SHB – TSV Köngen  35:23
Sie gewinnen wenn sie müssen. Die Oberligadamen der Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim können Abstiegskampf. Nach dem deutlichen 35:23 Sieg gegen Köngen, einen weiteren direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt springt die Mannschaft von Trainer Sebastian Kieser zum ersten Mal in der Saison auf einen Nichtabstiegsplatz. Wie der SHB Coach seine Mannschaft vor dem Spiel motivierte und was ihn über 60 Minuten besonders freute.
Das Jahr 2026 ist bisher das Jahr des Aufsteigers. In 6 Spielen konnten die SHB-Damen bereits 8 Punkte sammeln und sind auf dem besten Wege im ersten Jahr Oberliga den Klassenerhalt zu schaffen. Auch wenn die Saison noch lange ist, überzeugt die eingespielte Mannschaft vor Allem gegen direkte Konkurrentinnen. Auch gegen den Drittletzten der Tabelle überzeugten die Blau/Weißen auf ganzer Linie und holten sich eine große Portion Selbstvertrauen.
Personell konnte Kieser wieder auf Hanna Grupp und Nilda Sahin setzen und auch Carmen Siller konnte mit bandagiertem Sprunggelenk erneut mitwirken. So war man wieder etwas breiter aufgestellt.
Als die Wochen der Wahrheit wurden die 3 nachfolgenden Heimspiele ausgerufen und mit einem Sieg und einer Niederlage kann man bisher im SHB-Lager gut leben. Trainer Sebastian Kieser wollte zu diesem wichtigen Spiel was besonderes machen und hängte ein Plakat mit dem Thema Abstiegskampf in die Kabine. „Ich will gar nicht groß darauf eingehen, aber es hat gefruchtet und kam in den Köpfen an”, freute sich Kieser, denn seine Mannschaft legte los wie die Feuerwehr und wollte gleich klare Verhältnisse gegen einen Gegner, wo man im Hinspiel noch mit einem Tor verloren hatte schaffen. Dort verschlief man die Anfangsphase nämlich komplett und dieses Mal machten es die SHB Damen besser. Trainer Kieser ließ mit einer offensiven Deckung beginnen. „Der Matchplan war, mit einer vorgezogenen Abwehr das Zentrum der Gäste dicht zu machen”, hatte sich Kieser überlegt und das Vorhaben ging sofort auf. Lindenmaier, Schweda und die spätere 12 fache Torschützin Marie Brachert bescherten ihrer Mannschaft einen tollen 4:1 Start und Köngen nahm schon nach 4 Minuten die Auszeit. Einmal ins Laufen gekommen wirbelten die Blau/Weißen vor über 300 Zuschauern in der Bibrishalle weiter und nach dem 9:2 durch die formstarke Susi Frey legte der Gästecoach nach 10 Minuten bereits zum zweiten Mal den grünen Karton zur Auszeit. „Die Laufbereitschaft war hoch und das Umschaltspiel funktionierte”, freute sich Kieser der sich im weiteren Verlauf beruhigt zurücklehnen konnte. Carmen Siller zog die Fäden auf Mitte und voller Spielfreude wurde zur Halbzeit bereits ein 9 Tore Vorsprung (21:12) herausgespielt. Natürlich war das eine kleine Vorentscheidung.
Dennoch mahnte Trainer Kieser in der Halbzeit zur Vorsicht. Nicht ausruhen und weiter Gas geben, war die Devise auch für die zweiten 30 Minuten und seine Mannschaft lieferte weiter. Trotz Manndeckung machte Marie Brachert weiter Druck aus dem Rückraum und auch ihre Mitspielerinnen hielten die Konzentration hoch. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung 13 Tore und Köngen konnte einem fast schon Leid tun. Am Ende war es ein hochverdienter und auch für die kommenden Aufgaben immens wichtiger Sieg. Die Freude war groß und der Lohn, ein Sprung auf den 10. Tabellenplatz.
Trainer Sebastian Kieser war voll des Lobes über seine Mannschaft. „Wir haben heute genau das umgesetzt was wir uns vorgenommen hatten”, freute sich der 46 jährige und fuhr schmunzelnd Fort: „Für die Zuschauer war es vielleicht heute etwas langweilig, aber ich habe lieber 2 Punkte mehr auf dem Konto”. Insgesamt lobte Kieser die tolle Mannschaftsleistung und sieht sein Team jetzt gewappnet für die weiteren wichtigen Spiele. „Wir können jetzt auch Pfullingen zu Hause schlagen und hoffen einfach weiter”, so Kieser in Sachen Klassenerhalt. Zu Hause fühlt sich die SHB jedenfalls mit 8 aus 12 Punkten jedenfalls Pudelwohl.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (2), Fleischer, Sahin, Schweda (1), Braun, Brachert (12/3), Krempien (4), Schönefeldt (2), Lindenmaier (5), Frey (4), Siller (5)
Zeitstrafen: SHB: 2 (Krempien, Lindenmaier)  TSV Köngen: 3
Strafwürfe: SHB: 5 (3 verwandelt)  TSV Köngen: 7 (5 verwandelt)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Julien Pilz und Yannik Pilz