Männer Verbandsliga
SHB – TV Reichenbach 31:35
Die zweite Niederlage in Folge kassierten die Verbandsligahandballer der SHB gegen den TV Reichenbach in eigener Halle. Beim 31:35 musste der Aufsteiger anerkennen, dass die Gäste am Ende einfach abgezockter waren. Somit hat die SHB einen erneuten Matchball für den Klassenerhalt verpasst, hat aber noch 4 weitere und sollte einen zumindest nutzen. Worüber sich Trainer Sebastian Schmid dennoch freute und was er von seiner Mannschaft in den nächsten Spielen erwartet.
„Insgesamt sieht man, dass wenn Mannschaften komplett spielen, diese abgezockter sind als wir”, sagte Trainer Sebastian Schmid nach dem Spiel und was er meinte war klar. Etablierte Teams wie Denkendorf oder Reichenbach (die letzten beiden SHB-Niederlagen), welche schon jahrelang auf Verbandsliga oder Oberliganiveau agieren sind der SHB einfach noch einen kleinen Schritt voraus. Einen guten Tag hatte man aber im Hinspiel erwischt und trotzte dem Tabellenvierten Reichenbach in eigener Halle einen Punkt ab. Personell ist bei der SHB weiterhin alles im Lot. Alle waren fit und hoch motiviert wieder ein positives Punktekonto zu erreichen. Vor über 250 Zuschauern in der Bibrishalle war kein Abtasten angesagt, sondern es ging gleich rasant zur Sache. Nach 10 Minuten hatten die Gäste von den nicht immer sattelfesten Unparteiischen, welche aus Österreich anreisten schon 3 Strafwürfe zugesprochen bekommen. Bis zum 9:9 durch Patrick Jäger war es nach 20 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe, ehe die Gäste mit ihrer starken Angriffsachse einen 4:0 Lauf zum 13:9 hinlegten. Das Trainerteam Schmid/Kling blieb aber ruhig und wechselte munter durch. Ein 3:0 Lauf der SHB bescherte den Anschluss und ein am Ende leistungsgerechtes 15:15 zur Halbzeitpause.
Die ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit ging es hin und her mit den Torerfolgen. Angetrieben vom formstarken Spielmacher Lars Braun blieb man beim 21:21 sehr gut im Spiel und verfiel zunächst nicht in Aktionismus. Ein Knackpunkt war dann sicherlich die Auszeit in der 48. Minute beim Stand von 25:27 aus Sicht der SHB. Die Unterbrechung nutzten die Gäste besser und bei Überzahl stellten sie auf 30:26 knapp 7 Minuten vor dem Ende. Ein Rückstand der sehr am weiteren Spiel der Hausherren nagte. Reichenbach verwaltete geschickt den herausgeworfenen Vorsprung und spielte die Angriffe sehr abgezockt aus. Am Ende war eine Aufholjagd nicht mehr möglich und der Gast nahm beide Punkte aus Herbrechtingen mit. Hängende Köpfe sah man bei Mannschaft und Trainerteam, aber hängen blieb eine ansprechende Leistung, wie auch Trainer Sebastian Schmid nach dem Spiel fand. „Im Vergleich zu letzter Woche war es eine Steigerung”, beginnt der 45 jährige seine Analyse und schiebt nach: „Wir müssen gegen solche Gegner ein sehr gutes Spiel abliefern. Wir haben ein solides bis gutes Spiel gemacht, was aber manchmal nicht reicht”, so Schmid weiter. „Die Mannschaft hat sich geärgert und ich habe micht geärgert. Der Ehrgeiz ist weiter da und das ist gut”, stellte Schmid fest und schickt eine Ansage für die letzten Spiele hinterher. „Wir haben jetzt Pause und es gibt keinen Grund hektisch zu werden. Wir müssen wieder mehr von unserer Art Handball zu spielen zeigen um im nächsten Spiel in Betzingen (Tabellennachbar) den Deckel drauf zu machen”.
Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz, Mannbeiß, Hauser (2), T.Kraft (7), Ruoff (2), Braun (6), Englisch, R.Kraft, Mailänder, Mezencev (5), Soderer, Weller, Jäger (5), Akermann (4/3)
Zeitstrafen: SHB: 8 (T.Kraft 2, R.Kraft 2, Englisch 2, Mezencev, Jäger) TV Reichenbach: 6
Strafwürfe: SHB: 3 (alle verwandelt) TV Reichenbach: 6 (alle verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedswrichter: Burkhard Alfter vom HC Lustenau und Selcuk Öztürk vom TS Dornbirn


