Männer Verbandsliga

SHB – TSV Bartenbach 29:38

Wie schon im ersten Spiel gegen Deizisau wurde der Trip nach Bartenbach zum Metzgersgang für die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim und somit ist der Fehlstart in das neue Jahr perfekt. Gegen Bartenbach hielt der Aufsteiger zwar eine Halbzeit lang gut mit, musste aber beim 29:38 die Überlegenheit des Aufstiegsfavoriten am Ende anerkennen. Warum Trainer Sebastian Schmid nicht zu sehr enttäuscht war und was ihn jetzt besonders ärgert.

„Der Gegner war einfach besser und das muss man auch anerkennen”, sagte Trainer Schmid nach dem Spiel und zollte dem ebenfalls als Aufsteiger gestarteten Team aus Bartenbach angesichts von jetzt 10 Siegen in Folge entsprechend Respekt. Die Reise in die Göppinger Parkhaushalle trat der SHB Troß mit gemischten Gefühlen an. Zwar konnte man das Hinspiel noch gewinnen, aber angesichts der Siegesserie der Bartenbacher wusste Schmid vorher, dass die Trauben wohl sehr hoch hängen würden. „Wir brauchen heute eine Leistung über 60 Minuten am oberen Limit um was zu holen”, war sich Schmid sicher.
Verzichten musste Schmid auf Kreisläufer Fabian Buntz wegen Verletzung und seinen Co-Trainer Michael Kling, der noch seine Sperre absitzen musste. Die erste Halbzeit gestaltete sich sehr ausgeglichen und ohne Respekt agierte der Gast zunächst. Das Spiel war sehr rasant und Torreich. Beim 16:18 war noch alles drin und Bartenbach entsprechend gewarnt.

Leider musste Trainer Schmid in der Folge ohne Luca Hauser auskommen, der sich am Sprunggelenk verletzte. Der Gastgeber agierte nun zielstrebiger und ließ den Ball nun deutlich besser laufen als noch in der ersten Hälfte. Der Rückstand wuchs entsprechend an und beim 19:26 schwand die Zuversicht doch noch was Zählbares zu holen. „Wir haben uns zwar nicht aufgegeben, aber wir wussten dass wir es nicht drehen können”, sagte der 44 jährige Schmid, der zumindest die Moral seiner Spieler lobte. Am Ende stand eine verdiente Kanterniederlage und die Erkenntnis, dass man jetzt gegen zwei Topteams weniger spielen muss. Deshalb gilt der Fokus von Trainer Sebastian Schmid klar auf die nächsten vermeintlich leichteren Aufgaben. Leider hat die Mannschaft wieder eine Pause, welche schon zuletzt über Weihnachten nicht zur rechten Zeit kam und die Mannschaft aus den Tritt brachte.
„Die Pause kommt mir nicht gelegen, es wäre mir sehr recht, wenn es weiter gehen würde”, so Schmid, der aber hofft, dass in der Pause zumindest die entstandenen Wunden geleckt werden.
Über das Spiel meinte der SHB Coach: „Die Enttäuschung ist schon groß, aber sie wollen es jetzt zeigen, dass sie es besser können. Wenn wir die Leistung aus der ersten Halbzeit über 50-55 Minuten aufs Feld bringen, dann werden wir wieder gewinnen”, ist sich Schmid sicher, dass sich seine Mannschaft wieder aufrichtet und Punkte gegen den Abstieg sammelt.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Mannbeiß (3), Hauser (1), Kraft (4), Ruoff (3), Braun (5), Lindenmaier, Englisch (3), R.Kraft (2), Mailänder (1), Mezencev (2), Soderer (1), Weller, Jäger (1), Akermann (3/2)
Zeitstrafen: SHB: 4 (Ruoff, Mailänder, Weller, Jäger) TSV Bartenbach: 4
Strafwürfe: SHB: 4 (2 verwandelt) TSV Bartenbach: 4 (3 verwandelt)
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Sven Baier und Martin Hoss