Damen Oberliga

SHB – SG Dornstetten 35:31

Welch ein Befreiungsschlag! Das neue Jahr startet für die Oberligadamen der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim gleich mit einem Befreiungsschlag nach 8 Niederlagen in Folge. Beim 35:31 zu Hause gegen die SG Dornstetten legte der Aufsteiger eine fulminante zweite Halbzeit hin und rutscht in der Tabelle einen Rang nach oben auf den drittletzten Platz. Warum Trainer Sebastian Kieser gar kein so großer Stein vom Herzen fiel und wen er besonders lobte.

Selbstvertrauen? Fehlanzeige. Zu groß waren die Rückschläge im alten Jahr mit Verletzungen und Krankheiten, was sich dann auch in den negativen Ergebnissen wiederspiegelte. Nur 4 Punkte in der Vorrunde konnten niemanden zufrieden stellen und auch Kieser hinterfragte sich und stellte in der Spielpause an manchen Schräubchen. Ein klärendes Gespräch der Spielerinnen zwischen den Feiertagen schweiste enger zusammen und auch im Training zeigte sich der Wille den bevorstehenden Abstiegskampf anzunehmen.
Personell entspannte sich die Lage vor dem wichtigen Heimspiel gegen die SG Dornstetten glücklicherweise. Mit Hanna Grupp und Sabrina Krempien kehrten zwei wichtige Spielerinnen wieder zurück, was die Wechseloptionen erheblich verbesserte.
Die Ernüchterung folgte aber prompt. Nach 5 Minuten und einem 0:5 Rückstand knüpfte man zunächst nahtlos an die letzten Spiele an, aber danach fing sich das Team von Trainer Kieser zusehends und legte die Nervosität langsam ab.
Vor Allem das Zusammenspiel der Rückraumakteure Siller, Brachert und Schweda in Verbindung mit Kreisläuferin Frey klappte nun super und beim 5:7 nach 10 Minuten war man im Spiel. Der Gegner, der angesichts des 7. Tabellenplatzes unbeschwert aufspielte stellte die SHB Abwehr aber immer wieder vor gehörige Probleme. Nach 30 Minuten standen 18 Gegentreffer auf der Anzeigentafel, was Trainer Kieser etwas auf die Palme brachte. „18 Gegentore sind einfach viel zu viel”, kritisierte der 46 jährige seine Abwehr und sprach dies auch in der Pause deutlich an. „Da gab es klare Worte von mir in der Deckung konsequenter zu sein um den Rückstand aufzuholen”.

Die Körpersprache der Hausherrinnen war dann auch zu Beginn der zweiten Halbzeit ganz klar auf Alles oder nichts. Der Ball lief nun deutlich flüssiger und in der Abwehr wurde im Kollektiv sehr gut gearbeitet. Pauline Hirsch im SHB Kasten hielt was zu halten war und folgerichtig schmolz der Vorsprung der Gäste Tor und Tor. In der 51. Minute war es dann soweit. Rückraumass Marie Brachert konnte zur ersten viel umjubelten Führung im Spiel einwerfen. Die Zuversicht kehrte in die Gesichter der Spielerinnen zurück und auch Trainer Kieser konnte im Gegenzug immer wieder frische Kräfte bringen. Die Gäste ließen immer mehr nach und so konnten die Blau/Weißen am Ende mit 35:31 den dritten Saisonsieg feiern und holen sich endlich Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.

Trainer Sebastian Kieser war sehr froh über den Sieg und antwortete auf die Frage wie groß der Stein war der vom Herzen fiel wie folgt: „So groß war der Stein gar nicht, weil ich immer an die Mädels geglaubt habe und wusste, dass der Tag kommen würde, dass wir wieder gewinnen werden”, freute sich der 46 jährige über die immens wichtigen Punkte. Für ihn gab es eine wichtige Szene im Spiel. „Für mich war eine Zeitstrafe gegen die Bank der Gamechanger heute, weil da merklich ein Ruck durch die Mannschaft ging”, so Kieser der auch seine Spielmacherin Carmen Siller, Rückraumspielerin Marie Brachert und Kreisläuferin Susanne Frey besonders lobte. „Insgesamt war es aber eine geschlossenen Leistung und sehr wichtig für die Moral, weil sie sehen, dass sie es noch können und nebenbei ganz wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt wurden”, sagte Kieser abschließend. Den Rückenwind wollen die Damen jetzt natürlich mitnehmen und den Anschluss ans Mittelfeld herstellen.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (1), Fleischer, Sahin, Schweda (2), Braun (1), Brachert (12/3), Krempien (3), Schönefeldt (3), Lindenmaier (1), Frey (7), Siller (5/2)
Zeitstrafen: SHB: 2 (Krempien und Frey) SG Dornstetten: 6
Strafwürfe: SHB: 6 (5 verwandelt) SG Dornstetten: 2 (beide verwandelt)
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Dennis Langer und Frank Zocholl