Damen Oberliga
SHB – VFL Pfullingen 34:30
Wären doch alle Spiele zu Hause. Aus den 3 Heimspielen in Folge konnte die Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim 4 Punkte holen und schraubten somit die Heimbilanz auf 10 von insgesamt geholten 14 Punkten. Gegen Pfullingen rutschte die Mannschaft von Trainer Sebastian Kieser nach dem 34:30 Erfolg in der Tabelle einen Platz nach oben und ist jetzt Neunter. Über was sich SHB Coach Kieser besonders freute und warum er jetzt in Puncto Klassenerhalt guter Dinge ist.
Wenn sie komplett sind, dann können sie mit jedem Gegner in der Oberliga mithalten. Es sind kräftezehrende Wochen in einer stark besetzten Liga, wo jede Spielerin teilweise ans Limit gehen muss. „Die Oberliga ist kein Zuckerschlecken”, sagte Teammanagerin Angelika Biller schon vor der Saison und in den Spielen sieht man, dass 60 oder 70 Prozent Leistung halt nicht reichen. „Wir müssen 60 Minuten unsere Top Leistung abliefern”, sagte auch Trainer Kieser und gegen die Gäste aus Pfullingen konnte man auch dank einer geschlossenen Leistung am Ende nur wieder über den gemeinsamen Kampf gewinnen.
Es war an Allerheiligen, letztes Jahr, als man in Pfullingen noch mit 32:34 das Nachsehen hatte. „Wir haben aus diesem Spiel gelernt und sind erneut hohes Tempo gegangen, aber wir haben einfach besser gedeckt als damals”, freute sich Kieser, der bis auf Nilda Sahin (Privat verhindert) auf alle Spielerinnen zurückgreifen konnte.
Los ging es vor über 200 Zuschauern in der Herbrechtinger Bibrishalle mit den Treffern von Lindenmaier und Krempien sehr gut, aber danach konnten die Gäste von den Stellungsfehlern in der SHB Defensive profitieren und lagen nach 6 Minuten 5:2 in Führung. Trainer Kieser nahm schon früh die Auszeit. „Ich musste die Mädels etwas einnorden, wo es hingeht im Spiel”, so der 47 jährige Kieser, der vor Allem die Abwehr offensiver einstellte. Der Ball lief nun deutlich besser und nach Toren von der formstarken Susi Frey, Carmen Siller, Marie Brachert und Anki Lindenmaier stand es nach knapp 14 Minuten 7:7. Das Spiel gestaltete sich sehr offen und war für die Zuschauer aufgrund des hohen Tempos beider Teams, schön anzuschauen. Mit 14:14 wurden leistungsgerecht die Seiten gewechselt.
Den Beginn in die zweiten 30 Minuten verschliefen die Blau/Weißen aber und lagen auf einmal 14:17zurück. Die Abwehr der SHB agierte weiter sehr offensiv, was Pfullingen gewollt aus dem Tritt brachte. Auch die Gäste versuchten in einer offensiven Deckung den Angriffswirbel der SHB zu stoppen. Das brachte wiederum Räume am Kreis, welche vor Allem Carmen Siller geschickt nutzte und Susi Frey am Kreis des Öfteren suchte und auch fand. Beim 24:20 durch Frey nach 45 Minuten war man im Soll und als knapp 10 Minuten vor dem Ende Sabrian Kempien zum 27:23 einwarf, war die Hoffnung groß den „Big Point” gegen den Tabellennachbarn zu landen. Das große Zittern begann aber nochmal, als sich Pfullingen 5 Minuten vor dem Ende auf einmal wieder auf 30:28 heran arbeitete. Siller und Grupp erstickten mit ihren Treffern sofort die Hoffnungen der Gäste die Punkte doch noch aus der Bibrishalle zu entführen im Keim. Am Ende war es ein toller Erfolg mit einer herausragenden Leistung aller Spielerinnen. Man hofft weiter unter dem Buigen, denn mit den zuletzt gezeigten Leistungen ist der Aufteiger einfach zurecht in der Oberliga und darf weiter vom Klassenerhalt träumen. Mit 14:22 Punkten rangiert man als Neunter auf einem Nichtabstiegsplatz und will den Schwung nun weiter mitnehmen.
Trainer Sebastian Kieser war nach dem Spiel voll des Lobes für seine Mannschaft. „Das war ein super Spiel von meiner Mannschaft”, beginnt Kieser seine Analyse und freute sich darüber, wie der Sieg zustande kam. „Ich bin vor Allem stolz darauf, dass meine Mannschaft die Vorgaben aus der Videoanalyse toll umgesetzt hat”. Auf das Vorhaben den Angriff der Gäste in Schach zu halten angesprochen, meinte Kieser: „Wir wollten mit der offensiven Deckung den Pfullingerinnen die Tiefe zu nehmen, das hat super funktioniert”, so der 47 jährige, der seine oft kritisierte Deckung lobte. „Auch wenn es vielleicht bei 30 Gegentoren nicht so aussihet, aber wir haben das Spiel heute über die Abwehr gewonnen”, weiß Kieser, der auch seine beiden Torhüterinnen lobte. „Pauline und Marielle haben gut gehalten und wir haben schöne Tore heraus gespielt und am Ende die Punkte verdient gegen einen spielstarken Gegner geholt”, so Kieser abschließend.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (2), Fleischer (1), Schweda (1), Braun, Brachert (9/3), Krempien (2), Schönefeldt (4), Lindenmaier (4), Frey (6), Siller (5/1)
Zeitstrafen: SHB: 3 (Fleischer, Lindenmaier, Frey) VFL Pfullingen: 2
Strafwürfe: SHB: 4 (alle verwandelt) VFL Pfullingen: 3 (einen verwandelt)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Tobias Glöggler und Patrick Klöffel von der TSG Söflingen


