Frauen Oberliga
SHB – VFL Waiblingen 37:32
Klassenerhalt? Relagation? Abstieg?
Die Obrligadamen der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim haben ihre Hausaufgabe beim deutlichen 37:32 Heimsieg gegen die Reserve des
VFL Waiblingen erledigt. Leider hat im Gegenzug Pfullingen sein Heimspiel gegen Bargau/Bettringen gewonnen, so dass die Mannschaft von Trainer
Sebastian Kieser nachsitzen muss. Welche Konstellation jetzt auf die SHB zukommt und was Trainer Sebastian Kieser maßlos ärgert.
„Die Stimmung ist im Moment leider nicht so gut”, sagt SHB Trainer Kieser nach dem Spiel. Tatsächlich ist nach dem nie gefährdeten Sieg gegen
die Zeitligareserve Waiblingen warten angesagt. Der Aufsteiger hat nach einer verkorksten Vorrunde und nur 4 Punkten als Tabellenletzter nicht gut
in der neuen Liga begonnen. Angesichts von 17 Zählern in der Rückrunde hätten es die SHB Damen verdient in der Liga zu bleiben.
Im Spiel selber waren alle fokussiert und mit dem Fünkchen Resthoffnung, welche beim Parallelspiel Pfullingen gegen Bargau/Bettringen lag.
Leider leistete Bargau/Bettringen nicht die erforderliche Schützenhilfe. „Wenn man sieht, dass Bargau/Bettringen mit einer Rumpftruppe nach Pfullingen fährt,
dann grenzt das meiner Meinung nach schon etwas an Wettbewerbsverzerrung”, ärgerte sich der 48 jährige angesichts der Niederlage, welche seine Mannschaft nun
zum Nachsitzen zwingt.
Im Spiel selber hatte man zu keinem Zeitpunkt Probleme mit den ersatzgeschwächten Waiblingerinnen. Herausragend war die Torhüterleistung von Marielle
Serwe-Hug und die 14 Tore von Marie Brachert die sich bei der SHB sehr wohl fühlt und auch nächste Saison das Trikot der Blau/Weißen tragen wird. Insgesamt erzielte
Brachert sagenhafte 203 Tore in ihrer ersten Oberligasaison in 24 Spielen.
Die übrige Mannschaft konnte ebenfalls überzeugen und alle Feldspielerinnen konnten sich in die Torschützenliste eintragen. „Das war durch die Bank eine tolle Leistung. Wir haben das Spiel heute dominiert
und kontrolliert”, freute sich Kieser zwar über den deutlichen Sieg, machte sich aber gleichzeitig Gedanken über das „was wäre wenn…..!”
Denn wie in den Jahren zuvor steht man am Ende wieder ratlos da und weiß bis weit in den Juni rein nicht wie es weiter geht.
„Ich muss jetzt meine Mannschaft auf eine Relegation vorbereiten, wo wir selbst bei einem Erfolg nicht wissen, ob wir drin bleiben oder absteigen”, ärgert sich der 48 jährige, da
nämlich am 14.06.2026 eine Bundeligaquali gespielt wird und davon abhängt ob die SHB in der Oberliga bleibt, oder absteigt.
„Da muss man schon auch mal an den Verband appelieren, dass das Ganze mal überdacht wird. Die wissen gar nicht, was sie mit dieser andlosen Warterei den
Spielerinnen und Spieler zumuten”, sagt Kieser der auch die ökonomische Sichtweise in den Raum stellt. „Es entstehen für die Vereine enorme Kosten für Fahrten,
Schiedsrichter, Hallengebühren. Das ist für mich schon grenzwertig”, hebt Kieser mahnend den Finger in Richtung Handballverband.
Erreichen wird er wahrscheinlich nichts mit seiner Forderung, aber jetzt gilt es auch zunächst den vollen Fokus auf den Endspurt zu legen.
Das erste Spiel steigt am Vatertag gegen die Viertletzten der Oberligastaffel 1 TSV Rot-Malsch (bei Heidelberg). „Ich werde die Mannschaft für diese Spiele
aufrichten und versuchen die Köpfe frei zu bekommen”, sieht Kieser eine große Aufgabe für die Relegation, welche eventuell für die berühmte Katz sein könnte.
Wehmütig wurde es dann noch nach dem Spiel der Damen, als Moderatorin Marielle Serwe-Hug verdiente Spielerinnen verabschieden musste. Außenspielerin
Franziska Braun wird vom Handball kürzer treten, zudem werden Laura Lier und Steffi Renner nach ihren schweren Verletzungen ihre Karriere an den Nagel hängen müssen.
Spielmacherin Carmen Siller möchte nach eigener Angabe eine Auszeit vom Handball nehmen.
Der Abschied der genannten wird ein herber Verlust für die Mannschaft darstellen. Einen Neuzugang gibt es auch für nächste Saison. Vom Verbandsligaabsteiger Lehr, wird Rückraumspielerin Eva Blessing zu den
SHB-Damen dazu stoßen.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (1), Fleischer (1), Sahin (1), Schweda (3), Braun (2), Brachert (14/6), Krempien (6), Schönefeldt (1), Lindenmaier (2),
Frey (2), Siller (4)
Zeitstrafen: SHB: 3 (Grupp, Braun, Krempien) VFL Waiblingen: 2
Strafwürfe: SHB: 6 (alle verwandelt) VFL Waiblingen: 7 (alle verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: David Stäbler und Matthias Straub vom EK Bernhausen

