Damen Oberliga
SHB – SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen 18:29

Ein Spiel, wo man nur lernen kann. Gegen den Ligaprimus und letztjährigen Regionalligisten SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen kämpften die Damen der SHB zwar wacker und verlangten dem Gegner vor Allem in der ersten Hälfte alles ab, aber am Ende musste man eine verdiente 18:29Niederlage einstecken. Warum SHB Trainer Sebastian Kieser dennoch nicht unzufrieden war und wen er besonders lobte.

Den Spruch: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nutzen”, traf es im Fall der Begegnung Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim gegen die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen im Vorfeld recht gut. Im Hinspiel musste man gegen den Ligaprimus eine herbe 26:42 Niederlage einstecken und auch für das Heimspiel war die Hoffnung nicht sehr groß eine Überraschung zu schaffen, dennoch war Sebastian Kieser dank eines vollen Kaders Hoffnungsfroh den Aufstiegsfavoriten zumindest etwas zu ärgern.
Das offensivstärkste Team der Liga konnte dann auch in den ersten 10 Minuten bei nur einem erzielten Tor gehalten werden. Im Gegenzug schafften Marie Brachert und Lisa Schönefeldt eine 4:1 Führung und die Gäste brauchten auch dank der Paraden von SHB Torhüterin Marielle Serwe-Hug lange um ins Spiel zu finden. Beim 5:5 nach 15 Minuten nahm Kieser eine Auszeit um seine Spielerinnen zu sortieren und weiter auf die bisher gute Deckungsarbeit einzuschwören. Bis zum 9:9 nach 23 Minuten hielt man das Spiel sehr offen, aber jetzt legte die mit ehemaligen 1. und 2. Liga gespickten Gegnerinnen einen Zahn zu. Ein 4:0 Lauf machte den guten Eindruck der SHB am Ende etwas zunichte, aber die Hoffnung lebte angesichts eines 9:13 Rückstandes. „Wir haben lange mitgehalten, was sehr positiv ist, aber am Ende die Arbeit mit technischen Fehlern wieder kaputt gemacht”, ärgerte sich der 47 jährige Kieser über das Ende der ersten 30 Minuten.

In der zweiten Hälfte versuchten die wackeren SHB-Damen weiter mit einer offensiven Deckung den Tabellenführer auf Distanz zu halten. Das gab Räume am Kreis, welche der Tabellenführer geschickt nutzte. Beim 11:18 nach 37 Minuten schien den SHB-Damen das Spiel komplett zu entgleiten. Bis zur 44. Minute konnte man dann ein weiteres davon ziehen des sicheren künftigen Meisters aufhalten. Danach bestraften die Gäste jede Nachlässigkeit mit Gegenstößen. Am Ende waren es 12 Kontertore des Tabellenführers und ein deutlicher Auswärtssieg gegen toll kämpfende SHB`lerinnen. Das man sich trotz des Rückstandes nie aufgab, macht auf jeden Fall Hoffnung im weiteren Kampf gegen den Abstieg.

Auch Trainer Sebastian Kieser hatte nur lobende Worte für seine Mannschaft übrig. „Unsere Abwehr war heute angesichts von nur 29 Gegentoren, gegen den offensivstärksten Gegner der Liga schon Klasse und macht Hoffnung auf die schweren Aufgaben im Abstiegskampf”, sagte Kieser nach dem Spiel und schiebt nach: „Heute haben wir gegen einen Gegner verloren, der eine hohe Qualität hat und sicher nach oben geht. Wir haben aber trotzdem ein gutes Spiel gemacht und gute Impulse in der Abwehr gesetzt”, freut sich Kieser und gibt sich weiter kämpferisch. „Wir werden das Spiel schnell abhaken und uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Wir versuchen die hohe Fehlerquote in den nächsten Spielen zu vermeiden und sind weiterhin guten Mutes”, gibt sich Kieser angesichts eines schweren Restprogrammes kämpferisch.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (1), Fleischer, Sahin (2), Schweda (1), Braun, Brachert (7/3), Krempien, Schönefeldt (1), Lindenmaier (2), Frey (1), Siller (3/2)
Zeitstrafen: SHB: 2 (Grupp, Fleischer) SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen: 2
Strafwürfe: SHB: 8 (5 verwandelt) SG H/H/K: 5 (3 verwandelt)
Zuschauer: 180
Schiedsrichter: Dennis Langer und Frank Zocholl