Damen Oberliga
SHB – TSV Denkendorf 29:31
Sie trotzen allen Schwierigkeiten und halten immer sehr ordentlich mit. Nach der hohen Niederlage zuletzt gegen den Tabellenführer SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen ging es schon wieder gegen eine Spitzenmannschaft. Gegen den nach Punkten Tabellenzweiten TSV Denkendorf war man beim 29:31 wie so oft in dieser Saison wieder knapp dran was zu holen, musste am Ende aber die Punkte dem Gegner überlassen. Was Trainer Sebastian Kieser depremierend findet und woraus er in den nächsten Spielen Hoffnung schöpft.
Eine Reise zum Doppelspieltag mit den SHB Männern in den Kreis Esslingen, sollte eigentlich mit 4 Punkten für die Aufsteigerteams enden und trotz der hohen Hürde war die Hoffnung groß weitere Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Leider konnte Trainer Kieser personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Anki Lindenmaier fiel mit Knieverletzung aus, Carmen Siller war erheblich angeschlagen und spielte nur in der zweiten Halbzeit und fast nur in der Deckung und Torhüterin Marielle Serwe-Hug war privat verhindert. Die Mannschaft war aber hoch motiviert und bot dem Gegner, welcher im Hinspiel nur knapp in Herbrechtingen gewinnen konnte gleich von Beginn an Paroli. Nach einem Fehlstart (0:2) fing man sich sehr schnell und gestaltete das Spiel auf Augenhöhe mit den spielstarken Gastgeberinnen. „Wir haben eine tolle Abwehr gespielt und damit hatte Denkendorf in der 1.Halbzeit riesen Probleme”, analysierte Kieser, der aber auch wieder viele Fehlwürfe seiner Mannschaft sah. Mit einem 14:16 Rückstand ging es hoffnungsfroh in die Pause.
Bis zur 36. Minute beim 17:18 aus Sicht der Blau/Weißen war es dann ein ordentlicher Auftakt in die zweite Hälfte. „Wir hatten dann einen kleinen Bruch im Spiel”, ärgerte sich Trainer Kieser angesichts eines 5:0 Laufes der Denkendorferinnen zum 23:17. „In der Auszeit wurde es etwas lauter und unser Spiel wieder besser”, so Kieser zur folgerichtigen Unterbrechung. Hanna Grupp, Sabrina Kempien und Susanne Frey schafften den Anschluss (24:25) und als die spätere 10 fache Torschützin Marie Brachert nach einer Denkendorfer Auszeit sogar zum 28:28 Ausgleich treffen konnte, war der Jubel und die Hoffnung groß eine Überraschung zu schaffen. Die Kraftanstrengung war am Ende doch etwas zu hoch und Denkendorf hatte auch die breitere Bank um etwas glücklich die Punkte in der eigenen Halle zu behalten. Mit 15:27 Punkten hat man zwar weiter ein 3-Punkte-Polster auf den Drittletzten, aber auch 2 Spiele mehr als die Konkurrenz. Es bleibt weiter wahnsinnig spannend.
Trainer Sebastian Kieser ärgerte sich über die verpasste Möglichkeit was Zählbares zu holen. „Es ist depremierend ohne Punkt aus dem Spiel zu gehen, die Chance war groß, aber die vergebenen Chancen gaben am Ende den Ausschlag”, analysierte Kieser die verpasste Möglichkeit das Punktekonto aufzubessern. Große Hoffnung schöpft der 47 jährige aber aus dem beherztem Auftritt seiner Mannschaft. „Genau diese Leistung brauchen wir jetzt im nächsten Spiel gegen Heiningen. Es gibt jetzt nur noch Endspiele”, weiß Kieser und glaubt weiter an ein weiteres Jahr in der Oberliga.
Es spielten: Hirsch und Thierer im Tor; Grupp (2), Fleischer (1), Sahin (3), Schweda, Braun, Brachert (10/3), Krempien (5), Schönefeldt (1), Frey (6), Siller (1)
Zeitstrafen: SHB: 1 (Krempien) TSV Denkendorf: 2
Strafwürfe: SHB: 4 (3 verwandelt) TSV Denkendorf: 4 (3 verwandelt)
Zuschauer: 70
Schiedsrichter: Fabian Böck und Moritz Hafner


