Männer Verbandsliga
SHB – HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf 34:31
Aufatmen bei den Verbandsligahandballern der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim. Beim 8.Versuch Auswärts was Zählbares zu holen hat es endlich geklappt. Gegen den Tabellenvorletzten Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf musste man beim 34:31 zeitweise etwas zittern, letztlich war der Sieg aber so richtig nie in Gefahr. Über was sich Trainer Sebastian Schmid dennoch ärgerte und warum er seiner Mannschaft blind vertraut.
Mit den Pflichtaufgaben ist es immer so eine Sache. Man reist zum Vorletzten der Tabelle, hat das Hinspiel zu Hause mit 42:25 gewonnen, was soll denn groß schief gehen? Da lauern eben die Gefahren den Gegner zu unterschätzen, vor denen Trainer Schmid im Vorfeld gewarnt hatte. „Die sind heiß und wollen Revanche”, hatte der 44 jährige im Vorbericht des Gegners gelesen und tatsächlich trat die Dreier Spielgemeinschaft zunächst deutlich energischer als noch vor 4 Monaten in der Bibrishalle auf. Schmid, der personell bis auf den verletzten Luca Hauser in Bestbesetzung angetreten war musste schon nach 10 Minuten beim 3:8 Rückstand früh die Reisleine ziehen. „Wieder haben wir zu Beginn Auswärts ein anderes Gesicht gezeigt, als zu Hause”, ärgerte sich Schmid und beruhigte seine Mannschaft in der Auszeit.
Ein anschließender 6:0 Lauf der Gäste durch 5 verschiedene SHB-Schützen erhellten die Miene des Trainers zusehends und endlich war der Aufsteiger im Spiel. Der Ball lief nun deutlich flüssiger und auch der Chancenwucher minimierte sich. Vor allem der gut aufgelegte Rückraumschütze Patrick Jäger konnte mit seinen gefürchteten Würfen glänzen und so ging man mit einem beruhigenden 16:12 in die Pause.
Der stark spielende und spätere 10 fache Torschütze Lars Braun bescherte mit seinen beiden Treffern einen perfekten Start in die zweite Hälfte. Die Hausherren gaben sich aber nicht auf, sondern kamen in der Folge auf 3 Treffer (22:25) nach 43 gespielten Minuten heran. Wieder wurden zu viele Chancen vergeben und zudem der SHB Torhüter sträflich alleine gelassen. Trainer Sebastian Schmid nahm die Auszeit um seine Mannschaft erneut zu beruhigen und den Lauf der Hausherren zu stoppen. Rückraumshooter Luis Soderer übernahm nun Verantwortung und traf 3 Mal in Folge zum 29:23, was das Spiel zwar etwas beruhigte, aber noch nicht entschied, denn die Gastgeber gaben sich weiter nicht auf. Knapp 7 Minuten vor dem Ende stand es auf einmal 31:28 und erneut musste Schmid reagieren. Dieses Mal wurde der SHB-Coach etwas lauter bei seiner Ansprache und mahnt eindringlich die letzten Minuten konzentriert zu Ende zu spielen. Seine Mannschaft setzte dies glücklicherweise um und konnte das Spiel vollends nach Hause schaukeln. Die Freude über den ersten Auswärtserfolg war groß und man machte einen großartigen Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz. Gebührend wurde anschließend gefeiert und die Mannschaft freut sich nun auf eine Fußballeinheit, welche letzte Woche noch wegen den Fechtertagen in der Bibrishalle ausfallen musste.
Trainer Sebastian Schmid war gewohnt ruhig und sachlich bei seiner Analyse zum Spiel. „Ich bin froh über den ersten Auswärtssieg und es war insgesamt in Ordnung was wir hinbekommen haben”, so der 44 jährige, der aber natürlich auch schonungslos den Finger in die Wunde legte. „Insgesamt haben wir heute zu viele Chancen liegen gelassen, aber wir haben einen weiteren wichtigen Schritt gemacht”. Man könnte bei der SHB auch sagen: „Pflichtaufgabe gemeistert”!
Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz, Mannbeiß (1/1), T.Kraft (1), Ruoff (2), Braun (10/2), Lindenmaier, Englisch (1), R.Kraft (4/1), Mailänder, Mezencev (3), Soderer (5), Jäger (7), Akermann
Zeitstrafen: SHB: 4 (Mezencev 2, Braun, Jäger) HSG Wi/Wi/Do: 7 Rote Karte: Mück: 13. Minute
Strafwürfe: SHB: 8 (4 verwandelt) HSG Wi/Wi/Do: 3 (alle verwandelt)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Koray Bahadir und Cemre Tuna


