Damen Oberliga
SHB – TSV Heiningen 34:31
Das war ein Big Point! Im sogenannten 4-Punkte-Spiel gegen den Tabellenanchbarn Heiningen mussten die Damen der SHB wieder einmal bis ans Limit gehen um sich beim 34:31 die beiden so wichtigen Punkte zu erkämpfen. Damit hat es der Aufsteiger bei noch 2 ausstehenden Spielen weiter selber in der Hand den Klassenerhalt zu schaffen. Wer der Sieggarant für Trainer Sebastian Kieser war und wer die Spielerinnen vor der Begegnung besonders motivierte.
Die Saison nagt an jeder einzelnen Spielerin. In den bisher 22 Spielen gab es zwar viel Licht aber auch deutlich mehr Schatten, doch die Mannschaft schlägt sich toll und hat mit 17:27 Punkten die Erwartungen bisher mehr als erfüllt. „Es wird eine Hammer Saison, wo wir jedes Mal 100 Prozent und mehr geben müssen”, prophezeite Trainer Sebastian Kieser bereits vor der Saison und er sollte recht behalten. Die Gäste des TSV Heiningen, welche vor 4 Jahren noch in der 3. Bundesliga spielten und letzte Saison aus der Regionalliga abstiegen, hatten einen Umbruch zu verzeichnen und hatten im Hinspiel beim 34:24 mehr als deutlich die Nase vorne. Trainer Sebastian Kieser, der nach nur einer Saison bei der SHB auf eigenen Wunsch bereits wieder aufhören wird konnte personell bis auf Anki Lindenmaier, die noch an ihrer Knieverletzung laboriert aus dem Vollen schöpfen. Auch seine wichtigste Stütze im Aufbauspiel Carmen Siller biss mit ihrer Handverletzung auf die Zähne und sollte ein wertvoller Trumpf im Angriffsspiel des Aufsteigers werden.
Bereits vor dem Spiel erhielt jede Spielerin von Kiesers Töchtern Mila und Mara ein Motivationszettelchen mit einem Spruch darauf. Eine tolle Idee der beiden 10 und 7 jährigen Trainertöchter, die sich für ihren Papa und seine Spielerinnen hier was tolles überlegt hatten.
Vor knapp 250 Zuschauern ging es in der Bibbrishalle von Beginn an umkämpft zur Sache. Bis zum 10:10 nach 18 Minuten verhängten die beiden Schiedsrichter bereits insgesamt 6 Strafwürfe und auch sonst merkte man die Wichtigkeit des Spieles deutlich in den umkämpften Aktionen. SHB Torhüterin Marielle Serwe-Hug hatte einen tollen Tag erwischt und konnte nicht nur 2 Strafwürfe parieren, sondern glänzte auch mit einigen Paraden aus dem Spiel heraus. Die SHB hatte mit den Rückraumassen Carmen Siller, Hanna Grupp, Marie Brachert und Susanne Frey am Kreis eine eingespielte und gefährliche Achse, welche die Gäste immer wieder vor Probleme stellte. Bis zur Pause konnte man eine hauchdünne 16:15 Führung herauswerfen.
„Unsere Abwehr war zu langsam und oft zu spät in der ersten Halbzeit, deshalb habe ich zu meiner Mannschaft gesagt, dass der Gegner wacher ist als wir”, so Kieser in seiner Ansprache in der Pause und tatsächlich war die Abwehr in der zweiten Hälfte bei den SHB-Damen deutlich beweglicher. Als Kreisläuferin Luisa Fleischer zum 22:19 nach 38 Minuten einwarf war der tolle Start in den zweiten Abschnitt des Spieles perfekt, doch Heiningen blieben mit ihren besten Spielerinnen Schloot und Biegert dran und glichen nach 45 Minuten zum 25:25 aus. Heiningen verlor in der Endphase des Spieles dann zwei gute Spielerinnen aufgrund einer Verletzung, blieben aber bis zum 29:29 knapp 10 Minuten vor dem Ende weiter im Spiel. „Ich musste die Abwehr umstellen, weil Marie Brachert 2 Zeitstrafen hatte”, sagte Kieser nach dem Spiel und Heiningen musste langsam abreißen lassen. Carmen Siller ging mit 2 Treffern voran und als Marie Brachert ihre Leistung mit dem 10.Treffer krönte, gab es kein Halten mehr. “Hier regiert die SHB….” schallte es durch die Halle und mit den Zuschauern wurde der 8. Saisonsieg gebührend gefeiert. Weiterhin beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz, welchen Köngen inne hat 3 Punkte, aber Köngen hat 3 Spiele weniger als die SHB. Es bleibt weiter sehr spannend.
Trainer Sebastian Kieser freute sich über die 2 Punkte und über die Chance weiter nach der ersten Saison den Klassenerhalt zu schaffen. „Wir sind heute als Mannschaft aufgetreten und auch deshalb bin ich sehr zufrieden mit der Leistung”, beginnt der 47 jährige seine Analyse und ergänzt: „Wir hatten keine Schwächephase heute und sind auch in den hitzigen Phasen ruhig geblieben”, so Kieser der ein Sonderlob an seine Angriffsachse los wurde. „Carmen hat heute auf die Zähne gebissen und tolle Lücken im Angriff gerissen”. Auf die letzten beiden Spiele angesprochen sagte Kieser zum Abschluss: „Wir haben jetzt 2 Endspiele, wo wir alles in der eigenen Hand haben. Mit unseren Voraussetzungen wäre ein Klassenerhalt eine riesen Sache”.
Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (7/1), Fleischer (4), Sahin (1), Schweda (1), Braun, Brachert (10/3), Krempien (4), Schönefeldt, Frey (3), Siller (4)
Zeitstrafen: SHB: 5 (Brachert 2, Frey 2, Krempien) TSV Heiningen: 5
Strafwürfe: SHB: 7 (4 verwandelt) TSV Heiningen: 7 (4 verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Kain Sauer und Thomas Ströh








