SHB – TSV Denkendorf 29:38

Der Höhenflug der SHB Verbandsligamannschaft mit 3 Siegen in Folge fand bei der 29:38 Klatsche beim TSV Denkendorf ein jähes Ende. Alles was zuletzt so gut klappte, ließ die Mannschaft vom Trainerteam Sebastian Schmid und Michael Kling vermissen und so war die Niederlage am Ende auch in dieser Höhe verdient. Über was sich Trainer Sebastian Schmid besonders ärgerte und an was er jetzt vor Allem glaubt.

„Auch solche Spiele werden kommen”, sagte Trainer Schmid noch vor ein paar Wochen und das es jetzt mal wieder ein gebrauchtes Spiel gab, kann man im SHB-Lager angesichts eines ausgeglichenen Punktekontos relativ leicht verschmerzen. Personell konnte man sich im SHB-Lager entspannt zurücklehnen und auf alle Spieler zurückgreifen. Im Hinspiel holte man gegen die in der Tabelle hinter der SHB stehenden TSV Denkendorf beim 31:31 einen Punkt und Trainer Schmid warnte vor Allem vor einer Tatsache. „Sie hatten Verletzungspech zuletzt und einige Spieler kehren wieder zurück”, so Schmid, der weiß, dass die Mannschaft erheblich besser ist, als es der Tabellenplatz aussagt. Bis zum 8:9 aus Sicht der Blau/Weißen nach knapp 15 Minuten war es vor knapp 150 Zuschauern ein gefälliges und ausgeglichenes Spiel. Denkendorf unterbrach dann per Auszeit und von da an ging es für die SHB in eine katastrophale Richtung. Vorne wurden reihenweise Chancen liegen gelassen und Denkendorf bestrafte jeden Ballverlust knallhart. Beim 11:21 zur Pause war schon mehr als eine Vorentscheidung gefallen und die Frage war, wie sich die SHB in der zweiten Halbzeit angesichts des hohen Rückstandes präsentiert.

Die Körpersprache war jetzt nach einer emotionalen Ansprache vom Trainerteam wieder eine andere beim Aufsteiger und alle kämpften für eine Aufholjagd. Als Lars Braun nach 43 Minuten Spielzeit zum 20:26 Anschluss traf, keimte bei den Gästen tatsächlich eine leise Hoffnung auf, welche aber jäh mit wütenden Denkendorfer Angriffen zum 29:21 gestoppt wurde. Die Luft war raus und das Spiel plätscherte die letzten Minuten dahin. Denkendorf verwaltete den komfortablen Vorsprung und die SHB war bestrebt den Rückstand nicht größer werden zu lassen. Am Ende gewann man sogar die zweiten 30 Minuten mit einem Tor und hinterließ zumindest im kämpferischen Bereich einen guten Eindruck, auch wenn das angesichts der hohen Niederlage nur ein schwacher Trost war. Einziger SHB`ler mit Normalform war Tim Kraft, der sich am Ende mit 10 Treffern gegen das drohende Unheil nach Kräften wehrte.

Trainer Sebastian Schmid ärgerte sich zwar über die Art und Weise der Niederlage, war nach dem Spiel aber relativ schnell wieder gefasst. „Zum 1.Mal hatte ich heute das Gefühl, dass der Gegner den Sieg mehr will, als wir”, beginnt der 45 jährige seine Analyse und fährt fort: „Das heißt nicht, dass wir nicht wollten, aber Denkendorf hat einfach mehr investiert als wir”, so Schmid, der aber nicht groß den Finger in die Wunde legen wollte. „Es ist nichts passiert und wir machen da jetzt kein Drama draus. Wir hätten heute ewig spielen können und es wäre nichts dabei rumgekommen”, sagt Schmid, der auch solche Spiele natürlich mit eingeplant hatte als Aufsteiger. „Wir konzentrieren uns jetzt auf Reichenbach und werden da wieder ein anderes Gesicht zeigen”, ist Schmid überzeugt. Angesichts des 6.Tabellenplatzes und des hohen Vorsprungs auf die Abstiegsplätze verfällt der SHB-Coach sicher nicht in Panik.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor: Buntz, Mannbeiß (1), Hauser (1), T.Kraft (10), Ruoff (2), Braun (3), Englisch (1), R.Kraft (1), Mezencev (1), Soderer (1), Jäger (4), Akermann (4/4)