Damen Oberliga
TSV Heiningen – SHB 34:24
SHB im Schock

Es liegen gebrauchte Wochen hinter den Damen der SHB. Mittlerweile wartet die Mannschaft von Trainer Sebastian Kieser seit 6 Spielen auf ein Erfolgserlebnis.
Auch gegen den TSV Heiningen gab es beim 24:34 eine sehr empfindliche Klatsche. Neben der Niederlage musste der Aufsteiger auch die erneute Knieverletzung
von Laura Lier verkraften, die wieder lange auszufallen droht. Was Trainer Sebastian Kieser jetzt machen will und warum die Pause jetzt zur rechten Zeit kommt.

„So wirklich ein Fazit vom Spiel kann ich im Moment gar nicht geben”, so ein immer noch geschockter SHB Trainer nach dem Abpfiff, für den das Spiel nach der erneut schweren
Knieverletzung von Laura Lier in den Hintergrund geriet. Mittlerweile ist es fast schon eine Seuche, die den Aufsteiger im Moment ereilt. Mit Hanna Grupp (Meniskus)
fiel ja schon eine Stammkraft länger aus und im Moment gibt es fast keine Spielerin bei der SHB, die nicht in irgendeiner Form angeschlagen ist.
Dennoch ging man hoffnungsfroh in das Spiel gegen den ehemaligen Regionalligisten der von der Tabelle her eigentlich auf Augenhöhe hätte sein können.
Die erste Hälfte war gefällig und wie erwartet ausgeglichen. In vergangenen Trainingsspielen konnte Heiningen schon bezwungen werden und auch dieses Mal war
die Hoffnung da, etwas zählbares zu holen. Nach 30 Minuten war man beim 14:17 noch in Schlagweite, wenngleich Trainer Kieser die vielen Gegentore ärgerten.

Auch die ersten 10 Minuten in Halbzeit zwei hielt der Aufsteiger gut mit und beim 19:22 war man immer noch gut dabei. Dann folgte aber der Verletzungsschock von
Laura Lier und die Mannschaft verlor in der Folge komplett den Faden. Ein 7:1 Lauf der Heininger zum 29:20 innerhalb von 10 Minuten reichte um den konsternierten
SHB-Spielerinnen den Zahn zu ziehen. Die teils verbliebenen angeschlagenen SHB-Akteure kämpften zwar wacker gegen die drohende Kanterniederlage an, aber in der
Schlussphase war nicht mehr drin, als den Gegner nicht weiter davon ziehen zu lassen. Am Ende stand eine um ein paar Tore zu hoch ausgefallene Niederlage und
ein ratloser Trainer Kieser, der in der spielfreien Zeit Aufbauarbeit bei seiner Mannschaft leisten muss.

Nach dem Spiel war Trainer Sebastian Kieser zunächst bedient und ärgerte sich über die Verletzung von Laura Lier. „Der Schock saß bei der Mannschaft tief und deshalb
wurde es auch hinten raus deutlich”, so der 46 jährige der sich auch über die Höhe der Niederlage ärgerte. „Es war eigentlich ein Gegner der schlagbar war, aber nach
der Verletzung von Lier rückte das Spiel etwas in den Hintergrund”, so Kieser weiter, der aufzählte, welche Spielerinnen im Moment angeschlagen waren. Da blieben nicht mehr
viel völlig gesunde Damen übrig. Auf die Frage nach dem Ausblick auf die nächsten Aufgaben meinte Kieser abschließend. „Es ist sehr gut, dass wir jetzt spielfrei sind, da liegt
der Fokus diese Woche auf Regeneration für die angeschlagenen Spielerinnen um dann nächste Woche effektiver trainieren zu können um die Konzentration auf den
nächsten Gegner zu legen”, hofft Kieser auf eine Wende in den letzten beiden Auswärtsspielen der Hinrunde.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Fleischer (1), Sahin (1), Schweda (8), Braun (1), Lier, Brachert (4/2), Krempien (4), Schönefeldt, Lindenmaier, Frey (1),
Siller (4)
Zeitstrafen: SHB: 6 (Krempien 2, Frey 2, Braun, Fleischer) TSV Heiningen: 3
Strafwürfe: SHB: 4 (2 verwandelt) TSV Heiningen: 8 (6 verwandelt)
Zuschauer: 80
Schiedsrichter: Alexander Siopidis und Moritz Werner