Trainer Schmid zum Auswärtsspiel mitbeordert wurde. „Großer Respekt an Dennis Weller. Ich habe ihn kurzfristig aufgestellt und er macht am Ende zwei wichtige Tore. Das zeichnet uns im Moment aus, dass wir schwer auszurechnen sind”, so Schmid voller Stolz. Der zweite Auswärtserfolg in Folge sichert dem Aufsteiger erneut wichtige Punkte für den Klassenerhalt und enormen Rückenwind für das kommende Spiel gegen den Tabellendritten Deizisau.

SHB Coach Sebastian Schmid , der auch für die nächste Saison bereits bei der SHB zugesagt hat ist einfach glückselig im Moment. „Wir haben einen starken Angriff gespielt und haben nach einer starken Mannschaftsleistung verdient die Auswärtspunkte geholt”, analysierte der 45 jährige das Spiel kurz nach dem Abpfiff. Ein besonderes Lob hatte Schmid auch für seinen Co-Trainer Michael Kling parat. „Er ist für die Wechsel zuständig und hat wieder gute Entscheidungen getroffen”, freute sich Schmid, der jetzt den Fokus gleich aufs nächste Spiel legt. „Es war ein hartes Stück Arbeit und nach dem Spiel waren alle platt. Wir werden diese Woche regenerieren und uns auf Deizisau vorbereiten, denn so komfortabel wie es im Moment aussieht ist es nicht. Es sind noch einige Spiele und alles noch recht eng beieinander”, so Schmid mahnend.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz, Mannbeiß (2), T.Kraft (4), Ruoff (5), Braun (5), R.Kraft, Mezencev (6), Soderer, Weller (2), Jäger (9), Akermann (3/3)
Zeitstrafen: SHB: 5 (Mezencev 2, Buntz, T.Kraft, Jäger) Sg Ober/Unterhausen: 8
Strafwürfe: SHB: 3 (alle verwandelt) SG Ober/Unterhausen: 7 (5 verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Tim Fuchs aus Ditzingen und Philipp Hornek aus Marbach/Neckar

Erfolgreiches Derby!

SG Herbrechtingen/Bolheim 2 – TSG Schnaitheim 2 34:32

Im mit Spannung erwarteten Derby zwischen den Frauen 2 und der TSG Schnaitheim 2 zeigte die Mannschaft eine starke Reaktion auf die deutliche Hinspielniederlage, die man damals mit über zehn Toren Unterschied hinnehmen musste.

Von Beginn an war spürbar, dass die Heimfrauen dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden wollten. Mit viel Tempo im Angriff und einer aggressiven Abwehrarbeit setzte man die Gäste früh unter Druck. Zwischenzeitlich erspielte sich das Team eine Führung von sechs Toren und dominierte das Geschehen. Ein entscheidender Faktor in der ersten Halbzeit war Annika Thierer im Tor. Mit einer überragenden Leistung – darunter mehrere Paraden bei freien Würfen und Siebenmetern – gab sie der Mannschaft den nötigen Rückhalt.
Trotz einer etwas schwächeren Phase kurz vor der Pause ging es mit einer verdienten 18:16-Führung in die Halbzeit.

Die Frauen 2 verschliefen die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit. Es schlichen sich technische Fehler ein und ließen in der Abwehr die letzte Konsequenz vermissen. Die TSG nutzte diese Phase eiskalt aus und drehte das Spiel – zwischenzeitlich lag man sogar mit vier Toren im Rückstand.

Mit dem Wechsel im Tor kam neuer Schwung: Romina Häckler übernahm in der zweiten Halbzeit und zeigte ebenfalls eine überragende Leistung. Mit wichtigen Paraden brachte sie ihr Team zurück ins Spiel und setzte wichtige Impulse für die Aufholjagd.

Angetrieben von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und großem Kampfgeist kämpften sich die Frauen 2 Tor um Tor zurück. In der Schlussphase bewahrte das Team die Nerven, agierte wieder kompakter in der Abwehr und nutzte die Chancen konsequent. Am Ende belohnte sich die Damen für ihren Einsatz und gewann das umkämpfte Derby verdient mit 34:32.

Isabella Zeun (10), Lena Blickle (7), Ceyda Sahin (7), Leonie Lutz (4), Annika Arndt (3), Linda Stürtz (3), Mia Sophie Fust, Nathalie Gröner, Romina Häckler, Annika Thierer

Offizielle: Nadine Epple, Silke Koruza-Tscherpel

Pig Point gegen Pfullingen

Damen Oberliga

SHB – VFL Pfullingen 34:30

Wären doch alle Spiele zu Hause. Aus den 3 Heimspielen in Folge konnte die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim 4 Punkte holen und schraubten somit die Heimbilanz auf 10 von insgesamt geholten 14 Punkten. Gegen Pfullingen rutschte die Mannschaft von Trainer Sebastian Kieser nach dem 34:30 Erfolg in der Tabelle einen Platz nach oben und ist jetzt Neunter. Über was sich SHB Coach Kieser besonders freute und warum er jetzt in Puncto Klassenerhalt guter Dinge ist.

Wenn sie komplett sind, dann können sie mit jedem Gegner in der Oberliga mithalten. Es sind kräftezehrende Wochen in einer stark besetzten Liga, wo jede Spielerin teilweise ans Limit gehen muss. „Die Oberliga ist kein Zuckerschlecken”, sagte Teammanagerin Angelika Biller schon vor der Saison und in den Spielen sieht man, dass 60 oder 70 Prozent Leistung halt nicht reichen. „Wir müssen 60 Minuten unsere Top Leistung abliefern”, sagte auch Trainer Kieser und gegen die Gäste aus Pfullingen konnte man auch dank einer geschlossenen Leistung am Ende nur wieder über den gemeinsamen Kampf gewinnen.

Es war an Allerheiligen, letztes Jahr, als man in Pfullingen noch mit 32:34 das Nachsehen hatte. „Wir haben aus diesem Spiel gelernt und sind erneut hohes Tempo gegangen, aber wir haben einfach besser gedeckt als damals”, freute sich Kieser, der bis auf Nilda Sahin (Privat verhindert) auf alle Spielerinnen zurückgreifen konnte.
Los ging es vor über 200 Zuschauern in der Herbrechtinger Bibrishalle mit den Treffern von Lindenmaier und Krempien sehr gut, aber danach konnten die Gäste von den Stellungsfehlern in der SHB Defensive profitieren und lagen nach 6 Minuten 5:2 in Führung. Trainer Kieser nahm schon früh die Auszeit. „Ich musste die Mädels etwas einnorden, wo es hingeht im Spiel”, so der 47 jährige Kieser, der vor Allem die Abwehr offensiver einstellte. Der Ball lief nun deutlich besser und nach Toren von der formstarken Susi Frey, Carmen Siller, Marie Brachert und Anki Lindenmaier stand es nach knapp 14 Minuten 7:7. Das Spiel gestaltete sich sehr offen und war für die Zuschauer aufgrund des hohen Tempos beider Teams, schön anzuschauen. Mit 14:14 wurden leistungsgerecht die Seiten gewechselt.
Den Beginn in die zweiten 30 Minuten verschliefen die Blau/Weißen aber und lagen auf einmal 14:17zurück. Die Abwehr der SHB agierte weiter sehr offensiv, was Pfullingen gewollt aus dem Tritt brachte. Auch die Gäste versuchten in einer offensiven Deckung den Angriffswirbel der SHB zu stoppen. Das brachte wiederum Räume am Kreis, welche vor Allem Carmen Siller geschickt nutzte und Susi Frey am Kreis des Öfteren suchte und auch fand. Beim 24:20 durch Frey nach 45 Minuten war man im Soll und als knapp 10 Minuten vor dem Ende Sabrian Kempien zum 27:23 einwarf, war die Hoffnung groß den „Big Point” gegen den Tabellennachbarn zu landen. Das große Zittern begann aber nochmal, als sich Pfullingen 5 Minuten vor dem Ende auf einmal wieder auf 30:28 heran arbeitete. Siller und Grupp erstickten mit ihren Treffern sofort die Hoffnungen der Gäste die Punkte doch noch aus der Bibrishalle zu entführen im Keim. Am Ende war es ein toller Erfolg mit einer herausragenden Leistung aller Spielerinnen. Man hofft weiter unter dem Buigen, denn mit den zuletzt gezeigten Leistungen ist der Aufteiger einfach zurecht in der Oberliga und darf weiter vom Klassenerhalt träumen. Mit 14:22 Punkten rangiert man als Neunter auf einem Nichtabstiegsplatz und will den Schwung nun weiter mitnehmen.

Trainer Sebastian Kieser war nach dem Spiel voll des Lobes für seine Mannschaft. „Das war ein super Spiel von meiner Mannschaft”, beginnt Kieser seine Analyse und freute sich darüber, wie der Sieg zustande kam. „Ich bin vor Allem stolz darauf, dass meine Mannschaft die Vorgaben aus der Videoanalyse toll umgesetzt hat”. Auf das Vorhaben den Angriff der Gäste in Schach zu halten angesprochen, meinte Kieser: „Wir wollten mit der offensiven Deckung den Pfullingerinnen die Tiefe zu nehmen, das hat super funktioniert”, so der 47 jährige, der seine oft kritisierte Deckung lobte. „Auch wenn es vielleicht bei 30 Gegentoren nicht so aussihet, aber wir haben das Spiel heute über die Abwehr gewonnen”, weiß Kieser, der auch seine beiden Torhüterinnen lobte. „Pauline und Marielle haben gut gehalten und wir haben schöne Tore heraus gespielt und am Ende die Punkte verdient gegen einen spielstarken Gegner geholt”, so Kieser abschließend.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (2), Fleischer (1), Schweda (1), Braun, Brachert (9/3), Krempien (2), Schönefeldt (4), Lindenmaier (4), Frey (6), Siller (5/1)
Zeitstrafen: SHB: 3 (Fleischer, Lindenmaier, Frey) VFL Pfullingen: 2
Strafwürfe: SHB: 4 (alle verwandelt) VFL Pfullingen: 3 (einen verwandelt)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Tobias Glöggler und Patrick Klöffel von der TSG Söflingen

SHB lässt die Muskeln spielen!

Männer Verbandsliga

SHB – VFL Pfullingen 36:27

Das war vor Allem in der zweiten Halbzeit das fast perfekte Spiel der SHB-Verbandsligahandballer beim 36:27 Erfolg gegen die Drittligareserve des
VFL Pfullingen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte die Mannschaft des Trainergespannes Sebastian Schmid und Michael Kling das Spiel an sich reißen
und auch in dieser Höhe verdient gewinnen. Damit macht der Aufsteiger einen Satz auf den 7. Tabellenplatz und kommt weiter einen Schritt näher an den Klassenerhalt.
Für wen sich Sebastian Schmid besonders freute und wem der 45 jährige in seiner Analyse ein großes Lob aussprach.

Es ist die Ünbekümmertheit, welche die SHB im Moment auszeichnet. Nach 18 Spieltagen hat die SHB schon 17 Punkte gesammelt und ist damit auf einem guten Weg
im ersten Jahr die Verbandsliga zu halten. „Komfortabel ist es nicht, aber eine angenehme Ausganssituation”, beschreibt es Trainer Schmid und meint die Ausgeglichenheit der Liga.
Tatsächlich hat man nur 3 Punkte Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz, aber auch nur 3 Punkte Rückstand auf den 5. Platz. Es warten noch rassige Wochen auf die Blau/Weißen,
aber mit den zuletzt gezeigten Leistungen kann man unter dem Buigen bisher sehr zufrieden sein.

Personell konnte Trainer Schmid bis auf Luca Hauser, der noch an einer Sprunggelenksverletzung labortiert und auf Pascal Mailänder der beruflich verhindert war ansonsten auf alle
zurückgreifen. Vor knapp 250 Zuschauern ging das Spiel flott los. Angeführt vom emsigen Spielmacher Lars Braun lief es zunächst sehr gut für die Hausherren und beim 10:6 nach
15 Minuten hatte auch Patrick Jäger der am Ende mit 9 Treffern bester Schütze auf dem Feld war schon sein Visier mit 3 Treffern gut eingestellt. Danach schlich sich der Schlendrian
etwas ein und Pfullingen kam wieder heran. Beim 14:9 durch Tim Kraft in der in der 22. Minute war man wieder im Soll, musste aber erneut die jung und breit aufgestellten Gäste heran kommen
lassen. Das 15:14 war nach 30 Minuten Leistungsgerecht, aber Trainer Sebastian Schmid haderte mit den Chancen seines Teams. „Wir hätten viel früher das Spiel in die richtigen Bahnen
lenken können”, so der SHB Trainer der aber nach eigener Aussage in der Halbzeit ruhig blieb.

Zunächst blieb das Spiel weiter ausgeglichen. Ein sehr hohes Tempo gingen beide Teams und es fielen zur Freude der Zuschauer viele Tore. Bis zur 40. Minute spürten die Gastgeber
beim 21:20 den Atem des Gegners im Nacken. Luca Ruoff, Patrick Jäger und Luis Soderer mit einem Doppelschlag sorgten dann beim 25:21 knapp 17 Minuten vor dem Ende für etwas
entspanntere Gesichter beim Trainergespann der SHB. Pfullingen war angeknockt und ließ langsam aber sicher abreißen. Beim 30:24 durch Lars Braun in der 51. Minute nahm der Gästecoach
nochmal die Auzeit um vielleicht noch eine Wende herbei zuführen. Einmal im Laufen, hält die SHB nichts mehr auf. Den komfortablen Vorsprung ließen sich die wackeren SHB-Akteure
nicht mehr nehmen und gewannen letztlich deutlich gegen den Tabellennachbarn aus Pfullingen. Die SHB etabliert sich immer besser in der neuen Liga und spielt weiter einen attraktiven Handball
der klar die Handschrift des Trainers Schmid trägt.

Der Trainer war natürlich gelöst und lobte die Einstellung seiner Mannschaft. „Wir haben ein gutes Spiel in der Abwehr gemacht und alle Spieler die gespielt haben, haben ihre Aufgaben erfüllt”,
zeigte sich Schmid zufrieden mit der Mannschaftsleistung. „Das war ein wichtiger Sieg, wenn man die anderen Ergebnisse anschaut”, so Schmid weiter und meint damit die Punktgewinne direkter
Konkurrenten. Ein Lob hatte der 45 jährige noch parat. „Paddy Jäger hat ein tolles Spiel gemacht und auch Pascal Gehringer im Tor hat toll gehalten”, freute sich Schmid und hob noch ganz besonders
das Schiedsrichtergespann an diesem Abend hervor. „Erwähnenswert ist sicher die Leistung der beiden Unparteiischen die auch aus Pfullinger Sicht gut gepfiffen haben und eine klare Linie hatten”,sagte
Schmid, der in der Saison auch schon öfter mit den Schiedsrichtern hadern musste.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz (4), Mannbeiß (3), T.Kraft (3), Ruoff (5/1), Braun (6), Lindenmaier, Englisch, R.Kraft, Mezencev (2), Soderer (2), Weller, Jäger (9),
Akermann (2/2)
Zeitstrafen: SHB: 5 (Jäger 2, Mezencev, Kraft, Buntz) VFL Pfullingen: 5
Strafwürfe: SHB: 5 (3 verwandelt) VFL Pfullingen: 4 (3 verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Leandros Buri von der HB Ludwigsburg und Benjamin Hof vom SKV Eglosheim

Start-Ziel-Sieg für die SHB Damen

SHB – TSV Köngen  35:23
Sie gewinnen wenn sie müssen. Die Oberligadamen der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim können Abstiegskampf. Nach dem deutlichen 35:23 Sieg gegen Köngen, einen weiteren direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt springt die Mannschaft von Trainer Sebastian Kieser zum ersten Mal in der Saison auf einen Nichtabstiegsplatz. Wie der SHB Coach seine Mannschaft vor dem Spiel motivierte und was ihn über 60 Minuten besonders freute.
Das Jahr 2026 ist bisher das Jahr des Aufsteigers. In 6 Spielen konnten die SHB-Damen bereits 8 Punkte sammeln und sind auf dem besten Wege im ersten Jahr Oberliga den Klassenerhalt zu schaffen. Auch wenn die Saison noch lange ist, überzeugt die eingespielte Mannschaft vor Allem gegen direkte Konkurrentinnen. Auch gegen den Drittletzten der Tabelle überzeugten die Blau/Weißen auf ganzer Linie und holten sich eine große Portion Selbstvertrauen.
Personell konnte Kieser wieder auf Hanna Grupp und Nilda Sahin setzen und auch Carmen Siller konnte mit bandagiertem Sprunggelenk erneut mitwirken. So war man wieder etwas breiter aufgestellt.
Als die Wochen der Wahrheit wurden die 3 nachfolgenden Heimspiele ausgerufen und mit einem Sieg und einer Niederlage kann man bisher im SHB-Lager gut leben. Trainer Sebastian Kieser wollte zu diesem wichtigen Spiel was besonderes machen und hängte ein Plakat mit dem Thema Abstiegskampf in die Kabine. „Ich will gar nicht groß darauf eingehen, aber es hat gefruchtet und kam in den Köpfen an”, freute sich Kieser, denn seine Mannschaft legte los wie die Feuerwehr und wollte gleich klare Verhältnisse gegen einen Gegner, wo man im Hinspiel noch mit einem Tor verloren hatte schaffen. Dort verschlief man die Anfangsphase nämlich komplett und dieses Mal machten es die SHB Damen besser. Trainer Kieser ließ mit einer offensiven Deckung beginnen. „Der Matchplan war, mit einer vorgezogenen Abwehr das Zentrum der Gäste dicht zu machen”, hatte sich Kieser überlegt und das Vorhaben ging sofort auf. Lindenmaier, Schweda und die spätere 12 fache Torschützin Marie Brachert bescherten ihrer Mannschaft einen tollen 4:1 Start und Köngen nahm schon nach 4 Minuten die Auszeit. Einmal ins Laufen gekommen wirbelten die Blau/Weißen vor über 300 Zuschauern in der Bibrishalle weiter und nach dem 9:2 durch die formstarke Susi Frey legte der Gästecoach nach 10 Minuten bereits zum zweiten Mal den grünen Karton zur Auszeit. „Die Laufbereitschaft war hoch und das Umschaltspiel funktionierte”, freute sich Kieser der sich im weiteren Verlauf beruhigt zurücklehnen konnte. Carmen Siller zog die Fäden auf Mitte und voller Spielfreude wurde zur Halbzeit bereits ein 9 Tore Vorsprung (21:12) herausgespielt. Natürlich war das eine kleine Vorentscheidung.
Dennoch mahnte Trainer Kieser in der Halbzeit zur Vorsicht. Nicht ausruhen und weiter Gas geben, war die Devise auch für die zweiten 30 Minuten und seine Mannschaft lieferte weiter. Trotz Manndeckung machte Marie Brachert weiter Druck aus dem Rückraum und auch ihre Mitspielerinnen hielten die Konzentration hoch. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung 13 Tore und Köngen konnte einem fast schon Leid tun. Am Ende war es ein hochverdienter und auch für die kommenden Aufgaben immens wichtiger Sieg. Die Freude war groß und der Lohn, ein Sprung auf den 10. Tabellenplatz.
Trainer Sebastian Kieser war voll des Lobes über seine Mannschaft. „Wir haben heute genau das umgesetzt was wir uns vorgenommen hatten”, freute sich der 46 jährige und fuhr schmunzelnd Fort: „Für die Zuschauer war es vielleicht heute etwas langweilig, aber ich habe lieber 2 Punkte mehr auf dem Konto”. Insgesamt lobte Kieser die tolle Mannschaftsleistung und sieht sein Team jetzt gewappnet für die weiteren wichtigen Spiele. „Wir können jetzt auch Pfullingen zu Hause schlagen und hoffen einfach weiter”, so Kieser in Sachen Klassenerhalt. Zu Hause fühlt sich die SHB jedenfalls mit 8 aus 12 Punkten jedenfalls Pudelwohl.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (2), Fleischer, Sahin, Schweda (1), Braun, Brachert (12/3), Krempien (4), Schönefeldt (2), Lindenmaier (5), Frey (4), Siller (5)
Zeitstrafen: SHB: 2 (Krempien, Lindenmaier)  TSV Köngen: 3
Strafwürfe: SHB: 5 (3 verwandelt)  TSV Köngen: 7 (5 verwandelt)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Julien Pilz und Yannik Pilz

WAHNSINNS-AUFHOLJAGD IN DER BIBRIS-HALLE: SHB ERKÄMPFT SICH PUNKT GEGEN DEN TABELLENFÜHRER

Was für ein Krimi in Herbrechtingen! Die SHB-Herren 2 beweisen gegen den Spitzenreiter TSV 1899 Blaustein 3 enorme Moral und verwandeln einen sicher geglaubten Sieg der Gäste in ein dramatisches 23:23-Unentschieden.

Am Samstagnachmittag empfing unsere SHB 2 den Favoriten aus Blaustein. Die Vorzeichen waren klar: Der Tabellenführer wollte im Aufstiegsrennen nichts liegen lassen, während die SHB 2 jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt braucht. Mit einem im Vergleich zum Hinspiel auf fünf Positionen veränderten Kader startete das Team von Coach Mathias Sigl hochmotiviert in die Partie.

Augenhöhe in Durchgang Eins

Die 80 Zuschauer sahen von Beginn an eine Begegnung, die von starken Abwehrreihen geprägt war. Tore waren zunächst Mangelware, doch die SHB hielt voll dagegen. Nach 15 Minuten lag man knapp mit 5:4 vorne. Erst kurz vor der Pause gelang den Gästen ein 4:0-Lauf, wodurch die SHB mit einem minimalen Rückstand von 12:13 in die Kabinen gehen musste.

Die Wende nach dem Sechs-Tore-Rückstand

Der Start in die zweite Halbzeit verlief zunächst bitter. Obwohl Blaustein in Unterzahl agierte, bauten die Gäste ihre Führung konsequent aus. Beim Stand von 15:21 in der 45. Minute schien die Messe gelesen – Blaustein steuerte einem souveränen Auswärtssieg entgegen.

Doch wer die SHB in dieser Saison abgeschrieben hat, wurde eines Besseren belehrt. In einer fulminanten Schlussphase zündete das Team den Turbo:

Die Defensive stand wie ein Bollwerk.Vorne wurde jeder Abschluss konsequent gesucht. Ein unglaublicher 6:0-Lauf brachte die Halle zum Kochen.

Plötzlich war der Rückstand egalisiert, und die SHB ging in den letzten Minuten sogar in Führung! Die Sensation lag in der Luft.

Herzschlagfinale und gerechtes Remis

In einem offenen Schlagabtausch schenkten sich beide Teams nichts. Trotz leidenschaftlicher Bemühungen auf beiden Seiten blieb es beim 23:23. Ein Punkt, der sich für unsere Blau-Weißen aufgrund der Energieleistung fast wie ein Sieg anfühlt.

Besonders hervorzuheben ist die geschlossene Mannschaftsleistung, bei der sich fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Auch wichtig war Rückkehrer Hamza Bayik der das junge Team mit seiner Erfahrung an die Hand nahm und mit starker Leistung voran ging.

STATISTIK ZUM SPIEL

| SG Herbrechtingen-Bolheim | TSV 1899 Blaustein |

| Endstand: 23:23 | Halbzeit: 12:13 |

| Zeitstrafen: 2 | Zeitstrafen: 2 |

Für die SHB spielten:

Lukas Wündisch (5), Peet Otto (4), Adam Agoston (2), Jakob Baumgartner (2), Hamza Bayik (2), Tim Hagenmaier (2), Raphael Mannbeiß (2), Lukas Gaschler (1), Niklas Gerstner (1), Samuel Kolb (1), Ruben Pflanz (1), Dominik Mittmann, Niclas Samuel Polzer, Maximilian Reith, Simon-Luca Dieter Schabel, Justin Vogel.

Ausblick: Mit diesem Rückenwind geht es am nächsten Samstagabend (28.02.) um 19:30 Uhr zum Derby gegen die SG Brenztal. Nach der Niederlage im Hinspiel brennt das Team auf Revanche, um weitere wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln!

Heimsieg in der Bibrishalle! SG setzt sich im Krimi gegen Söflingen durch

Was für eine Willensleistung! In einem packenden Bezirksliga-Duell bezwingt unsere SG Herbrechtingen-Bolheim die TSG Söflingen mit 31:29 (16:16) und behält die Punkte auf dem heimischen Parkett.

Nervenaufreibende erste Halbzeit

Vor gut 100 begeisterten Zuschauern startete unsere Mannschaft konzentriert in die Partie. Nach 15 Minuten lag die SG knapp mit 8:7 in Führung, doch dann folgte eine schwierige Phase. Die Gäste aus Söflingen nutzten eine kurze Unkonzentriertheit eiskalt aus und starteten einen gefährlichen 6-Tore-Lauf.

Erst in der 22. Minute gelang es uns, diesen Bann endlich zu brechen und den wichtigen Anschlusstreffer zum 9:11 zu markieren. Bis zum Pausenpfiff kämpfte sich das Team leidenschaftlich zurück, sodass es mit einem leistungsgerechten 16:16-Unentschieden in die Kabinen ging.

Coolness in der Crunchtime

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ein offener Schlagabtausch. Unsere Defensive stand nun jedoch stabiler, und im Angriff wurden konsequent die Lücken gesucht. Während die Gäste sich oft auf Einzelaktionen verlassen mussten, überzeugte unsere SG durch eine geschlossene Teamleistung, bei der fast jeder Spieler Torgefahr ausstrahlte.

Zur Mitte der zweiten Halbzeit gelang es uns, uns leicht abzusetzen. Diesen hart erarbeiteten Vorsprung gaben unsere Jungs nicht mehr aus der Hand. In einer fairen, aber intensiv geführten Schlussphase wurde der Torabstand auf zwei Treffer erhöht und der verdiente 31:29-Heimsieg sicher über die Zeit gebracht.

Die Fakten zum Spiel

SG Herbrechtingen-Bolheim – TSG Söflingen: 31:29 (16:16)

Kader SG Herbrechtingen-Bolheim: Lukas Wündisch (8), Tristan Mannbeiß (5), Peet Otto (5), Jakob Baumgartner (3), Tim Hagenmaier (3), Philipp Lindenmaier (3), Adam Agoston (1), Manuel Grüner (1), Samuel Kolb (1), Justin Vogel (1), Paul Baur, Philipp Bischoff, Lukas Gaschler, Dominik Mittmann, Ruben Pflanz, Simon-Luca Dieter Schabel.

Offizielle: Mathias Sigl, Michael Tschente

Zeitstrafen: 3 (SG) / 2 (TSG)

Zuschauer: 100

Nächste Herausforderung: Revanche gegen Blaustein

Der Blick geht sofort nach vorne: Am kommenden Samstag, den 21. Februar, empfangen wir um 16:00 Uhr den TSV 1899 Blaustein. Nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel haben wir hier noch eine Rechnung offen und wollen mit eurer Unterstützung den Schwung aus diesem Heimsieg mitnehmen!

Kommt in die Halle und feuert uns an! Gemeinsam für die SHB!

Die lange Reise hat sich gelohnt!

Damen Oberliga
SHB – HB Kinzigtal 38:33
Die Hoffnung ist zurück bei den Oberligahandballerinnen der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim. Nach dem insgesamt hart erkämpften 38:33 beim Tabellenletzten HB Kinzigtal
ist der Aufsteiger nur noch einen Punkt hinter den Nichtabstiegsplätzen und hofft den Rückenwind für die nächsten Aufgaben. Warum Trainer Sebastian Kieser in der Halbzeitpause lauter wurde und warum er sich über den Sieg nicht richtig freuen konnte.
Kinzigtal? Wo liegt denn das ungefähr? Die Spielerinnen der SHB wussten auch nur, dass es irgendwo im Schwarzwald ist. Auf jeden Fall ist es die weiteste Anreise in der Liga. Insgesamt 500 Kilometer und knapp 6 Stunden im Bus, stellten die Damen vor eine besondere Herausforderung. Gestützt auf die zuletzt tolle Leistung gegen Gerhausen zu Hause, wollte man gegen den Tabellenletzten natürlich nachlegen. Trainer Sebastian Kieser hatte solch weite Anreisen zwar schon in seiner Karriere, aber am Sonntag ist dies natürlich zusätzlich eine Herausforderung. „Wir sind um 10:30 Uhr schon los gefahren, was für das Spiel keine optimalen Voraussetzungen darstelle”, so der 46 jährige, der zumindest personell aus dem Vollen schöpfen konnte.
Die Anreisestrapazen merkte man seinen Spielerinnen auch zu Beginn der Partie deutlich an. Der abgeschlagene Tabellenletzte spielte munter und befreit auf. Die Mannschaft aus dem Schwarzwald führte während der gesamten ersten Halbzeit und stellte vor Allem die Abwehr der Gäste vor erhebliche Probleme. Beim 9:12 nach 20 Minuten hatte Kieser genug und nahm die Auszeit. „Wir werfen in der ersten Halbzeit Bälle am Tor vorbei und hatten etliche Ballverluste, das musste ich ansprechen”, ärgerte sich Kieser. Besser wurde es zunächst nicht. Zumindest ließ man die Gastgeberinnen nicht länger von der Leine. Beim 18:19 war nach 30 Minuten das muntere Scheibenschießen vorbei. „19 Gegentore gegen den Tabellenletzten war einfach schlecht! Da fand ich in der Halbzeit deutliche Worte”, sagte Kieser und appelierte an schnellere Beine in der Deckungsarbeit.
Ein 3:0 Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit durch Krempien, Siller und Grupp bescherten schnell eine Führung und jetzt lief der Ball endlich flüssiger. Beim 25:21 nach 38 Minuten nahm der Gegner früh die Auszeit und das Spiel schien den erwarteten Verlauf zu nehmen. Die mit erst einem Saisonsieg ausgestatteten Gestgeberinnen ließen aber nicht locker. Beim 28:26 nach 45 Minuten spürten die Gäste wieder den Atem des Gegners im Nacken. Erneut musste ein 3:0 Lauf her um locker in die Schlussphase des Spieles gehen zu können. Die Hoffnung bei Trainer Kieser war, hinten raus die breitere Bank zu haben und diese Hoffnung bestätigte sich. Kinzigtal musste abreisen lassen und letztlich schaukelte die SHB, wo sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten den Sieg vollends locker nach Hause. Einziger Wehrmutstropfen war der verletzungsbedingte Ausfall von Carmen Siller, die sich während der Schlussphase am Sprunggelenk verletzte. „Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist”, so Kieser über die Verletzung seiner unverzichtbaren Spielmacherin. Deshalb war die Freude über den Sieg beim SHB-Trainer nicht ganz so groß.
In seiner Analyse blickte der 46 jährige Kieser aber dennoch zuversichtlich nach vorne. „Wir haben heute unser Ziel erreicht und das Ding geholt und sind wieder an den Nichtabstiegsplätzen dran”, freute sich Kieser nach dem Spiel, der jetzt auf eine kleine Siegesserie nach zuletzt 2 gewonnen Spielen hofft. „Unser Ziel ist weiter die Klasse zu halten, dafür haben wir heute wieder einen wichtigen Schritt gemacht”, so Kieser, der hofft nicht zu lange auf seine Spielmacherin verzichten zu müssen. Eine geschlossene Mannschaftsleistung freute den Trainer, was seiner Meinung nach in den weiteren Spielen von großem Vorteil sein könnte.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (7), Fleischer (2), Schweda (1), Braun (1), Brachert (8/3), Krempien (2), Schönefeldt (3), Lindenmaier (3), Frey (3), Siller (8)
Zeitstrafen: SHB: 7  (Krempien 3, Fleischer, Braun, Frey, Siller)  HB Kinzigtal: 5
Zuschauer: 60
Schiedsrichter: Jan Glock und Maximilian Brodbek

SHB legt Auswärtsfluch ab!

Männer Verbandsliga
SHB – HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf  34:31
Aufatmen bei den Verbandsligahandballern der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim. Beim 8.Versuch Auswärts was Zählbares zu holen hat es endlich geklappt. Gegen den Tabellenvorletzten Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf musste man beim 34:31 zeitweise etwas zittern, letztlich war der Sieg aber so richtig nie in Gefahr. Über was sich Trainer Sebastian Schmid dennoch ärgerte und warum er seiner Mannschaft blind vertraut.
Mit den Pflichtaufgaben ist es immer so eine Sache. Man reist zum Vorletzten der Tabelle, hat das Hinspiel zu Hause mit 42:25 gewonnen, was soll denn groß schief gehen? Da lauern eben die Gefahren den Gegner zu unterschätzen, vor denen Trainer Schmid im Vorfeld gewarnt hatte. „Die sind heiß und wollen Revanche”, hatte der 44 jährige im Vorbericht des Gegners gelesen und tatsächlich trat die Dreier Spielgemeinschaft zunächst deutlich energischer als noch vor 4 Monaten in der Bibrishalle auf. Schmid, der personell bis auf den verletzten Luca Hauser in Bestbesetzung angetreten war musste schon nach 10 Minuten beim 3:8 Rückstand früh die Reisleine ziehen. „Wieder haben wir zu Beginn Auswärts ein anderes Gesicht gezeigt, als zu Hause”, ärgerte sich Schmid und beruhigte seine Mannschaft in der Auszeit.
Ein anschließender 6:0 Lauf der Gäste durch 5 verschiedene SHB-Schützen erhellten die Miene des Trainers zusehends und endlich war der Aufsteiger im Spiel. Der Ball lief nun deutlich flüssiger und auch der Chancenwucher minimierte sich. Vor allem der gut aufgelegte Rückraumschütze Patrick Jäger konnte mit seinen gefürchteten Würfen glänzen und so ging man mit einem beruhigenden 16:12 in die Pause.
Der stark spielende und spätere 10 fache Torschütze Lars Braun bescherte mit seinen beiden Treffern einen perfekten Start in die zweite Hälfte. Die Hausherren gaben sich aber nicht auf, sondern kamen in der Folge auf 3 Treffer (22:25) nach 43 gespielten Minuten heran. Wieder wurden zu viele Chancen vergeben und zudem der SHB Torhüter sträflich alleine gelassen. Trainer Sebastian Schmid nahm die Auszeit um seine Mannschaft erneut zu beruhigen und den Lauf der Hausherren zu stoppen. Rückraumshooter Luis Soderer übernahm nun Verantwortung und traf 3 Mal in Folge zum 29:23, was das Spiel zwar etwas beruhigte, aber noch nicht entschied, denn die Gastgeber gaben sich weiter nicht auf. Knapp 7 Minuten vor dem Ende stand es auf einmal 31:28 und erneut musste Schmid reagieren. Dieses Mal wurde der SHB-Coach etwas lauter bei seiner Ansprache und mahnt eindringlich die letzten Minuten konzentriert zu Ende zu spielen. Seine Mannschaft setzte dies glücklicherweise um und konnte das Spiel vollends nach Hause schaukeln. Die Freude über den ersten Auswärtserfolg war groß und man machte einen großartigen Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. Gebührend wurde anschließend gefeiert und die Mannschaft freut sich nun auf eine Fußballeinheit, welche letzte Woche noch wegen den Fechtertagen in der Bibrishalle ausfallen musste.
Trainer Sebastian Schmid war gewohnt ruhig und sachlich bei seiner Analyse zum Spiel. „Ich bin froh über den ersten Auswärtssieg und es war insgesamt in Ordnung was wir hinbekommen haben”, so der 44 jährige, der aber natürlich auch schonungslos den Finger in die Wunde legte. „Insgesamt haben wir heute zu viele Chancen liegen gelassen, aber wir haben einen weiteren wichtigen Schritt gemacht”. Man könnte bei der SHB auch sagen: „Pflichtaufgabe gemeistert”!
Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz, Mannbeiß (1/1), T.Kraft (1), Ruoff (2), Braun (10/2), Lindenmaier, Englisch (1), R.Kraft (4/1), Mailänder, Mezencev (3), Soderer (5), Jäger (7), Akermann
Zeitstrafen: SHB: 4 (Mezencev 2, Braun, Jäger)  HSG Wi/Wi/Do: 7  Rote Karte: Mück: 13. Minute
Strafwürfe: SHB: 8 (4 verwandelt)  HSG Wi/Wi/Do: 3 (alle verwandelt)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Koray Bahadir und Cemre Tuna

Der Lohn: Fasching und Fußball!

Männer Verbandsliga

SHB – TV Gerhausen 1900 44:28

Das war Werbung für den Handball! Das perfekte Spiel haben die Verbandsligahandballer der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim vergangenen Samstag auf das Parkett der Bibrishalle gezaubert. Am Ende hieß es 44:28 gegen den chancenlosen Tabellennachbarn aus Gerhausen, an dem man somit in der Tabelle somit vorbeiziehen konnte. Über was sich Trainer Sebastian Schmid wunderte und warum er seine Mannschaft über den grünen Klee lobte.

Zugegeben, man wusste vor dem Spiel gegen den Angstgegner aus Gerhausen nicht so recht, wo man steht. Zwei Niederlagen im neuen Jahr standen gegen Spitzenteams zu Buche, aber gerade Gerhausen wollte man unbedingt schlagen, wäre da nicht die schlechte Bilanz gegen den Mitaufsteiger vom Blautopf. Lediglich ein Erfolg aus den letzten vier Spielen stand da zu Buche und deshalb hoffte man im SHB-Lager zumindest auf ein Spiel auf Augenhöhe. Personell konnte Trainer Sebastian Schmid bis auf Luca Hauser, der an einer Bänderverletzung laboriert und Dennis Weller alle aufbieten und auch die Trainingswoche lief zufriedenstellend. Das Hinspiel wurde in Gerhausen nach einer schwachen Angriffsleistung noch mit 21:27 verloren. „Im Hinspiel haben wir ohne Herz und Überzeugung gespielt. Da haben nicht sie uns geschlagen, sondern wir uns selber”, erinnerte sich Trainer Schmid und dieses Mal wollte man über das gefürchtete Tempospiel wieder zurück in die Erfolgsspur.
Das Spiel begann vor über 350 Zuschauern ausgeglichen und recht flott. Die erfahrenen Gerhauser Rückraumakteure stellten zunächst ihr Visier gut ein, aber auch die Gastgeber hatten immer die richtige Antwort parat.
Ab der 9.Minute legte man auch gestützt von Torhüter Alex Kovalchuk der einen guten Tag erwischte und unter Anderem in der ersten Halbzeit 3 Strafwürfe parierte eine Schippe drauf und war beim 12:7 durch den formstarken und sehr agilen Spielmacher Lars Braun schon komfortabel in Führung. Konzentriert spielten die Hausherren weiter ihre Angriffe aus und durch die verschiedenen Torschützen waren sie einfach schwer auszurechnen. Dennoch stachen die beiden Außenspieler Tristan Mannbeiß und Daniel Mezencev die am Ende bei insgesamt 16 Treffern landeten besonders heraus. Gerhausen machte sich durch unnötige Zeistrafen gegen Ende der ersten Halbzeit das Leben selber schwer und spielten den spielwütigen SHB-Spielern damit in die Karten. Beim 20:13 zur Pause war schon eine kleine Vorentscheidung gefallen.
Einen perfekten Start legten die Gastgeber nach der Pause hin und enteilten den überforderten Gästen nach knapp 5 Minuten schon auf 25:15. Gerhausen stemmte sich gegen die Kanterniederlage und kam zwar nochmal auf 28:21 heran, aber die Kräfte schwanden bei den routinierten Gästen und SHB Coach Schmid profitierte von der breiteren Bank und wechselte munter durch. „Alle haben performt, wenn man bedenkt, dass ich Spieler sogar schonen konnte und die eingewechselten ebenfalls brutal gut gespielt haben. Das war schon überragend”, freute sich Schmid über die spielstarke Breite seines Kaders. Der Ball lief weiter, die Fehler waren kaum vorhanden und Tor um Tor wurde der Gegner, der vor knapp einem Jahr in der Bibrishalle mit der fast identischen Mannschaft noch mit 15 Toren Unterschied triumphierte regelrecht aus der Halle geschossen. Am Ende standen 44 geworfene Tore gegen ein Team, welches man eigentlich viel stärker erwartet hatte. Aber vielleicht war die SHB einfach an diesem Tag zu stark für den Mitaufsteiger.

Trainer Sebastian Schmid kam aus dem Schwärmen auf jeden Fall nicht heraus. „Das hört man von mir selten, aber heute gibt es rein gar nix zu meckern”, lächelte der 44 jährige und fuhr ungewohnt euphorisch fort: „Wenn wir so wie heute spielen, was sicher nicht immer vor kommt, dann gibt es keine Mannschaft in der Liga, die uns schlagen kann”. Die Mannschaft wird für die tolle Leistung wieder entsprechend belohnt. „Die Wette bleibt natürlich bestehen. Heute wird auf dem Fasching gefeiert und am Dienstag wird gekickt”, steht Schmid zu seiner Zusage bei entsprechender Leistung den Handball gegen den Fußball zu tauschen. Eine willkommenen Abwechslung für seine wackeren Spieler, die am kommenden Wochenende in Winzingen beim Tabellenvorletzten einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen wollen. Mit 13:17 Punkten klettert die SHB auf den 10. Tabellenplatz und spielt für einen Aufsteiger weiterhin eine tolle Saison.

Es spielten Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz (3), Mannbeiß (9), T.Kraft, Ruoff (2), Braun (8), Lindenmaier (2), Englisch, R.Kraft, Mailänder (2), Mezencev (7), Soderer (4), Jäger (4), Ackermann (3/3)
Zeitstrafen: 4 (T.Kraft 2, Ruoff, Jäger) TV Gerhausen 1900: 8
Strafwürfe: SHB: 3 (alle verwandelt) TV Gerhausen 1900: 6 (3 verwandelt)
Zuschauer: 350
Schiedsrichter: Leandros Buri und Benjamin Hof vom SKV Eglosheim