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SHB Damen beißen auf die Zähne!

Damen Oberliga

SHB – TSV Heiningen 34:31

Das war ein Big Point! Im sogenannten 4-Punkte-Spiel gegen den Tabellenanchbarn Heiningen mussten die Damen der SHB wieder einmal bis ans Limit gehen um sich beim 34:31 die beiden so wichtigen Punkte zu erkämpfen. Damit hat es der Aufsteiger bei noch 2 ausstehenden Spielen weiter selber in der Hand den Klassenerhalt zu schaffen. Wer der Sieggarant für Trainer Sebastian Kieser war und wer die Spielerinnen vor der Begegnung besonders motivierte.

Die Saison nagt an jeder einzelnen Spielerin. In den bisher 22 Spielen gab es zwar viel Licht aber auch deutlich mehr Schatten, doch die Mannschaft schlägt sich toll und hat mit 17:27 Punkten die Erwartungen bisher mehr als erfüllt. „Es wird eine Hammer Saison, wo wir jedes Mal 100 Prozent und mehr geben müssen”, prophezeite Trainer Sebastian Kieser bereits vor der Saison und er sollte recht behalten. Die Gäste des TSV Heiningen, welche vor 4 Jahren noch in der 3. Bundesliga spielten und letzte Saison aus der Regionalliga abstiegen, hatten einen Umbruch zu verzeichnen und hatten im Hinspiel beim 34:24 mehr als deutlich die Nase vorne. Trainer Sebastian Kieser, der nach nur einer Saison bei der SHB auf eigenen Wunsch bereits wieder aufhören wird konnte personell bis auf Anki Lindenmaier, die noch an ihrer Knieverletzung laboriert aus dem Vollen schöpfen. Auch seine wichtigste Stütze im Aufbauspiel Carmen Siller biss mit ihrer Handverletzung auf die Zähne und sollte ein wertvoller Trumpf im Angriffsspiel des Aufsteigers werden.
Bereits vor dem Spiel erhielt jede Spielerin von Kiesers Töchtern Mila und Mara ein Motivationszettelchen mit einem Spruch darauf. Eine tolle Idee der beiden 10 und 7 jährigen Trainertöchter, die sich für ihren Papa und seine Spielerinnen hier was tolles überlegt hatten.
Vor knapp 250 Zuschauern ging es in der Bibbrishalle von Beginn an umkämpft zur Sache. Bis zum 10:10 nach 18 Minuten verhängten die beiden Schiedsrichter bereits insgesamt 6 Strafwürfe und auch sonst merkte man die Wichtigkeit des Spieles deutlich in den umkämpften Aktionen. SHB Torhüterin Marielle Serwe-Hug hatte einen tollen Tag erwischt und konnte nicht nur 2 Strafwürfe parieren, sondern glänzte auch mit einigen Paraden aus dem Spiel heraus. Die SHB hatte mit den Rückraumassen Carmen Siller, Hanna Grupp, Marie Brachert und Susanne Frey am Kreis eine eingespielte und gefährliche Achse, welche die Gäste immer wieder vor Probleme stellte. Bis zur Pause konnte man eine hauchdünne 16:15 Führung herauswerfen.
„Unsere Abwehr war zu langsam und oft zu spät in der ersten Halbzeit, deshalb habe ich zu meiner Mannschaft gesagt, dass der Gegner wacher ist als wir”, so Kieser in seiner Ansprache in der Pause und tatsächlich war die Abwehr in der zweiten Hälfte bei den SHB-Damen deutlich beweglicher. Als Kreisläuferin Luisa Fleischer zum 22:19 nach 38 Minuten einwarf war der tolle Start in den zweiten Abschnitt des Spieles perfekt, doch Heiningen blieben mit ihren besten Spielerinnen Schloot und Biegert dran und glichen nach 45 Minuten zum 25:25 aus. Heiningen verlor in der Endphase des Spieles dann zwei gute Spielerinnen aufgrund einer Verletzung, blieben aber bis zum 29:29 knapp 10 Minuten vor dem Ende weiter im Spiel. „Ich musste die Abwehr umstellen, weil Marie Brachert 2 Zeitstrafen hatte”, sagte Kieser nach dem Spiel und Heiningen musste langsam abreißen lassen. Carmen Siller ging mit 2 Treffern voran und als Marie Brachert ihre Leistung mit dem 10.Treffer krönte, gab es kein Halten mehr. “Hier regiert die SHB….” schallte es durch die Halle und mit den Zuschauern wurde der 8. Saisonsieg gebührend gefeiert. Weiterhin beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz, welchen Köngen inne hat 3 Punkte, aber Köngen hat 3 Spiele weniger als die SHB. Es bleibt weiter sehr spannend.

Trainer Sebastian Kieser freute sich über die 2 Punkte und über die Chance weiter nach der ersten Saison den Klassenerhalt zu schaffen. „Wir sind heute als Mannschaft aufgetreten und auch deshalb bin ich sehr zufrieden mit der Leistung”, beginnt der 47 jährige seine Analyse und ergänzt: „Wir hatten keine Schwächephase heute und sind auch in den hitzigen Phasen ruhig geblieben”, so Kieser der ein Sonderlob an seine Angriffsachse los wurde. „Carmen hat heute auf die Zähne gebissen und tolle Lücken im Angriff gerissen”. Auf die letzten beiden Spiele angesprochen sagte Kieser zum Abschluss: „Wir haben jetzt 2 Endspiele, wo wir alles in der eigenen Hand haben. Mit unseren Voraussetzungen wäre ein Klassenerhalt eine riesen Sache”.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (7/1), Fleischer (4), Sahin (1), Schweda (1), Braun, Brachert (10/3), Krempien (4), Schönefeldt, Frey (3), Siller (4)
Zeitstrafen: SHB: 5 (Brachert 2, Frey 2, Krempien) TSV Heiningen: 5
Strafwürfe: SHB: 7 (4 verwandelt) TSV Heiningen: 7 (4 verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Kain Sauer und Thomas Ströh

Kein Grund hektisch zu werden!

Männer Verbandsliga

SHB – TV Reichenbach 31:35

Die zweite Niederlage in Folge kassierten die Verbandsligahandballer der SHB gegen den TV Reichenbach in eigener Halle. Beim 31:35 musste der Aufsteiger anerkennen, dass die Gäste am Ende einfach abgezockter waren. Somit hat die SHB einen erneuten Matchball für den Klassenerhalt verpasst, hat aber noch 4 weitere und sollte einen zumindest nutzen. Worüber sich Trainer Sebastian Schmid dennoch freute und was er von seiner Mannschaft in den nächsten Spielen erwartet.

„Insgesamt sieht man, dass wenn Mannschaften komplett spielen, diese abgezockter sind als wir”, sagte Trainer Sebastian Schmid nach dem Spiel und was er meinte war klar. Etablierte Teams wie Denkendorf oder Reichenbach (die letzten beiden SHB-Niederlagen), welche schon jahrelang auf Verbandsliga oder Oberliganiveau agieren sind der SHB einfach noch einen kleinen Schritt voraus. Einen guten Tag hatte man aber im Hinspiel erwischt und trotzte dem Tabellenvierten Reichenbach in eigener Halle einen Punkt ab. Personell ist bei der SHB weiterhin alles im Lot. Alle waren fit und hoch motiviert wieder ein positives Punktekonto zu erreichen. Vor über 250 Zuschauern in der Bibrishalle war kein Abtasten angesagt, sondern es ging gleich rasant zur Sache. Nach 10 Minuten hatten die Gäste von den nicht immer sattelfesten Unparteiischen, welche aus Österreich anreisten schon 3 Strafwürfe zugesprochen bekommen. Bis zum 9:9 durch Patrick Jäger war es nach 20 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe, ehe die Gäste mit ihrer starken Angriffsachse einen 4:0 Lauf zum 13:9 hinlegten. Das Trainerteam Schmid/Kling blieb aber ruhig und wechselte munter durch. Ein 3:0 Lauf der SHB bescherte den Anschluss und ein am Ende leistungsgerechtes 15:15 zur Halbzeitpause.
Die ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit ging es hin und her mit den Torerfolgen. Angetrieben vom formstarken Spielmacher Lars Braun blieb man beim 21:21 sehr gut im Spiel und verfiel zunächst nicht in Aktionismus. Ein Knackpunkt war dann sicherlich die Auszeit in der 48. Minute beim Stand von 25:27 aus Sicht der SHB. Die Unterbrechung nutzten die Gäste besser und bei Überzahl stellten sie auf 30:26 knapp 7 Minuten vor dem Ende. Ein Rückstand der sehr am weiteren Spiel der Hausherren nagte. Reichenbach verwaltete geschickt den herausgeworfenen Vorsprung und spielte die Angriffe sehr abgezockt aus. Am Ende war eine Aufholjagd nicht mehr möglich und der Gast nahm beide Punkte aus Herbrechtingen mit. Hängende Köpfe sah man bei Mannschaft und Trainerteam, aber hängen blieb eine ansprechende Leistung, wie auch Trainer Sebastian Schmid nach dem Spiel fand. „Im Vergleich zu letzter Woche war es eine Steigerung”, beginnt der 45 jährige seine Analyse und schiebt nach: „Wir müssen gegen solche Gegner ein sehr gutes Spiel abliefern. Wir haben ein solides bis gutes Spiel gemacht, was aber manchmal nicht reicht”, so Schmid weiter. „Die Mannschaft hat sich geärgert und ich habe micht geärgert. Der Ehrgeiz ist weiter da und das ist gut”, stellte Schmid fest und schickt eine Ansage für die letzten Spiele hinterher. „Wir haben jetzt Pause und es gibt keinen Grund hektisch zu werden. Wir müssen wieder mehr von unserer Art Handball zu spielen zeigen um im nächsten Spiel in Betzingen (Tabellennachbar) den Deckel drauf zu machen”.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz, Mannbeiß, Hauser (2), T.Kraft (7), Ruoff (2), Braun (6), Englisch, R.Kraft, Mailänder, Mezencev (5), Soderer, Weller, Jäger (5), Akermann (4/3)
Zeitstrafen: SHB: 8 (T.Kraft 2, R.Kraft 2, Englisch 2, Mezencev, Jäger) TV Reichenbach: 6
Strafwürfe: SHB: 3 (alle verwandelt) TV Reichenbach: 6 (alle verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedswrichter: Burkhard Alfter vom HC Lustenau und Selcuk Öztürk vom TS Dornbirn

SHB triumphiert im Hexenkessel: Derby-Sieg gegen Schnaitheim!

In einem hochemotionalen Nachbarschaftsduell behält die SG Herbrechtingen-Bolheim die Nerven. Trotz schlechterer Tabellenplatzierung und einer aufgeheizten Atmosphäre in der Schnaitheimer Halle entführt die SHB mit einem 19:26-Sieg beide Punkte beim Erzrivalen.

Heidenheim-Schnaitheim – Wer am Sonntagabend die Halle in Schnaitheim betrat, merkte sofort: Das hier ist kein gewöhnliches Bezirksliga-Spiel. Es war Derby-Zeit! Obwohl die Gastgeber der TSG Schnaitheim tabellarisch als Favorit ins Rennen gingen, war davon auf den Rängen nichts zu spüren. Die SHB-Fans hatten die Halle kurzerhand zum Heimspiel umfunktioniert, stellten die Mehrheit auf der Tribüne und peitschten ihre Mannschaft lautstark nach vorne.

Kampfgeist besiegt Favoritenrolle

Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Abnutzungskampf. In der hitzigen Atmosphäre schenkten sich beide Teams nichts. Die SHB agierte gewohnt leidenschaftlich, was sich auch in der Statistik widerspiegelte: Mit sieben Zeitstrafen und drei Verwarnungen am Rand der Legalität, aber immer mit dem nötigen Biss. Nach 15 Minuten leuchtete ein 5:5 von der Anzeigetafel – ein Spiegelbild der Intensität.

Kurios wurde es vor der Pause: Zwischen der 20. und 26. Minute vernagelten beide Abwehrreihen ihre Tore komplett. In dieser Phase des “kollektiven Torstopps” bewies die SHB jedoch den längeren Atem und rettete eine knappe 9:11-Führung in die Kabine.

Schlussspurt bricht den Widerstand

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine enge Kiste. Schnaitheim versuchte mit Ruhe dagegenzuhalten, doch die SHB-Defensive stand wie ein Bollwerk. Selbst von den insgesamt sechs Minuten mehr in Unterzahl ließ sich die Truppe von Mathias Sigl und Michael Tschente nicht beirren.

Beim Stand von 15:17 (45. Minute) knisterte die Luft. Doch während bei der TSG die Kräfte schwanden, zündete die SHB den Turbo. Mit purer Willenskraft und getragen vom Jubel der mitgereisten Fans zog die SHB davon und schraubte das Ergebnis am Ende auf ein verdientes 19:26.

Blick nach vorne

Dieser Derby-Sieg ist mehr als nur zwei Punkte – er ist ein Statement für die Moral der Mannschaft. Lange feiern kann das Team jedoch nicht: Schon am kommenden Samstag, den 28. März um 16:00 Uhr, wartet in der heimischen Bibrishalle das nächste schwere Kaliber. Dann empfängt die SHB die Aalener Sportallianz und will die Revanche für die Hinspielniederlage perfekt machen.

Für die SHB spielten:

Bastian Klein (5), Lukas Wündisch (5), Adam Agoston (4), Peet Otto (4), Hamza Bayik (3), Raphael Mannbeiß (2), Hannes Baur (1), Tim Hagenmaier (1), Samuel Kolb (1), Paul Baur, Raphael Simon Dolderer, Ruben Pflanz, Niclas Samuel Polzer, Sebastian Reith, Simon-Luca Dieter Schabel, Justin Vogel.

Offizielle: Mathias Sigl und Michael Tschente

Diese Leistung macht Hoffnung!

Damen Oberliga

SHB – TSV Denkendorf 29:31

Sie trotzen allen Schwierigkeiten und halten immer sehr ordentlich mit. Nach der hohen Niederlage zuletzt gegen den Tabellenführer SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen ging es schon wieder gegen eine Spitzenmannschaft. Gegen den nach Punkten Tabellenzweiten TSV Denkendorf war man beim 29:31 wie so oft in dieser Saison wieder knapp dran was zu holen, musste am Ende aber die Punkte dem Gegner überlassen. Was Trainer Sebastian Kieser depremierend findet und woraus er in den nächsten Spielen Hoffnung schöpft.

Eine Reise zum Doppelspieltag mit den SHB Männern in den Kreis Esslingen, sollte eigentlich mit 4 Punkten für die Aufsteigerteams enden und trotz der hohen Hürde war die Hoffnung groß weitere Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Leider konnte Trainer Kieser personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Anki Lindenmaier fiel mit Knieverletzung aus, Carmen Siller war erheblich angeschlagen und spielte nur in der zweiten Halbzeit und fast nur in der Deckung und Torhüterin Marielle Serwe-Hug war privat verhindert. Die Mannschaft war aber hoch motiviert und bot dem Gegner, welcher im Hinspiel nur knapp in Herbrechtingen gewinnen konnte gleich von Beginn an Paroli. Nach einem Fehlstart (0:2) fing man sich sehr schnell und gestaltete das Spiel auf Augenhöhe mit den spielstarken Gastgeberinnen. „Wir haben eine tolle Abwehr gespielt und damit hatte Denkendorf in der 1.Halbzeit riesen Probleme”, analysierte Kieser, der aber auch wieder viele Fehlwürfe seiner Mannschaft sah. Mit einem 14:16 Rückstand ging es hoffnungsfroh in die Pause.

Bis zur 36. Minute beim 17:18 aus Sicht der Blau/Weißen war es dann ein ordentlicher Auftakt in die zweite Hälfte. „Wir hatten dann einen kleinen Bruch im Spiel”, ärgerte sich Trainer Kieser angesichts eines 5:0 Laufes der Denkendorferinnen zum 23:17. „In der Auszeit wurde es etwas lauter und unser Spiel wieder besser”, so Kieser zur folgerichtigen Unterbrechung. Hanna Grupp, Sabrina Kempien und Susanne Frey schafften den Anschluss (24:25) und als die spätere 10 fache Torschützin Marie Brachert nach einer Denkendorfer Auszeit sogar zum 28:28 Ausgleich treffen konnte, war der Jubel und die Hoffnung groß eine Überraschung zu schaffen. Die Kraftanstrengung war am Ende doch etwas zu hoch und Denkendorf hatte auch die breitere Bank um etwas glücklich die Punkte in der eigenen Halle zu behalten. Mit 15:27 Punkten hat man zwar weiter ein 3-Punkte-Polster auf den Drittletzten, aber auch 2 Spiele mehr als die Konkurrenz. Es bleibt weiter wahnsinnig spannend.

Trainer Sebastian Kieser ärgerte sich über die verpasste Möglichkeit was Zählbares zu holen. „Es ist depremierend ohne Punkt aus dem Spiel zu gehen, die Chance war groß, aber die vergebenen Chancen gaben am Ende den Ausschlag”, analysierte Kieser die verpasste Möglichkeit das Punktekonto aufzubessern. Große Hoffnung schöpft der 47 jährige aber aus dem beherztem Auftritt seiner Mannschaft. „Genau diese Leistung brauchen wir jetzt im nächsten Spiel gegen Heiningen. Es gibt jetzt nur noch Endspiele”, weiß Kieser und glaubt weiter an ein weiteres Jahr in der Oberliga.

Es spielten: Hirsch und Thierer im Tor; Grupp (2), Fleischer (1), Sahin (3), Schweda, Braun, Brachert (10/3), Krempien (5), Schönefeldt (1), Frey (6), Siller (1)
Zeitstrafen: SHB: 1 (Krempien) TSV Denkendorf: 2
Strafwürfe: SHB: 4 (3 verwandelt) TSV Denkendorf: 4 (3 verwandelt)
Zuschauer: 70
Schiedsrichter: Fabian Böck und Moritz Hafner

Siegesserie gestoppt!

SHB – TSV Denkendorf 29:38

Der Höhenflug der SHB Verbandsligamannschaft mit 3 Siegen in Folge fand bei der 29:38 Klatsche beim TSV Denkendorf ein jähes Ende. Alles was zuletzt so gut klappte, ließ die Mannschaft vom Trainerteam Sebastian Schmid und Michael Kling vermissen und so war die Niederlage am Ende auch in dieser Höhe verdient. Über was sich Trainer Sebastian Schmid besonders ärgerte und an was er jetzt vor Allem glaubt.

„Auch solche Spiele werden kommen”, sagte Trainer Schmid noch vor ein paar Wochen und das es jetzt mal wieder ein gebrauchtes Spiel gab, kann man im SHB-Lager angesichts eines ausgeglichenen Punktekontos relativ leicht verschmerzen. Personell konnte man sich im SHB-Lager entspannt zurücklehnen und auf alle Spieler zurückgreifen. Im Hinspiel holte man gegen die in der Tabelle hinter der SHB stehenden TSV Denkendorf beim 31:31 einen Punkt und Trainer Schmid warnte vor Allem vor einer Tatsache. „Sie hatten Verletzungspech zuletzt und einige Spieler kehren wieder zurück”, so Schmid, der weiß, dass die Mannschaft erheblich besser ist, als es der Tabellenplatz aussagt. Bis zum 8:9 aus Sicht der Blau/Weißen nach knapp 15 Minuten war es vor knapp 150 Zuschauern ein gefälliges und ausgeglichenes Spiel. Denkendorf unterbrach dann per Auszeit und von da an ging es für die SHB in eine katastrophale Richtung. Vorne wurden reihenweise Chancen liegen gelassen und Denkendorf bestrafte jeden Ballverlust knallhart. Beim 11:21 zur Pause war schon mehr als eine Vorentscheidung gefallen und die Frage war, wie sich die SHB in der zweiten Halbzeit angesichts des hohen Rückstandes präsentiert.

Die Körpersprache war jetzt nach einer emotionalen Ansprache vom Trainerteam wieder eine andere beim Aufsteiger und alle kämpften für eine Aufholjagd. Als Lars Braun nach 43 Minuten Spielzeit zum 20:26 Anschluss traf, keimte bei den Gästen tatsächlich eine leise Hoffnung auf, welche aber jäh mit wütenden Denkendorfer Angriffen zum 29:21 gestoppt wurde. Die Luft war raus und das Spiel plätscherte die letzten Minuten dahin. Denkendorf verwaltete den komfortablen Vorsprung und die SHB war bestrebt den Rückstand nicht größer werden zu lassen. Am Ende gewann man sogar die zweiten 30 Minuten mit einem Tor und hinterließ zumindest im kämpferischen Bereich einen guten Eindruck, auch wenn das angesichts der hohen Niederlage nur ein schwacher Trost war. Einziger SHB`ler mit Normalform war Tim Kraft, der sich am Ende mit 10 Treffern gegen das drohende Unheil nach Kräften wehrte.

Trainer Sebastian Schmid ärgerte sich zwar über die Art und Weise der Niederlage, war nach dem Spiel aber relativ schnell wieder gefasst. „Zum 1.Mal hatte ich heute das Gefühl, dass der Gegner den Sieg mehr will, als wir”, beginnt der 45 jährige seine Analyse und fährt fort: „Das heißt nicht, dass wir nicht wollten, aber Denkendorf hat einfach mehr investiert als wir”, so Schmid, der aber nicht groß den Finger in die Wunde legen wollte. „Es ist nichts passiert und wir machen da jetzt kein Drama draus. Wir hätten heute ewig spielen können und es wäre nichts dabei rumgekommen”, sagt Schmid, der auch solche Spiele natürlich mit eingeplant hatte als Aufsteiger. „Wir konzentrieren uns jetzt auf Reichenbach und werden da wieder ein anderes Gesicht zeigen”, ist Schmid überzeugt. Angesichts des 6.Tabellenplatzes und des hohen Vorsprungs auf die Abstiegsplätze verfällt der SHB-Coach sicher nicht in Panik.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor: Buntz, Mannbeiß (1), Hauser (1), T.Kraft (10), Ruoff (2), Braun (3), Englisch (1), R.Kraft (1), Mezencev (1), Soderer (1), Jäger (4), Akermann (4/4)

Starke zweite Halbzeit sichert klaren Sieg!

Die zweite Frauenmannschaft der SG Herbrechtingen/Bolheim konnte am vergangenen Samstag vor heimischem Publikum einen deutlichen 29:18-Erfolg gegen die SC Lehr 2 feiern.

Die Gastgeberinnen fanden allerdings zunächst nur schwer ins Spiel. In der Anfangsphase agierte die Damen noch etwas unkonzentriert und ließ sowohl im Angriff als auch in der Abwehr die nötige Konsequenz vermissen. Dadurch konnte die SC Lehr 2 die Partie zu Beginn offen gestalten.

Mit zunehmender Spielzeit stabilisierte sich das Spiel der Frauen jedoch spürbar. Die Abwehr arbeitete nun deutlich kompakter und im Angriff wurden die Chancen konsequenter genutzt. So setzten sich unsere Damen bis zur Halbzeit Schritt für Schritt ab und ging mit einer verdienten 15:9-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel fand die Mannschaft dann immer besser ins Spiel. Durch eine geschlossene Teamleistung, schnelle Angriffe und eine weiterhin stabile Defensive konnte der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut werden. Die SC Lehr 2 fand kaum noch Mittel gegen das Spiel der Gastgeber.

Am Ende stand ein souveräner und ungefährdeter 29:18-Heimsieg für die Frauen 2 auf der Anzeigetafel. Mit einer insgesamt soliden Mannschaftsleistung sicherte sich das Team damit zwei verdiente Punkte vor heimischem Publikum.

Es spielten: Ceyda Sahin (8), Isabella Zeun (8), Leonie Lutz (5), Linda Stürtz (3), Annika Arndt (2), Nathalie Gröner (1), Romina Häckler (1), Tugba Sahin (1), Annika Thierer (im Tor)

Offizielle: Nadine Epple, Silke Koruza-Tscherpel

Charaktertest bestanden: SHB 2 feiert emotionalen Heimsieg gegen Ulm & Wiblingen!

Was für ein Handball-Abend in Herbrechtingen! Die SHB 2 hat in einem packenden Duell gegen die SG Ulm & Wiblingen gezeigt, was mit Leidenschaft und Zusammenhalt möglich ist. In einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie behielt die Mannschaft mit einem 31:29 (12:13) die Oberhand und belohnte sich für einen unermüdlichen Kampfgeist.

Eine erste Halbzeit auf Augenhöhe

Pünktlich um 17:00 Uhr pfiff derUnparteiische die Partie in der Bezirksliga an. Von Beginn an entwickelte sich ein faires, aber intensiv geführtes Spiel, in dem sich beide Teams nichts schenkten. Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde (5:6) blieb das Geschehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zwar ging es mit einem knappen Rückstand von einem Tor in die Kabinen, doch die Körpersprache der SHB-Männer signalisierte bereits: Hier ist heute alles möglich.

Überzahl? Unterzahl? Die Leidenschaft entscheidet!

Die zweite Halbzeit verlangte den Hausherren alles ab. Während die Gäste aus Ulm eine sehr ruhige und disziplinierte Linie verfolgten, war das Spiel der SHB von einer enormen Intensität geprägt. Das führte dazu, dass die Mannschaft phasenweise in großer Unterzahl agieren musste – insgesamt 10 Minuten mehr als die Gegner.

Doch genau in diesen schwierigen Momenten zeigte sich das „menschliche Gesicht“ dieses Teams: Anstatt den Kopf hängenzulassen, pushten sich die Spieler gegenseitig nach vorne. Jeder verpasste Ball wurde gemeinsam zurückerobert, jedes Tor frenetisch gefeiert.

Die Leistungsträger des Abends

Besonders treffsicher präsentierte sich Lukas Wündisch, der mit 8 Toren immer wieder die Lücken in der gegnerischen Abwehr fand. Flankiert wurde er von einem spielfreudigen Hamza Bayik (7 Treffer) und Peet Otto (6 Treffer), die gemeinsam mit den Teamkollegen in der entscheidenden Schlussphase die Nerven behielten.

Als beim Stand von 31:29 der Schlusspfiff ertönte, kannte der Jubel bei den Spielern und den treuen Zuschauern keine Grenzen mehr. Es war ein Sieg des Willens und der Gemeinschaft.

Die Fakten zum Erfolg:

• Endstand: 31:29 (Halbzeit 12:13)

• Top-Scorer der SHB: Lukas Wündisch (8), Hamza Bayik (7), Peet Otto (6)

• Besonderheit: Trotz acht Zeitstrafen und langer Unterzahl blieb die Konzentration bis zum Ende hoch.

Das Team der SHB:

Lukas Wündisch, Hamza Bayik, Peet Otto, Adam Agoston, Samuel Kolb, Jakob Baumgartner, Tim Hagenmaier, Niclas Samuel Polzer, Hannes Baur, Paul Baur, Raphael Simon Dolderer, Lukas Gaschler, Raphael Mannbeiß, Ruben Pflanz, Simon-Luca Dieter Schabel, Justin Vogel.

An der Seitenlinie: Manuel Grüner, Mathias Sigl, Michael Tschente.

Voller Fokus auf das Derby

Nach diesem Motivationsschub geht der Blick direkt nach vorne. Am 22. März um 17:00 Uhr wartet mit der TSG Schnaitheim die nächste große Herausforderung. Nach der Niederlage im Hinspiel brennt die Mannschaft darauf, die aktuelle Siegesserie fortzusetzen und auch auswärts ihr wahres Gesicht zu zeigen.

Sauna als Belohnung

Männer Verbandsliga
SHB – TSV Deizisau 37:32

Die Mannschaft der Stunde in der Verbandsliga heißt SG Herbrechtingen/Bolheim. Nach dem klaren 37:32 und somit dritten Sieg in Folge gegen den Tabellenvierten TSV Deizisau schiebt sich die Mannschaft vom Trainerteam Sebastian Schmid und Michael Kling auf den sechsten Platz der Tabelle und hat jetzt mit 21:19 sogar ein positives Punktekonto. Was den SHB Coach besonders beeindruckte und was er sich als Lohn für die Mannschaft augedacht hat.

Die so viel zitierte Handschrift des Trainers! Bei der SHB ist sie mehr und mehr erkennbar. Die Philosophie von Sebastian Schmid war bei seinem Amtsantritt bei der SHB den Tempohandball unter den Buigen zu bringen. Angesichts von 109 Toren aus den letzten 3 Spielen als Aufsteiger sagt der SHB Trainer zurecht: „Die Mannschaft setzt im Moment das geforderte hohe Tempo beeindruckend um. Es macht gerade einfach Spaß, wie sie Handball spielen”.
Vor knapp 250 Zuschauern in der Bibrishalle, galt es die positiven Ergebnisse zuletzt auszubauen. Gegen den letztjährigen Absteiger und derzeitigen Tabellenvierten Deizisau, welche die beste Defensive der Liga stellen, wollte man von Beginn an dem Gegner über hohes Tempo den Zahn ziehen. „Im Hinspiel hatten wir keine Chance und der Plan war den spielstarken Gegner von Beginn unter Druck zu setzen”, so die Vorgabe des 45 jährigen Schmid der personell aus dem Vollen schöpfen konnte. Auch Luca Hauser war nach seiner längeren Verletzungspause wieder mit an Bord.
Der formstarke Patrick Jäger, Wirbelwind Lars Braun und Kreisläufer Rene Kraft sorgten für eine schnelle 6:2 Führung, was Deizisau nach 9 Minuten schon zur ersten Auszeit veranlasste. Der Ball lief flüssig und die Lücken wurden gnadenlos ausgenutzt. Beim 17:9 durch den starken rechts Außen Daniel Mezencev legte der Trainer des Gastes nach knapp 20 Minuten erneut die Karte zur Auszeit. Wieder ohne die gewünschte Wirkung, denn als der wendige Luca Ruoff zum 20:10 einwarf, rieben sich die Zuschauer langsam verwundert die Augen. Bis zur Pause kamen die Gäste zwar auf 23:15 heran, aber die ersten 30 Minuten waren wohl mit das Beste, was die Gastgeber bisher in der Saison aufs Parkett gezaubert haben.
Viele rechneten mit einer Standpauke beim TSV Dezisau zur Pause und mit einer daraus resultierenden wütenden Aufholjagd. Doch die SHB machte weiter Druck und spielte weiter wie im Rausch. Fast alle SHB-Akteure trugen sich in die Torschützenliste ein und Deizisau fand kein Mittel den Angriffsmotor zu stoppen. Offensive Deckung, Manndeckung gegen Jäger, alles was sich der Trainer des Tabellenvierten ausdachte, verpuffte im Angriffswirbel der SHB.
Gegen Ende des Spieles rotierte Trainer Schmid kräftig und gab vielen Spielern verdiente Ruhezeiten. Das nutzten die Gäste noch zu einer Ergebniskosmetik, was den SHB Trainer zwar etwas ärgerte, er aber am Ende gut damit leben konnte. Der Jubel über nicht unbedingt eingeplante 2 Punkte war groß und der Lohn war Platz 6 in der Tabelle mit weiteren Zählern gegen den Abstieg. Ein großes Lob auch an die beiden Schiedsrichterinnen Ines und Johanna Mahler vom TV Gerhausen angesichts einer tollen Spielleitung.

Trainer Sebastian Schmid fand fast ausschließlich lobende Worte für seine Mannschaft. „Wir haben heute den Gegner unter Kontrolle gehabt und tolle Spiellösungen gefunden. Es war beeindurckend, wie wir es durchgezogen haben um den Gegner über 45 Minuten nicht ins Spiel kommen zu lassen”, so der 45 jährige nach dem Spiel. Ganz zufrieden war der ehrgeizige SHB Coach aber nicht. „Es war nicht so deutlich als es sein hätte können, denn mit den vielen Wechseln kam ein kleiner Bruch rein, den wir aber verschmerzen konnten”, lächelte Schmid, der seiner Mannschaft anstatt dem obligatorischen Fußball im Training was anderes anbot. „Als Belohnung dürfen die Jungs am Montag anstatt ins Training in die Sauna und Hallenbad unseres Sponsors”, so Schmid mit einem Augenzwinkern. Ein großes Ziel hat der 45 jährige jetzt auf jeden Fall. „Ich will bis Ende des Monats, bevor die schweren Auswärtsspiele kommen, den Klassenerhalt geschafft haben. Das wäre für uns ein riesen Erfolg und daran arbeiten wir”, sagt Schmid und angesichts der momentanen Form seiner Mannschaft dürfte dies auch umgesetzt werden.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz (1), Mannbeiß (1), Hauser, T.Kraft (4), Ruoff (7), Braun (7), Lindenmaier, Englisch (2), R.Kraft (1), Mezencev (7), Soderer (1), Jäger (4), Akermann (2/2)
Zeitstrafen: SHB: 2 (T.Kraft, Soderer) TSV Deizisau: 3
Strafwürfe: SHB: 3 (2 verwandelt) TSV Deizisau: 1 (verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichterinnen: Ines und Johanna Mahler vom TV Gerhausen

Nur 23 gute Minuten reichen nicht!

Damen Oberliga
SHB – SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen 18:29

Ein Spiel, wo man nur lernen kann. Gegen den Ligaprimus und letztjährigen Regionalligisten SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen kämpften die Damen der SHB zwar wacker und verlangten dem Gegner vor Allem in der ersten Hälfte alles ab, aber am Ende musste man eine verdiente 18:29Niederlage einstecken. Warum SHB Trainer Sebastian Kieser dennoch nicht unzufrieden war und wen er besonders lobte.

Den Spruch: „Wir haben eigentlich keine Chance, aber die wollen wir nutzen”, traf es im Fall der Begegnung Spielgemeinschaft Herbrechtingen/Bolheim gegen die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen im Vorfeld recht gut. Im Hinspiel musste man gegen den Ligaprimus eine herbe 26:42 Niederlage einstecken und auch für das Heimspiel war die Hoffnung nicht sehr groß eine Überraschung zu schaffen, dennoch war Sebastian Kieser dank eines vollen Kaders Hoffnungsfroh den Aufstiegsfavoriten zumindest etwas zu ärgern.
Das offensivstärkste Team der Liga konnte dann auch in den ersten 10 Minuten bei nur einem erzielten Tor gehalten werden. Im Gegenzug schafften Marie Brachert und Lisa Schönefeldt eine 4:1 Führung und die Gäste brauchten auch dank der Paraden von SHB Torhüterin Marielle Serwe-Hug lange um ins Spiel zu finden. Beim 5:5 nach 15 Minuten nahm Kieser eine Auszeit um seine Spielerinnen zu sortieren und weiter auf die bisher gute Deckungsarbeit einzuschwören. Bis zum 9:9 nach 23 Minuten hielt man das Spiel sehr offen, aber jetzt legte die mit ehemaligen 1. und 2. Liga gespickten Gegnerinnen einen Zahn zu. Ein 4:0 Lauf machte den guten Eindruck der SHB am Ende etwas zunichte, aber die Hoffnung lebte angesichts eines 9:13 Rückstandes. „Wir haben lange mitgehalten, was sehr positiv ist, aber am Ende die Arbeit mit technischen Fehlern wieder kaputt gemacht”, ärgerte sich der 47 jährige Kieser über das Ende der ersten 30 Minuten.

In der zweiten Hälfte versuchten die wackeren SHB-Damen weiter mit einer offensiven Deckung den Tabellenführer auf Distanz zu halten. Das gab Räume am Kreis, welche der Tabellenführer geschickt nutzte. Beim 11:18 nach 37 Minuten schien den SHB-Damen das Spiel komplett zu entgleiten. Bis zur 44. Minute konnte man dann ein weiteres davon ziehen des sicheren künftigen Meisters aufhalten. Danach bestraften die Gäste jede Nachlässigkeit mit Gegenstößen. Am Ende waren es 12 Kontertore des Tabellenführers und ein deutlicher Auswärtssieg gegen toll kämpfende SHB`lerinnen. Das man sich trotz des Rückstandes nie aufgab, macht auf jeden Fall Hoffnung im weiteren Kampf gegen den Abstieg.

Auch Trainer Sebastian Kieser hatte nur lobende Worte für seine Mannschaft übrig. „Unsere Abwehr war heute angesichts von nur 29 Gegentoren, gegen den offensivstärksten Gegner der Liga schon Klasse und macht Hoffnung auf die schweren Aufgaben im Abstiegskampf”, sagte Kieser nach dem Spiel und schiebt nach: „Heute haben wir gegen einen Gegner verloren, der eine hohe Qualität hat und sicher nach oben geht. Wir haben aber trotzdem ein gutes Spiel gemacht und gute Impulse in der Abwehr gesetzt”, freut sich Kieser und gibt sich weiter kämpferisch. „Wir werden das Spiel schnell abhaken und uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Wir versuchen die hohe Fehlerquote in den nächsten Spielen zu vermeiden und sind weiterhin guten Mutes”, gibt sich Kieser angesichts eines schweren Restprogrammes kämpferisch.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (1), Fleischer, Sahin (2), Schweda (1), Braun, Brachert (7/3), Krempien, Schönefeldt (1), Lindenmaier (2), Frey (1), Siller (3/2)
Zeitstrafen: SHB: 2 (Grupp, Fleischer) SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen: 2
Strafwürfe: SHB: 8 (5 verwandelt) SG H/H/K: 5 (3 verwandelt)
Zuschauer: 180
Schiedsrichter: Dennis Langer und Frank Zocholl

Dieser Punkt ist Goldwert!

Damen Oberliga

SHB – SG Böblingen/Sindelfingen 31:31

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen! Beim Auswärtsspiel gegen die viertplatzierte Mannschaft SG Böblingen/Sindelfingen kommen die
SHB Damen nach tollem Kampf beim 31:31 mit einem Punkt wieder nach Hause. Somit zeigt der Trend beim Aufsteiger weiter nach oben und
mit 15:23 Punkten ist man in Puncto Klassenerhalt weiter voll im Soll. Warum Trainer Sebastian Kieser glaubt, dass seine Mannschaft weiter punktet
und was er im Spiel besonders lobte.

Es ist eine ausgeglichene Liga und jedes Spiel geht an die Substanz. Die Oberliga ist ein hartes Pflaster, das durfte die SHB schon zu Genüge spüren.
Es gibt keine Selbstläufer und 60 Minuten Konzentration in jedem Spiel ist oberste Priorität. So auch im Auswärtsspiel bei der starken SG Böblingen/Sindelfingen.
Im Hinspiel gab es eine 22:29 Klatsche zu Hause und entsprechend war man von der spielstarken Mannschaft, die noch um den Aufstiegsrelegationsplatz kämpft
gewarnt. Personell konnte Trainer Kieser bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen und mit gehörigem Selbstvertrauen aus den letzten beiden
Heimsiegen fuhr man nach Sindelfingen.
Vor knapp 100 Zuschauern startete das Spiel sehr ausgeglichen und blieb es auch bis zum 7:7 durch Nilda Sahin. „Wir wollten den starken Rückraum der Gastgeberinnen
mit einer 5:1 Deckung aus dem Konzept bringen und das hat auch zunächst gut funktioniert”, sagte Kieser nach dem Spiel doch leider musste er aufgrund zweier kurzzeitigen
Verletzungen seiner Spielerinnen Brachert und Krempien umstellen. Der Gegner startete einen 5:0 Lauf auf 12:7 und erst nach 6 minütiger Durststrecke erlöste
Spielmacherin Carmen Siller ihr Team vom 7-Meter Punkt mit dem 8:12 Anschlusstreffer. Mit toller Kampfmoral stemmte man sich gegen eine höhere Führung der
Hausherrinnen und ging mit einem hoffnungsfrohen 12:15 Rückstand in die Pause.
„Wir wollten dann in der zeiten Halbzeit den Gegner mit unseren Aktionen nervös machen”, so Kieser und tatsächlich wurde der ambitionierte Gastgeber etwas hektischer
in den Abschlüssen und haderte öfter mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. Kreisläuferin Susi Frey schaffte mit ihrem Tor in der 43. Minute unter großem Jubel auf der SHB-Bank
den 21:21 Ausgleich. Linkshänderin Anne Schweda bekam dann unglücklich die rote Karte, als sie stolperte und in ihre Mitspielerin fiel. Das Spiel schien dann beim 24:21
zu Gunsten der SG Böblingen/Sindelfingen zu kippen, aber die Gäste fingen sich wieder und glichen zum 28:28 knapp 5 Minuten vor dem Ende aus.
Die Spannung war groß und als Franzi Braun 80 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 31:30 einwarf, durfte man sogar vom doppeltem Punktgewinn träumen. Der Gegner hatte
aber was dagegen und glich nochmal aus. Am Ende teilte man verdient die Punkte und fuhr mit einem sehr guten Gefühl den Punkt beim Favoriten erkämpft zu haben nach Hause.

Trainer Sebastian Kieser war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Die Moral stimmt in der Mannschaft und wir haben den Punkt toll erkämpft”, beginnt der
47 jährige seine Analyse und freute sich über den nicht unbedingt einkalkulierten Punkt: „Dieser Punkt kann noch Goldwert sein und ich hoffe, dass er uns auch weiter bringt”,
so Kieser weiter und hob seine Verteidigung besonders hervor. „Wir haben Top verteidigt und sind im Spiel immer ruhig geblieben, das war am Ende der Garant für
den überraschenden Punktgewinn”, freut sich Kieser der seine Mannschaft jetzt auf das Duell mit dem Tabellenführer SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen vorbereitet kommenden
Samstag zu Hause vorbereitet.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Grupp (1), Fleischer, Sahin (1), Schweda (2), Braun (2), Brachert (10/3), Krempien (5), Schönefeldt (2), Lindenmaier,
Frey (1), Siller (7/2)
Zeitstrafen: SHB: 2 (Fleischer und Braun) SG Böblingen/Sindelfingen: 7
Strafwürfe: SHB: 5 (alle verwandelt) SG Böblingen/Sindelfingen: 3 (2 verwandelt)
Zuschauer: 90
Schiedsrichter: Thomas Kunke und Bert Willekens vom MTV Stuttgart