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SHB mit Herzschlagfinish!

Männer Verbandsliga

SHB – TEAM Esslingen 29:28
SHB mit Herzschlagfinish!

Einfach kann jeder. Zum wiederholten Mal strapazierten die Verbandsligahandballer der SHB die Nerven der Zuschauer und siegten im letzten Spiel des Jahres 2025 mit der Schlusssirene gegen die Gäste des TEAM Esslingen mit 29:28. Was Trainer Sebastian Schmid trotzdem bemängelte und über wen er sich besonders freute.

Einmal durchschnaufen bitte! In den letzten 5 Spielen war es bis auf den Kantersieg gegen Betzingen immer so, dass die SHB in den letzten Sekunden das Nachsehen hatte, oder aber zumindest noch einen Punkt holte. Dieses Mal war es glücklicherweise anders. „Heute war das Glück welches uns in den engen Spielen gefehlt hatte mal auf unserer Seite”, sagte Trainer Sebastian Schmid nach dem Spiel und tatsächlich strapazierte seine Mannschaft die berühmte “Fortuna” bis zum Abpfiff. Da leider Parallel in der Mehrzweckhalle der Bibrishalle die Ringer um den Regionalligaaufstieg kämpften verloren sich nur knapp 170 Zuschauer zu dem Spiel der Handballer. Personell konnte das Trainergespann Schmid/Kling bis auf Patrick Jäger der sich im Aufbautraining befindet aus dem Vollen schöpfen. Der Beginn war verheisungsvoll. Spielmacher Lars Braun, Flügelflitzer Benedikt Englisch und Rückraumshooter Tim Kraft legten ein 3:0 nach 4 Minuten vor. Esslingen kam erst nach 5 Minuten zum ersten Torerfolg, auch weil SHB Torhüter Pascal Gehringer wieder einen tollen Tag erwischte. In der Folge war das Spiel ausgeglichen, bis die Gäste eine Überzahlsituation zur 13:9 Führung nach 20 Minuten nutzen konnten. „In dieser Phase haben wir im Angriff kein gutes Spiel gemacht”, bemängelte Schmid die Torausbeute in der knapp 5 minütigen Schwächephase. Den Vorsprung retteten die Gäste dann beim 13:16 in die Pause.

Zunächst wurden die Sorgenfalten bei Trainer Schmid angesichts eines 14:18 Rückstandes nach knapp 3 Minuten in der zweiten Hälfte nicht weniger. Der SHB Motor stotterte noch etwas aber lief jetzt dank eines 4:0 Laufes zum Ausgleich durch die Gebrüder Kraft und den formstarken Luca Hauser geregelter. Danach folgte eine kuriose Szene. Die Schiedsrichter zeigten Co-Trainer Michael Kling die rote Karte wegen einer vermeintlichen Schelte des SHB`lers gegen die Unparteiischen. Der Ruf kam aber von den Zuschauerrängen, was die Schiedsrichter aber nicht glaubten. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wenig Spielfinessen. Bis zum 28:28 stand die Begegnung auf Messers Schneide und Esslingen gehörte der letzte Angriff, knapp 35 Sekunden vor dem Ende. Sollte die SHB schon wieder das Nachsehen haben? Der Spielzug war gut gespielt und der Esslinger Angreifer kam frei zum Wurf, allerdings ging die Harzkugel an den Pfosten und von da in die Hände von Fabian Buntz, der mit der Schlusssirene zum viel umjubelten Erfolg einwerfen konnte. Die Freude war groß und eine Jubeltraube aus Blau/Weiß bildete sich um den routinierten Kreisläufer der SHB.

Trainer Sebastian Schmid war erleichtert und stolz auf seine Mannschaft. „Es war zwar ein glücklicher Sieg nach dem Spielverlauf, aber es gleicht sich aus, wenn man die letzten Spiele anschaut”, beginnt der 44 jährige seine Analyse und fährt fort: „Wir haben an uns geglaubt und nie aufgegeben, zudem hat unser Gehre (Pascal Gehringer) wieder überragend gehalten”, freute sich Schmid über die Leistung seines Keepers. „Der Erfolg war heute Brutal wichtig wenn man die übrigen Ergebnisse anschaut. Mit 11:13 Punkten in die Pause zu gehen ist super für uns. Das gibt Auftrieb und tut der Mannschaft gut”, ist sich Schmid sicher, der sich dann abschließend auch noch über was ganz besonderes freute. „Wir freuen uns nicht nur über unseren Erfolg, sondern auch über den Aufstieg der Ringer”, so Schmid. Nach dem Spiel ging die Mannschaft noch in die Mehrzweckhalle rüber um mit dem frisch gebackenen Regionalligaaufsteiger gebührend zu feiern.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz (3), Mannbeiß, Hauser (7), T.Kraft (7), Ruoff (2), Braun (5), Lindenmaier, R.Kraft (2), Mailänder, Mezencev, Soderer, Weller, Akermann (2/2), Englisch (1)
Zeitstrafen: SHB: 2 (Soderer, Kling) TEAM Esslingen: 2
Strafwürfe: SHB: 3 (2 verwandelt) TEAM Esslingen: 3 (2 verwandelt)
Zuschauer: 170
Schiedsrichter: Mattis Kurz und Marcel Roux

SHB Spieltag der Minis

Rund 50 Mini-Handballerinnen und -Handballer im Alter von fünf bis sechs Jahren sorgten am Sonntag für viel Bewegung und gute Laune beim SHB-Spieltag. Unter dem Motto „Wir sind ein starkes Team“ probierten die Jüngsten verschiedene Stationen aus: Vom Handballspielen über Staffelläufe bis hin zu Koordinationsübungen stand vor allem der sichere Umgang mit dem Ball im Mittelpunkt. Die Kinder zeigten großen Einsatz und viel Spielfreude – so überragend, dass am Ende sogar der Nikolaus vorbeischaute und das tolle Zusammenspiel lobte. Zur Belohnung erhielten die kleinsten Spielerinnen und Spieler der Herbrechtinger und Bolheimer Handballabteilung jeweils ein kleines Geschenk.
Ein rundum gelungener Vormittag, der Teamgeist und Spaß am Sport perfekt in Szene setzte.

SHB mit furiosem Heimsieg

Endlich hat es bei den Verbandsligahandballern der SG Herbrechtingen/Bolheim wieder einmal mit 2 Punkten geklappt.
Gegen den TSV Betzingen hatte die Mannschaft vom Trainergespann Sebastian Schmid und Michael Kling beim 34:21 Kantersieg zu keiner Zeit Probleme und gewann auch in dieser Höhe völlig verdient. Für wen sich Trainer Schmid besonders freute und welche Wette er nun einlösen muss.

Ho,Ho,Ho… in der Bibrishalle. Vor dem Spiel kam der Nikolaus vorbei und verteilte den Kindern Süßigkeiten und allen Zuschauern Nikolausmützen. Die Stimmung vor dem wichtigen Spiel gegen den Tabellennachbarn Betzingen war toll und kurz vor dem Anpfiff durften die Fans noch ein Weihnachtslied anstimmen. Mehr Besinnlichkeit am Nikolaustag geht fast nicht mehr.
SHB Trainer Schmid hoffte dann, dass die Besinnlichkeit während des Spieles dann beiseite gelegt wird. Eine konzentrierte und hoch motivierte Leistung forderte der 44 jährige von seiner Mannschaft gegen einen Gegner, der in der laufenden Runde mit diversen guten Ergebnissen schon aufhorchen ließ.
Personell konnte Schmid nahezu aus dem Vollen schöpfen und so ging es zunächst etwas zäh gegen die Gäste, welche eine Woche Pause hatten los. Nach 6 Minuten stand es gerade einmal 2:1 für die Hausherren, die wie der Gegner nervös und mit vielen Fehlwürfen und technischen Fehlern agierten. Die beiden gut aufgelegten „Lucas” (Hauser und Ruoff) auf Seiten der SHB stellten dank ihrer Tore auf 6:2 nach knapp 9 Minuten und gestützt auf einen gut aufgelegten Pascal Gehringer zwischen den Pfosten, der einen Sahnetag erwischen sollte wurde schnell klar, wo die Reise am Nikolaustag hingehen sollte. Der Ball lief gut und der gegnerische Torhüter wurde wie zuvor befürchtet nicht warm geschossen und so war beim 13:6 durch Daniel Mezencev nach 22 Minuten schon ein guter Vorsprung herausgeworfen. Die Abwehr war das Prunkstück in der ersten Halbzeit. Die großen Rückraumspieler der Gäste wurden in Schach gehalten und was auf das Tor kam entschärfte SHB-Keeper Pascal Gehringer bravurös. Mit 18:12 wurden die Seiten gewechselt und Trainer Schmid war früh im Spiel seine Sorgenfalten los.

Die zweite Halbzeit begann zunächst wie die ersten 30 Minuten. Viele Fehlpässe und Fehlwürfe zunächst auf beiden Seiten. Betzingen kam zwischenzeitlich zwar auf 19:15 ran, aber ein 6:0 Lauf durch 6 verschiedene SHB-Schützen erstickten die vermeintliche Aufholjagd im Keim und zeigte wie Variabel die SHB an diesem Abend spielte. Betzingen nahm beim 25:15 knapp 17 Minuten vor dem Ende fast schon aus Verzweiflung die Auszeit, aber eine Aufholjagd war aufgrund der Dominanz des Aufsteigers nicht mehr möglich. SHB Coach Schmid wechselte munter durch und bei einer konsequenteren Chancenverwertung wäre der Sieg sogar noch höher ausgefallen. Gestützt auf einen überragenden Pascal Gehringer im SHB Tor feierte die SHB Mannschaft am Ende einen glanzvollen Sieg, der sicher für das letzte Heimspiel kommenden Samstag gegen Esslingen den nötigen Rückenwind geben wird. Mit 9:13 Punkten ist man als 10. der Tabelle weiter sehr gut im Rennen und kann mit einem Sieg im letzten Spiel des Jahres eine tolle Vorrunde krönen.

SHB Trainer Sebastian Schmid analysierte nach dem Spiel gewohnt scharfsinnig und freute sich über einen Spieler besonders. „Es war ein brutal wichtiger Sieg und es war erfreulich, dass Gehre (Pascal Gehringer) heute super gehalten hat. Das war sehr wichtig und es tat ihm gut”, freute sich der 44 jährige über die Leistung des SHB Torhüters. Einen kleinen Kritikpunkt fand der Handballfachmann aber doch. „Der Sieg hätte heute noch höher ausfallen können, wenn wir unsere Chancen gemacht hätten und wir die technischen Fehler hätten reduzieren können, trotzdem war es ein super Spiel von uns”, so Schmid weiter, der schon auf das nächste Spiel blickt. „Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition, aber mit Esslingen kommt noch ein sehr unangenehmer Gegner. Wir können aber mit einem Sieg eine sehr gute Hinrunde daraus machen”, sagt Schmid, der zu seinem Ärger noch was umzusetzen hat. „Ich habe den Jungs gesagt, dass wenn sie mit mindestens 10 Toren gewinnen, dann dürfen sie eine komplette Einheit kicken und dazu stehe ich natürlich”, lacht der SHB Trainer der aber danach wieder konzentriert an die Vorbereitung für das nächste Spiel gehen will.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Buntz (2), Mannbeiß (2), Hauser (6), T.Kraft (5), Ruoff (5/2), Braun (4), Lindenmaier (1), R.Kraft (1), Mailänder , Mezencev (6), Soderer (2), Akermann, Englisch
Zeitstrafen: SHB: 5 (R.Kraft 2, Braun, Hauser, T.Kraft) TSV Betzingen: 5
Strafwürfe: SHB: 2 (beide verwandelt) TSV Betzingen: 5 (3 verwandelt)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Kain Sauer und Thomas Ströh

SHB im Schock

Damen Oberliga
TSV Heiningen – SHB 34:24
SHB im Schock

Es liegen gebrauchte Wochen hinter den Damen der SHB. Mittlerweile wartet die Mannschaft von Trainer Sebastian Kieser seit 6 Spielen auf ein Erfolgserlebnis.
Auch gegen den TSV Heiningen gab es beim 24:34 eine sehr empfindliche Klatsche. Neben der Niederlage musste der Aufsteiger auch die erneute Knieverletzung
von Laura Lier verkraften, die wieder lange auszufallen droht. Was Trainer Sebastian Kieser jetzt machen will und warum die Pause jetzt zur rechten Zeit kommt.

„So wirklich ein Fazit vom Spiel kann ich im Moment gar nicht geben”, so ein immer noch geschockter SHB Trainer nach dem Abpfiff, für den das Spiel nach der erneut schweren
Knieverletzung von Laura Lier in den Hintergrund geriet. Mittlerweile ist es fast schon eine Seuche, die den Aufsteiger im Moment ereilt. Mit Hanna Grupp (Meniskus)
fiel ja schon eine Stammkraft länger aus und im Moment gibt es fast keine Spielerin bei der SHB, die nicht in irgendeiner Form angeschlagen ist.
Dennoch ging man hoffnungsfroh in das Spiel gegen den ehemaligen Regionalligisten der von der Tabelle her eigentlich auf Augenhöhe hätte sein können.
Die erste Hälfte war gefällig und wie erwartet ausgeglichen. In vergangenen Trainingsspielen konnte Heiningen schon bezwungen werden und auch dieses Mal war
die Hoffnung da, etwas zählbares zu holen. Nach 30 Minuten war man beim 14:17 noch in Schlagweite, wenngleich Trainer Kieser die vielen Gegentore ärgerten.

Auch die ersten 10 Minuten in Halbzeit zwei hielt der Aufsteiger gut mit und beim 19:22 war man immer noch gut dabei. Dann folgte aber der Verletzungsschock von
Laura Lier und die Mannschaft verlor in der Folge komplett den Faden. Ein 7:1 Lauf der Heininger zum 29:20 innerhalb von 10 Minuten reichte um den konsternierten
SHB-Spielerinnen den Zahn zu ziehen. Die teils verbliebenen angeschlagenen SHB-Akteure kämpften zwar wacker gegen die drohende Kanterniederlage an, aber in der
Schlussphase war nicht mehr drin, als den Gegner nicht weiter davon ziehen zu lassen. Am Ende stand eine um ein paar Tore zu hoch ausgefallene Niederlage und
ein ratloser Trainer Kieser, der in der spielfreien Zeit Aufbauarbeit bei seiner Mannschaft leisten muss.

Nach dem Spiel war Trainer Sebastian Kieser zunächst bedient und ärgerte sich über die Verletzung von Laura Lier. „Der Schock saß bei der Mannschaft tief und deshalb
wurde es auch hinten raus deutlich”, so der 46 jährige der sich auch über die Höhe der Niederlage ärgerte. „Es war eigentlich ein Gegner der schlagbar war, aber nach
der Verletzung von Lier rückte das Spiel etwas in den Hintergrund”, so Kieser weiter, der aufzählte, welche Spielerinnen im Moment angeschlagen waren. Da blieben nicht mehr
viel völlig gesunde Damen übrig. Auf die Frage nach dem Ausblick auf die nächsten Aufgaben meinte Kieser abschließend. „Es ist sehr gut, dass wir jetzt spielfrei sind, da liegt
der Fokus diese Woche auf Regeneration für die angeschlagenen Spielerinnen um dann nächste Woche effektiver trainieren zu können um die Konzentration auf den
nächsten Gegner zu legen”, hofft Kieser auf eine Wende in den letzten beiden Auswärtsspielen der Hinrunde.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Fleischer (1), Sahin (1), Schweda (8), Braun (1), Lier, Brachert (4/2), Krempien (4), Schönefeldt, Lindenmaier, Frey (1),
Siller (4)
Zeitstrafen: SHB: 6 (Krempien 2, Frey 2, Braun, Fleischer) TSV Heiningen: 3
Strafwürfe: SHB: 4 (2 verwandelt) TSV Heiningen: 8 (6 verwandelt)
Zuschauer: 80
Schiedsrichter: Alexander Siopidis und Moritz Werner

Die Remiskönige der Liga

Verbandsliga Männer

TV Reichenbach – SHB 28:28

Die Remiskönige der Liga

Im schweren Auswärtsspiel gegen den TV Reichenbach konnte die SG Herbrechtingen/Bolheim beim 28:28 den siebten Punkt in der Verbandsliga holen.
Somit hat man in 10 Spielen schon 3 Mal Unentschieden gespielt. Doch anders als bei den ersten beiden Unentschieden war man im SHB Lager nicht unglücklich,
auch wenn man kurz vor Schluss wieder führte. Warum Trainer Sebastian Schmid stolz auf seine Mannschaft ist und zuversichtlich auf die nächsten Spiele blickt.

„Es wird auf jeden Fall nicht Langweilig, wenn wir spielen”, sagte der 44 jährige Schmid nach dem Spiel und tatsächlich dürften die mitgereisten SHB Anhänger
sicherlich während der 60 Minuten ein paar Jahre älter geworden sein. Personell konnte Trainer Schmid bis auf die verletzten Pascal Mailänder und Patrick Jäger eine volle Bank aufbieten.
Reichenbach ist eine eingespielte Mannschaft, welche letzte Saison dritter wurde und nur knapp in der Aufstiegsrelegation am badischen Vertreter aus Hardheim
scheiterte. Tabellarisch sind beide Teams nur 2 Punkte auseinander, wobei bei den besser platzierten Reichenbachern ähnlich wie bei der SHB die bisherigen Niederlagen sehr knapp ausfielen.

Das Spiel startete für die Gäste flott und ohne Respekt vor dem Gegner. Die ersten 4 Tore zum 4:2 verteilten sich auf verschiedene Schützen und so ausgeglichen
agierte die SHB weiter. Bis zum 8:5 durch den agilen Lars Braun auf Mitte nach 15 Minuten ging der Matchplan mit hohem Tempo zu agieren auf. Reichenbach nahm die
Auszeit und immer mehr passte sich die SHB dem langsamen Spiel der Gäste an. „Wir fangen super an und lassen uns von ihrer Spielweise einlullen”, ärgerte sich Schmid nach dem Spiel,
denn die Fehlpässe und Fehlwürfe häuften sich und Reichenbach schlug Kapital daraus. Nach der ersten Führung für die Hausherren musste auch Trainer Schmid knapp
8 Minuten beim Stand von 9:10 aus Sicht seiner Mannschaft die Karte zur Auszeit legen. Die Verunsicherung war aber weiter da und mit einem 11:15 Rückstand ging es
in die Pause. Schmid haderte mit seinem Angriff. „Wir machen nur 11 Tore in einer Halbzeit, so viel haben wir manchmal schon nach 15 Minuten”, ärgerte sich der SHB Trainer, aber
besser wurde es zunächst nicht.
Die Hausherren spielten ihrer Stiefel weiter und erhöhten routiniert die Schlagzahl. Beim 15:21 aus Sicht des Aufsteigers nach 42 Minuten drohte das Spiel
zu entgleiten. Jetzt zeigte die SHB endlich Kämpferqualitäten, die man zuvor schmerzlich vermisste und man kam wieder zurück ins Spiel. Die pfeilschnellen Mannbeiß,
Ruoff und Mezencev stellten auf 25:25 knapp 5 Minuten vor dem Ende. Innerhalb von 7 Sekunden legte Reichenbach wieder 2 Tore vor und keiner glaubte mehr an einen
Punktgewinn. Mit Nerven wie Drahtseile traf Luca Ruoff dann zweimal von der Strafwurflinie und als Daniel Mezencev 30 Sekunden vor dem Ende sogar zur 28:27
Führung traf hielt es keinen mehr auf seinen Sitzen. Nicht schon wieder einen Gegentreffer in der letzten Sekunde dachten sich die SHB Akteure, doch Reichenbach hatte
sich in ihrer Auszeit was überlegt. Genau 11 Sekunden vor dem Ende versenkten die Hausherren die Harzkugel im SHB Gehäuse und wieder standen betröppelte SHB Spieler
wie schon eine Woche zuvor gegen Denkendorf auf dem Feld.

Trainer Sebastian Schmid war erneut hin und hergerissen, ob er sich freuen oder ärgern sollte. „Es ist gefühlt im Moment jede Woche die Frage, ob der Punkt gewonnen
oder verloren wurde”, so der 44 jährige nach dem Spiel, aber er sagt auch: „Es ist unser erster Auswärtspunkt in der Verbandsliga und am Ende sind wir auch damit zufrieden,
wenn man den Spielverlauf sieht”. Es sind Kleinigkeiten die seine Mannschaft abstellen muss um auch solche Spiele mal zu gewinnen. „Die vielen Fehlpässe, Fehlwürfe und
Stürmerfouls in der zweiten Halbzeit müssen wir abstellen. Gleichzeitig sehen alle, dass wir nie aufgeben, denn hier kannst auch mit 10 verlieren, wenn du resignierst”,
so Schmid weiter, der am Ende mit dem Punkt zufrieden ist und am Wochenende zu Hause nachlegen will.

Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Mannbeiß (3), Hauser (3), T.Kraft (2), Ruoff (6/3), Braun (6), Lindenmaier, R.Kraft (1), Mezencev (5), Weller,
Akermann (2), Englisch
Zeitstrafen: SHB: R.Kraft 2, T.Kraft, Akermann) TV Reichenbach: 4
Strafwürfe: SHB: 5 (3 verwandelt) TV Reichenbach: 5 (4 verwandelt)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: Benedikt Salathe und Moritz Salathe

SHB II kann Auswärtsniederlage in Aalen nicht verhindern

Die SHB II musste am Samstagabend eine 26:35-(11:17)-Auswärtsniederlage bei der Aalener Sportallianz hinnehmen.

Die Anfangsphase verlief aus Sicht der SHB II alles andere als ideal. Aalen startete mit viel Druck und nutzte die eigenen Chancen konsequent, sodass die Gäste bereits nach 15 Minuten einem 5:10-Rückstand hinterherliefen. Zwar gelang es der SHB II immer wieder, gute Spielphasen einzustreuen, doch bis zur Halbzeitpause erhöhte die Sportallianz ihren Vorsprung auf 17:11.

Auch im zweiten Durchgang fand die SHB II nie den entscheidenden Zugriff auf das Spiel. Die Gastgeber blieben im Angriff treffsicher und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Trotz engagierter Bemühungen und einer kämpferischen Einstellung konnte die SHB II den frühen Rückstand nicht mehr kompensieren und musste sich letztlich mit 26:35 geschlagen geben.

Die Partie verlief insgesamt fair: Drei Siebenmeter (davon verwandelte die SHB II einen von zwei), keine Verwarnungen, vier Hinausstellungen (2/2) und keine Disqualifikationen.

Nach nun drei Niederlagen in Folge richtet sich der Blick der SHB II auf das kommende Heimspiel. Am 3. Dezember um 20:00 Uhr empfängt die Mannschaft die HV Rot-Weiß Laupheim II im Pokal in Herbrechtingen – mit dem klaren Ziel, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Kurzgefasst (aus Sicht der SHB II)

Aalener Sportallianz – SHB II 35:26 (17:11)

29.11.2025 – 19:30 Uhr, Aalen-Wasseralfingen, Männer Bezirksliga (Staffel 1)

Zuschauer: 80

SHB II:

Adam Agoston (5), Philipp Bischoff (5), Tim Hagenmaier (3), Bastian Klein (3), Raphael Mannbeiß (3), Ruben Pflanz (3), Paul Baur (2), Samuel Kolb (2), Jakob Baumgartner, Niklas Gerstner, Dominik Mittmann, Simon-Luca Dieter Schabel, Fabian Schurr, Justin Vogel

Offizielle: Mathias Sigl, Michael Tschente

Aalener Sportallianz:

Sebastian Stock (8), Dominic Boland (7), Philipp Hald (7), Marco Scheffel (3), Marco Scholz (3), Andreas Schulze (3), Julian Enzinger (2), Mario Bleier (1), Marius Bürgermeister (1), Jannik Fink, Johannes Mehser, Hannes Schwager

Offizielle: Florian Kraft

Früher Rückstand wird zum Knackpunkt

SHB unterliegt der TSG Schnaitheim mit 27:35 – Früher Rückstand wird zum Knackpunkt

Herbrechtingen, 23.11.2025 – Die SHB musste am Sonntagabend eine 27:35 (12:20)-Niederlage gegen die TSG Schnaitheim hinnehmen. Trotz starker Phasen und viel Einsatz gelang es der Mannschaft nicht, den frühen Rückstand aus den Anfangsminuten aufzuholen.

Schnaitheim startete hochkonzentriert in die Partie und nutzte fast jede Chance. Nach 15 Minuten lagen die Gäste bereits mit 6:11 vorne – ein Vorsprung, der der SHB im weiteren Spielverlauf Probleme bereitete. Auch bis zur Halbzeit blieb die TSG effizienter im Abschluss und ging mit einer deutlichen 12:20-Führung in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang zeigte die SHB Moral und versuchte, durch mehr Tempo und kompaktere Abwehrarbeit wieder heranzukommen. Mehrere gute Angriffsaktionen und ein ausgeglichenes Torschützenbild sorgten dafür, dass die SHB phasenweise Druck aufbauen konnte. Doch Schnaitheim verteidigte seinen Vorsprung konsequent und ließ bis zum Schluss keinen Zweifel am Auswärtssieg aufkommen.

Beste Werfer der SHB waren Philipp Bischoff und Lukas Wündisch mit jeweils fünf Treffern. Insgesamt verlief das Duell fair: nur wenige Zeitstrafen, keine Disqualifikationen und ein ruhiger Spielfluss prägten die Partie.

Ausblick:
Für die SHB geht es bereits nächsten Samstag um 19:30 Uhr mit einem schweren Auswärtsspiel bei der Aalener Sportallianz weiter. Dort möchte das Team wieder Punkte einfahren. Die TSG Schnaitheim empfängt am Sonntag die SG Ulm & Wiblingen.

Spielinfo kompakt

SHB – TSG Schnaitheim: 27:35 (12:20)
23.11.2025 – 17:00 Uhr, Herbrechtingen
Männer Bezirksliga (Staffel 1)

SHB:
Bischoff (5), Wündisch (5), T. Mannbeiß (4), Pflanz (4), Agoston (2), Baur (2), Lindenmaier (2), Hagenmaier (1), Klein (1), Vogel (1) sowie Grüner, Kolb, R. Mannbeiß, Mittmann, Reith, Schabel
Offizielle: Mathias Sigl, Michael Tschente, Lukas Gaschler

TSG Schnaitheim:

Hofele (6), L. Theilacker (6), V. Sträßle (5), Gruschka (4), J. Sträßle (4), Dandl (3), F. Simon (3), Hitzler (2), Hotz (1), Klement (1) sowie Benz, Häring, Krafft, Linsbauer, Schlichter, M. Simon

Offizielle: Nick Dandl, Markus Hitzler

Tolle Leistung! Keine Punkte!

Damen Oberliga
SHB – TSV Denkendorf 26:28

Die SHB Damen kommen nicht auf die Beine. Mittlerweile hagelte es beim 26:28 die 5. Niederlage hintereinander gegen den neuen Tabellenzweiten aus Denkendorf und der Aufsteiger muss jetzt langsam aufpassen, dass er nicht nach hinten durchgereicht wird. Warum Trainer Sebastian Kieser dennoch zufrieden war und warum er hofft, dass der Erfolg bald wieder zurückkehrt.

„Das war heute mit die beste Saisonleistung”, sagte Trainer Kieser nach dem Spiel. Wenn man dann das Ergebnis allerdings sieht, sollte man normalerweise anderes Erwarten, als Lobpreisung des Coaches. Aber, es war nicht irgendein Gegner, sondern die Spitzenmannschaft aus Denkendorf, die im bisherigen Sasionverlauf erst 2 Spiele verloren hatte und im Gegensatz zum Aufsteiger mit breiter Brust unter den Buigen reiste.
Nach der zuletzt derben Klatsche in Herrenberg musste Trainer Sebastian Kieser unter der Woche die Niederlage aus den Köpfen seiner Spielerinnen bekommen. Schlag auf Schlag geht es für den Aufsteiger weiter und zu allem Übel musste Kieser auch noch auf Hanna Grupp für dieses wichtige Spiel verzichten.
Gestützt auf eine in der ersten Hälfte toll haltenden Marielle Serwe-Hug im SHB Kasten startete der angeschlagene Aufsteiger hoch motiviert und energisch in das Spiel. Trainer Kieser ließ mit einer 5:1 Abwehr spielen und beorderte die flinke Carmen Siller auf die vorgezogene Position. Diese zerstörte buchstäblich das Aufbauspiel der Gäste und beim 6:3 nach knapp 8 Minuten ging der Marschplan des SHB Coaches sehr gut auf. Denkendorfs Trainer reagierte dann aber auf die Maßnahme mit der vorgezogenen Spielerin und agierte fortan mit 7 Feldspielerinnen. Das Spiel wurde nun ausgeglichener, aber die SHB-Damen ließen sich von ihrer konzentrierten Spielweise nicht abbringen. Vorne lief der Ball gut und die zuletzt etwas glücklose Marie Brachert wurde gut in Stellung gebracht. Sie war am Ende mit 10 Treffern beste Spielerin auf dem Feld. Mit einem hoffnungsfrohen 18:16 ging es in die Halbzeitpause.

Bis zum 22:20 konnte der Aufsteiger die Führung verwalten, dann folgte ein Szene, für die es nicht nur vom SHB Trainer Kieser Applaus gab. Für einen vermeintlichen Gesichtstreffer sah SHB-Spielerin Susanne Frey die rote Karte. Die getroffenen Spielerin Marie Rehkugler ging zu den Schiedsrichtern und erklärte, dass der Ball von ihrer Schulter ins Gesicht ging, worauf die Schiedsrichter die rote Karte wieder zurück nahmen. „Großer Respekt für das Fair Play und eine starke Geste”, fand Sebastian Kieser, der somit weiter auf seine wichtige Stammkraft Frey setzen konnte. Das Spiel kippte dennoch zu Gunsten der Gäste, wo man knapp 10 Minuten vor dem Ende auf einmal 2 Toren hinterherrennen musste. Sabrina Krempien und Carmen Siller egalisierten den Rückstand wieder und 5 Minuten vor dem Ende hofften die zahlreichen Fans endlich wieder auf ein Erfolgserlebnis des Aufsteigers. Leider blieben die Hausherrinnen vollends ohne Torerfolg und die Gäste schafften mit 2 Treffern den viel umjubelten Auswärtserfolg. Am Ende steht zwar ein leidenschaftlicher Kampf, aber wieder eine Neiderlage. Bleibt zu hoffen, dass es bald wieder aufwärts geht. Mit der unteren Tabellenregion hat man bei der SHB seit einigen Jahren nämlich nichts mehr zu tun gehabt.

Trainer Sebastian Kieser war zwar enttäuscht, lobte aber seine Mannschaft für den tollen Kampf. „Meine Mannschaft hat heute ein Top Spiel abgeliefert”, zollte der 46 jährige seinem Team Respekt, dafür, dass sie nie aufgesteckt hatten. „In vielen Phasen hatten wir unglaublich viel Pech und Denkendorf viel Glück. Es ist unter dem Strich eine herbe Niederlage, weil wir die bessere Mannschaft waren und auch schöner gespielt haben”, ärgerte sich Kieser der ergänzte. „Jetzt stehen wir mit der bitteren Erkenntnis da, dass es wieder ein Schritt nach vorne war, aber am Ende zählen halt die Punkte!” In Heiningen kommendes Wochenende gibt es einen erneuten Anlauf für die Wende.

Es spielten: Serwe-Hug und Hirsch im Tor; Fleischer (1), Sahin, Schweda (1), Braun, Brachert (10/1), Krempien (2), Schönefeldt (1), Lindenmaier (2), Frey (4), Siller (5/2)
Zeitstrafen: SHB: 3 (Fleischer, Krempien, Frey) TSV Denkendorf: 4
Strafwürfe: SHB: 4 (3 verwandelt) TSV Denkendorf: 6 (4 verwandelt)
Zuschauer: 250
Schiedsrichter: Eduard Huber und Beck Smakay

Frauen 2 feiern vierten Sieg in Folge!

SG Herbrechtingen-Bolheim 2 – TSG Söflingen 2 (32:14)
Unsere Frauen starteten am Samstag etwas nervös in die Partie gegen die TSG Söflingen 2. In den ersten Minuten schlichen sich einige Unsicherheiten ein, doch das Team fand schnell besser ins Spiel und wurde stabiler.

Torhüterin Annika Thierer zeigte vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und parierte mehrere klare Chancen der Gäste. Durch diese Sicherheit im Rückraum konnten sich unsere Frauen 2 schrittweise absetzen und gingen mit einer Fünf-Tore-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel trat die Mannschaft konzentriert auf. Die Abwehr arbeitete kompakt und ließ Söflingen nur wenige klare Möglichkeiten. Im Angriff sorgte Annika Arndt am Kreis mit viel Einsatz und guten Laufwegen immer wieder für wichtige Akzente.

Im Verlauf der zweiten Hälfte gelang es den Frauen 2, den Vorsprung auszubauen und das Spiel kontrolliert zu Ende zu bringen. Am Ende stand ein verdienter 32:24 Heimsieg auf der Tafel.

Isabella Zeun (9), Annika Arndt (8), Leonie Lutz (5), Lena Blickle (4), Selina Frey Sander (3), Linda Stürtz (2), Mia Sophie Fust (1), Romina Häckler, Tugba Sahin, Annika Thierer (im Tor)

Offizielle: Nadine Epple, Nathalie Gröner, Silke Koruza-Tscherpel

Lieber den Spatz in der Hand…!

Männer 1 Verbandsliga
SHB – TSV Denkendorf  31:31
Lieber den Spatz in der Hand…!
Den 6. Punkt im im 9. Spiel holte der Aufsteiger SG Herbrechtingen/Bolheim gegen den Tabellenfünften aus Denkendorf.
Mit dem letztlich verdienten 31:31 konnten zwar beide Seiten Leben, aber so richtig freuen konnte sich über die Punkteteilung keiner so richtig. Über was sich SHB Trainer Sebastian Schmid ärgerte und warum er positiv auf die nächsten Spiel blickt.
„Wir halten mit jedem Gegner mit und bekommen nicht aufs Dach”, so die Erkenntnis von Trainer Schmid nach dem Spiel, wo seine Mannschaft erneut unter Beweis stellte, dass es für jeden Gegner schwer ist gegen sie zu spielen.
Gegen die spielstarken Gäste aus Denkendorf, welche im bisherigen Saisonverlauf erst 2 Spiele verloren hatten war es über 60 Minuten ein Kampf auf Augenhöhe und ein sehr ansehnliches Verbandsligaspiel vor über 300 Zuschauern in der Herbrechtinger Bibrishalle. Die Spielpause zuletzt hatte den Gastgebern sehr gut getan, denn der formstarke Rückraumshooter der SHB Tim Kraft konnte seine Hüftprellung auskurieren und war mit 9 Treffern am Ende bester Werfer seines Teams. Bis auf die Langzeitverletzten Patrick Jäger und Fabian Buntz konnte das Trainerteam Schmid/Kling aus dem Vollen schöpfen und wollte endlich wieder mit dem Heimvorteil im Rücken was zählbares holen.
Nervös startete der Gastgeber beim 2:4 nach knapp 3 Minuten in die Partie. Der starke Luca Hauser und der flinke Pascal Mailänder glichen nach einer längeren Tordurststrecke nach knapp 10 Minuten zum 4:4 aus. Es war ein Spiel mit vielen Fehlern und Nicklichkeiten. Ein richtiger Spielfluss kam erst nach und nach auf. Beim 8:8 und Überzahl für die Hausherren wurde dann der erste von insgesamt 5 Strafwürfe an diesem Abend vergeben. Eine ungewohnte Schwäche des Aufsteigers, welche in Summe am Ende sehr weh tat. Die Gäste nutzten dann eine kleine Schwächephase der SHB zum 12:9 nach 20 Minuten, wo nicht nur der Torhüter oft allein gelassen wurde, sondern auch im Angriff überhastet agiert wurde. Routinier Rene Kraft ging voran und hielt nicht nur die Abwehr zusammen, sondern glänzte auch als Torschütze. Mit vereinten Kräften wurde bis zur Pause der Rückstand in ein 15:15 umgewandelt. Trainer Schmid war dennoch nicht zufrieden mit den ersten 30 Minuten. „Das war die schlechteste Halbzeit seit wir aufgestiegen sind und haben da unter unseren Möglichkeiten gespielt”, ärgerte sich Schmid über die erste Hälfte und hoffte wie die Zuschauer auf ein Happy End.
„Ein Spiel des ständigen Führungswechsels”, so könnte man die zweite Hälfte sehr gut beschreiben. Das Tempo war hoch und der Kampf aller Spieler Leidenschaftlich. Erneut wurden Strafwürfe und Chancen aus dem Spiel heraus leichtfertig vergeben, aber auch Denkendorf schaffte es nicht daraus Kapital zu schlagen. Tim Kraft übernahm nun Verantwortung von der Strafwurflinie und bis zum 27:27 knapp 10 Minuten vor dem Ende war die Spannung sehr hoch. Dann schlich sich wieder der Schlendrian ein und die abgezockten Gäste zogen auf 30:27 knapp 8 Zeigerumdrehungen vor dem Ende weg. Das Spiel drohte zu entgleiten. Doch die beiden SHB Rückraumshooter Luca Hauser und Tim Kraft egalsierten den Rückstand knapp 90 Sekunden vor dem Ende wieder. Die Gäste legten 40 Sekunden vor dem Abpfiff nochmal vor, doch Linkshänder Adrian Akermann machte 20 Sekunden vor dem Ende den Punktgewinn perfekt. Denkendorfs letzter Angriff wurde toll geblockt, aber große Freude kam weder beim Gegner noch bei der SHB auf. Angesichts des Punktgewinnes gegen ein echtes Kaliber kann der Aufsteiger aber dennoch sehr zufrieden sein.
Auch Trainer Sebastian Schmid war nach dem Spiel hin und her gerissen. „Ich bin etwas zwiegespalten heute. Wir holen zwar den Punkt und ich habe auch Glückwünsche bekommen, aber wir wissen nicht, ob wir uns jetzt freuen sollen oder nicht”, beginnt der 44 jährige seine Analyse kurz nach dem Schlusspfiff. „Es zeigt sich heute wieder sehr gut, wo wir im Moment stehen. Es fehlt der letzte Schritt, die Erfahrung, dann kommt auch noch Pech dazu, aber wir können definitiv mit dem Punkt leben”, so der SHB-Coach weiter und ergänzt: „Wenn du ohne Selbstvertrauen nach 3 Niederlagen einen Punkt holst, dann spricht das für die Moral der Mannschaft. Wir lassen uns nicht hängen und stecken Rückschläge gut weg”, lobt Schmid sein Team. Auf die Frage, ob es ein weiterer Schritt nach vorne war, sagte Schmid abschließend: „Wir machen weiter und stecken nie auf. Die Gegner zollen uns Respekt als Aufsteiger, weil wir gegen jede Mannschaft bisher mithalten. Wir haben solide Ergebnisse und arbeiten weiter ohne zufrieden zu sein!”
Es spielten: Gehringer und Kovalchuk im Tor; Mannbeiß, Hauser (8), T.Kraft (9), Ruoff (3/3), Braun, Lindenmaier, R.Kraft (3), Mailänder (3), Mezencev (5), Soderer (1), Weller, Akermann (2/1), Englisch
Zeitstrafen: SHB: 3 (Braun, Mezencev, Akermann)  TSV Denkendorf: 5
Strafwürfe: SHB: 9  (4 verwandelt)  TSV Denkendorf: 4 (2 verwandelt)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter: Cemre Tuna und Koray Bahadir